Miss-Schweiz-Titel aberkannt

25. Januar 2019 05:43; Akt: 25.01.2019 14:22 Print

Das war Jastina Doreens Katastrophen-Jahr

Die amtierende Schönheitskönigin ist wegen Vertragsverletzungen ihr Krönchen los. Es ist nur einer von zahlreichen Miss-Erfolgen in Jastina Doreen Riederers Amtsjahr.

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Jastina Doreen ist ab sofort nicht mehr Miss Schweiz. Auf einem aktuellen Instagram-Post schreibt sie: «Lebe deine eigene Melodie des Lebens und tanze nicht nach Noten anderer, denn diese können dich aus dem Takt bringen.» Spielt sie damit auf die turbulente Missen-Zeit an? Am 10. März 2018 wurde sie in Baden zur Miss Schweiz gekürt. «Trotz ihres Potenzials hielt sich das Interesse an der Person von Jastina Doreen Riederer nach der Wahl in Grenzen», schreibt die Miss-Schweiz-Organisation jetzt. Wann und ob eine nächste Wahl stattfindet, ist trotz ihrer Entlassung offen. Zuletzt war Jastina in Bangkok bei der Miss-Universe-Wahl für die Schweiz am Start. Die Miss-Organisation schreibt: «Ihr Hauptinteresse im Amtsjahr galt vor allem der Teilnahme an der Miss-Universe-Wahl, um Ihrem grossen Traum, ein Victoria's-Secret-Model zu werden, näher zu kommen.» «Letzter Schliff für Miss Universe»: Am Tag vor dem Abflug hübschte die 20-jährige Miss beim Bleaching nochmals ihr Mundwerk und ... ... ihre Mähne auf (natürlich schnitt sie nur die Spitzen). Jastinas Stofftierchen hatte ihr schon bei der Miss-Schweiz-Wahl im März Glück gebracht. Auch in Bangkok sollte es sie zum Sieg führen. «Ich will die Krone», sagte sie. Am Ende schaffte es Jastina nicht in die Top 20. Knapp drei Wochen weilte Jastina in Bangkok. Fürs Finale reiste dann auch ihr Mami aus der Schweiz an. Jastina war die erste amtierende Miss Schweiz seit fünf Jahren, die an der Miss-Universe-Wahl antrat. Jastinas grosse Leidenschaft: Nutella. Den Schoggi-Aufstrich nahm sie sogar nach Bangkok mit. Für einmal ungeschminkt: Für 20 Minuten legte Jastina kurz nach der Miss-Schweiz-Wahl ihre Maske ab und zeigte sich sogar ohne künstliche Wimpern. Sie träumte schon als Kind vom Krönchen: «Träume sind dazu da, hart für sie zu arbeiten», schrieb sie zu diesem Insta-Bild. «Du schaffst es, wenn du willst!» Titel und Krone ist sie nun los – davon erfahren hat sie von den Medien. Die Organisatoren hätten sie nicht erreicht, um ihr die Freistellung mündlich mitzuteilen.

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Das gabs noch nie. Noch bevor ihr Amtsjahr offiziell zu Ende ist, muss Miss Schweiz Jastina Doreen Riederer (20) Titel und Krone wieder abgeben. Grund: diverse Vertragsverletzungen. Das teilt die Miss-Organisation am Donnerstag per Medienmitteilung mit.

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Die Aberkennung ihres Titels ist der vorläufige Tiefpunkt eines monatelangen Knatschs. Jastina Doreens Amtsjahr – genau genommen waren es nur zehn Monate – war geprägt von zahlreichen Miss-Erfolgen. Wir blicken zurück.

Dezember 2018
Schlappe an Miss-Universe-Wahl

Ihr Ziel steckte sie hoch: «Ich will die Krone», sagte Jastina Doreen im Dezember 2018 kurz vor ihrem Abflug nach Bangkok an die Miss-Universe-Wahl. Sie war die erste Miss Schweiz nach fünf Jahren, die am internationalen Schönheitswettbewerb teilnahm – ein grosser Traum, der für sie in Erfüllung ging. Am Ende schaffte sie es nicht in die Top 20. Nach der Enttäuschung verschwand sie einige Tage von der Bildfläche. Auch auf Social Media war sie inaktiv.

Oktober 2018
Anita Buri schmeisst hin

Gerade mal drei Monate kümmerte sich die Miss Schweiz 1999 um das Booking von Jastina Doreen Riederer. Im Oktober wurde der Vertrag «wegen verschiedener Ansichten mit der Organisation» nicht verlängert. Die Miss-Organisation reagierte mit einem gepfefferten Insta-Post: «Anständige Menschen würden die Beendigung eines befristeten Auftragsverhältnisses nach abgelehnten Verlängerungsangeboten korrekt wiedergeben und akzeptieren, ohne eine eigennützige mediale Rehabilitation anzufachen», hiess es. Kurz darauf wurde der Post wieder gelöscht.

Oktober 2018
Kein TV-Konzept eingereicht

Wie und ob es mit der Miss-Wahl grundsätzlich weitergeht, ist bis heute nicht klar. Zwar wollten die Organisationen 2019 eine neue Königin küren, weder Sponsoren noch Sendeplatz waren im Herbst 2018 aber fix. Es sei noch nicht einmal ein konkretes inhaltliches Sendungskonzept eingereicht worden, sagte Jacqueline Sasse von der Vermarktungsfirma SevenOne Media damals zu «Blick». «Das nächste Casting kann nach einer Bereinigung der Eigentümerstruktur erfolgen», heisst es nun seitens der Organisation.

