Schauspieler stirbt mit 77

16. Februar 2019 12:59; Akt: 16.02.2019 14:56 Print

Das Leben von Bruno Ganz in Bildern

Es war ein Leben für die Kunst des Schauspiels. Die Welt trauert um den Schweizer Darsteller. Sein Leben in Bildern.

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Er war einer der grössten Schweizer Schauspieler. Nun ist Bruno Ganz mit 77 Jahren seinem Krebsleiden erlegen. Der Schauspieler wuchs in Zürich auf und besuchte das Zürcher Bühnenstudio, heute bekannt als Hochschule der Künste. Ausserdem schloss er die Rekrutenschule als Sanitäter ab. Im Jahr 1960 hatte Ganz seinen ersten Auftritt in einem Film. Er spielte den Kammerdiener in dem Film «Der Herr mit der schwarzen Melone». Jahrelang stand Ganz auf diversen Theaterbühnen. Zuerst am Jungen Theater in Göttingen, von 1964 bis 1969 am Theater am Goetheplatz in Bremen, ehe er vom Zürcher Schauspielhaus verpflichtet wurde. 1970 stiess er zum Ensemble der Berliner Schaubühne. Durch etliche Filmrollen wurde er Mitte der 70er-Jahre einem grösseren Publikum bekannt. In «Nosferatu» spielte er neben dem deutschen Schauspieler Klaus Kinski. Als Engel Damiel agierte er im Film «Der Himmel über Berlin» neben dem US-Schauspieler Peter Falk, auch bekannt als Columbo. Dem Theater blieb er immer treu. 2000 an der Expo spielte er in Goethes «Faust». 2004 verkörperte Ganz den deutschen Diktator Adolf Hitler in «Der Untergang». 2008 übernahm er die Rolle des BKA-Präsidenten Horst Herold in «Der Baader Meinhof Komplex». Vier Jahre später hatte Ganz in einem Pariser Theater seinen letzten Bühnenauftritt. Den Filmen blieb er allerdings erhalten. 2015 als Alpöhi in «Heidi». Ganz war einer der wenigen Schweizer Schauspieler, die sich auch in Hollywood behaupten konnten. Dies zeigen diverse Blockbuster in seiner Filmografie. «Der Vorleser» mit Kate Winslet. 2011 in «Unknown Identity» mit Liam Neeson und Diane Kruger. 2013 in «Nachtzug nach Lissabon» mit Jeremy Irons. Im selben Jahr: «The Counselor» mit Michael Fassbender, Penélope Cruz, Cameron Diaz und Brad Pitt. 2018 spielte er eine grosse Rolle im internationalen Horrorfilm «The House That Jack Built» von Lars von Trier. Mit dabei: Matt Dillon. Sein letzter Film war im vergangenen Jahr «Der Trafikant» von Nikolaus Leytner. In seinem Leben wurde Ganz mit Preisen überhäuft. 1973 wurde er in Deutschland als Schauspieler des Jahres ausgezeichnet. 1998 erhielt er den Prix Walo. 2000 und 2004 gab es für Ganz den Europäischen Filmpreis. Zehn Jahre später erhielt er sogar den Preis für sein Lebenswerk bei den europäischen Oscars. Auch der Goldene Leopard von Locarno gehört zu seinen Schätzen. Für die Rolle in «Der Untergang» gab es einen Bambi. 2006 erhielt er das Bundesverdienstkreuz und das österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst. 2014 wurde er bei der Goldenen Kamera erneut für sein Lebenswerk belohnt. 2016 gab es in Bayern nochmals eine Auszeichnung. 2017 wurde er auch in der Schweiz nochmals geehrt. Er staubte zwei Schweizer Filmpreise ab. Einmal als bester Darsteller und einen Ehrenpreis. Nun ist Ganz im Alter von 77 Jahren in seinem Zürcher Haus verstorben. Er erlag am Samstagmorgen einer Krebserkrankung. Doch eines ist sicher: Bruno Ganz bleibt unvergessen.

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(fss)