August 2018
Verärgerte Sponsoren

In der Medienmitteilung macht die Miss-Organisation klar, dass Jastina ihre Verpflichtungen gegenüber Partnern und Sponsoren wiederholt nicht wahrgenommen habe. «Es war sehr schwierig. Sie ist ein halbes Jahr lang kein einziges Mal zu uns gekommen und hat sich nie aktiv um eine Partnerschaft bemüht, obwohl wir mit ihr einen Vertrag hatten, laut dem sie ein Jahr lang gratis ihre Haare hätte machen lassen können», sagt Ivo Aeschlimann von Ghel Coiffeur, einem der enttäuschten Partner. Jastina sei auch nicht bereit gewesen, auf die Profi-Beratung seines Teams einzugehen. Im Sommer 2018 beendete er die Zusammenarbeit mit der Miss Schweiz. «Sie war nicht bereit, Kompromisse zu machen.» Andere Partner berichten auf Nachfrage von 20 Minuten von ähnlichen Erfahrungen.

Juni 2018
Missen-Chefin wirft Handtuch

Sie hat der Wahl neues Leben eingehaucht und gehörte zusammen mit den Geschwistern Andrea Meyer und Iwan Meyer zur Miss-Schweiz-Organisation. Im Juni wurde Angela Fuchs' Rücktritt publik. «Schon länger war ich ja nicht mehr CEO, nun bin ich auch aus dem Verwaltungsrat der Miss Schweiz Organisation und der dazugehörenden zwei Firmen ausgetreten», sagte sie gegenüber dem «Blick». Es sei zu viel «hinter den Kulissen passiert».

März 2018
Jastina gesteht Busen-OP

Zwei Wochen nach ihrer Wahl zur Miss Schweiz legte Jastina ein Geständnis ab: «Ja, ich habe meine Oberweite aus persönlichen Gründen korrigieren lassen», schrieb sie auf Instagram. Noch kurz vorher hatte sie beteuert, dass an ihr alles echt sei.

März 2018
Skandale in Live-Show

Kurz nach Showbeginn kam es in der Wahlnacht zum Eklat. Security-Leute warfen die Fotografen unsanft aus dem Saal. Während der Sendung wurden zudem falsche Telefonnummern eingeblendet, viele Zuschauer erhielten bei ihren SMS-Votings Fehlermeldungen.

Dezember 2017
Geplatzter TV-Deal

Geplant war erst, dass 3+ die Missen-Kandidatinnen in einer Serie mit Kameras begleiten wird. Vom Casting über die Trainings bis hin zur grossen Wahlnacht. Ende 2017 platzte der Deal. «Das Termsheet mit 3+ haben wir gekündigt», sagte Organisatorin Angela Fuchs. «Wir hatten verschiedene Vorstellungen von der Umsetzung.» Nur: 3+ wusste nichts davon. Es existiere eine schriftliche Vereinbarung, in der festgelegt sei, dass 3+ die Sendungen zum Casting sowie auch das Finale exklusiv ausstrahle. Und zwar 2018 wie auch in den Folgejahren. «Für eine angebliche Kündigung fehlt 3+ seitens der Miss-Schweiz-Organisatoren eine Begründung.» Am Ende wurde die Show auf Sat.1 Schweiz ausgestrahlt.

(kfi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • leclerc am 25.01.2019 06:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu jung

    Gehen Sie arbeiten, vielleicht wieder im Tally-Weijl und arbeiten Sie an Ihrem schlechten Verantwortungsbewusstsein.

  • wolke007 am 25.01.2019 06:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    endlich fertig mit den Missen

    No coment

  • Sborny am 25.01.2019 06:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Misston

    Viel Lärm um nichts!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • neue generation am 25.01.2019 21:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    frage

    tja, ist das eine dieser neuen generation die jeden job wegen dem nutzen hinterfragt, aber gerne 500 000 im jahr haben möchte?

  • Anna am 25.01.2019 19:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noch nicht erwachsen ...

    Sie ist ja erst 20 ... also praktisch noch ein Kind ... auch wenn sie, wie viele andere 20 jährigen denkt, sie sei schon erwachsen ...

  • Joschkys Gotti am 25.01.2019 13:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine echte Miss Schweiz

    wäre für mich natürlich, intelligent, setzt sich für die Umwelt und Schwächere ein. Dazu kommt Eloquenz und.... Ja auch Schönheit, aber ohne Ops, Aufspritzungen und dergleichen. Augenbrauenbalken und Kunstnägel entsprechen zwar nicht meinem Schönheitsideal, aber diese Makel wachsen sich mit dem Alter hoffentlich raus. Das Schöne an Jastina sind ihre Haare. Hoffentlich sind die ihre eigenen und nicht Extensions aus Indien.

  • Kiki am 25.01.2019 11:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Köpfchen

    Schönheit kommt auch von innen und das fehlt der abgesetzten Miss definitiv! Es gibt Ex missen die es übrigens weit brachten , Köpfchen braucht es eben auch dazu

  • Anglo Saxon am 25.01.2019 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Miss

    Also der Begriff Miss wird eigentlich eher für eine erwachsene, selbständige und erfolgreiche Frau verwendet. Diese "Miss" ist eher ein kleines, verwöhntes und etwas verzogenes Mädchen, das noch viel lernen muss. Irgendwo in einer Mode-Filiale gibt's sicher einen Platz für sie.