Luca De Nicola

16. März 2011 22:45; Akt: 17.03.2011 10:33 Print

Der Irre unter den Mistern

von Bettina Bendiner aus Dubai - An langen Tagen erzählt Luca De Nicola viel von sich und seiner Welt. Auf rauchende Köpfe pfeift der Mister-Kandidat – er bleibt sonnig. Und entrückt.

Bildstrecke im Grossformat »
Das Siegerbild von Luca Ruch. Luca Ruch (21) aus Frauenfeld spielt gerne Fussball, ist glücklich liiert und ist Wirtschaftsstudent - und der neue Mister Schweiz 2011. Am 2. April 2011 hätten zwölf Mister-Schweiz-Finalisten in der Kreuzlinger Bodensee-Arena gegeneinander antreten sollen. Doch einer wurde disqualifiziert. Im Rennen mit von der Partie sind zwei Thurgauer. Der 20-jährige Fabian Introvigne aus Warth hat letzten Sommer eine Elektronikerlehre abgeschlossen und ist Single. Pascal Breitenstein (22). Der Zimmermann lebt in seiner eigenen Wohnung in Gelterkinden (BL) und ist seit zwei Monaten Single. Er ist 191 Zentimeter gross und mag keine überschminkten Frauen. Davide Garruti (21) arbeitet als Modeverkäufer in Zürich und lebt in Männedorf. Ursprünglich stammt er aber aus dem Tessin. Er jobbt nebenbei als Model und ist seit dreieinhalb Jahren glücklich liiert. Er ist 189 Zentimeter gross und mag Süssigkeiten. Michel De Carolis (26). Der Personal-Trainer lebt in Münchenstein (BL) und schwamm einst für die Schweizer Nationalmannschaft. Er ist 183 Zentimeter gross und seit einem Jahr Single. Sandro De Mattio (22). Der Schreiner lebt in Birmensdorf und verkauft in seiner Freizeit am Stand seines Göttis Crêpes. Er ist 178 Zentimeter gross und seit sechs Monaten vergeben. Nicolas Scandamarre (22) lebt in Bussigny (VD). Nach einer abgebrochenen Lehre als Elektriker holte er die Matura nach. Der 184 Zentimeter grosse Waadtländer ist Single. Vor vier Jahren verlor er bei einem tragischen Autounfall seine Verlobte Tamara. Dominique Capraro (22) studiert Kunstgeschichte und Film an der Universität Lausanne. Der 188 Zentimeter grosse Walliser ist Single und besuchte ein Jahr die Schauspielschule in Los Angeles. Jonas Lutz (24) lebt mit seinen Eltern in Breitenbach (SO). Er ist gelernter Bankkaufmann und macht zurzeit ein Praktikum als Sozialpädagoge. Seit über einem Jahr ist der 186 Zentimeter grosse Solothurner liiert. Omar Ahatri (25). Der 189 Zentimeter grosse Tessiner lebt und studiert in Lausanne Sport und Wirtschaft. Der Halbmarokkaner ist seit drei Jahren glücklich verliebt. Jonas Wälti (22) stammt aus Biel (BE), lebt und studiert aber Wirtschaft in Luzern. Der 190 Zentimeter grosse Student ist seit einem Jahr Single. DISQUALIFIZIERT: Luca De Nicola (20) konnte nicht rechtzeitig einen Schweizer Pass vorweisen und schied deshalb zwei Tage vor der Wahl aus. De Nicola jobbt als Model und übernimmt Nachtdienste als privater Altenpfleger.Er lebt in Carona (TI) und unter der Woche in Zollikerberg (ZH). Der 185 Zentimeter grosse Halbholländer-Halbitaliener hatte noch nie eine feste Beziehung.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Das Mister-Schweiz-Camp in Dubai – eine Saga aus 1001 Nacht. Ihr Märchenkönig: Luca De Nicola. Ein Highlight: Am Flughafen zog er blank, stand plötzlich in der Unterhose am Check-in. «Ich hatte Flecken auf der Hose», begründet er seinen Fauxpas mit seiner ihm eigenen Logik.

Betörend auch sein Anblick auf einem Kamel: Gemütlich trotten die Tiere mit ihrer hübschen Mister-Fracht vor sich hin. Nur eines hat Zündstoff geladen. Luca schreit wie am Spiess, klopft dem Tier auf den Hintern – und fällt fast runter. Luca: «Mein Kamel wollte nicht. Aber ich will immer 100 Prozent geben.» Die spürte auch der Türsteher eines Clubs. Er liess Luca nicht rein. Der Mister hatte keinen Pass dabei. Luca: «Er hatte keinen Respekt, er sagte: ‹Hier kommst du nur über meine Leiche rein.›» Luca konterte: «Ich nehme das als Herausforderung.»

Herausgefordert fühlte er sich auch von Pascal Breitenstein. Dem verpasste er einen blauen Fleck. Denn: «Im Sport gibts nur Feinde», erklärt Luca seinen Aussetzer. Oder kommt es gar vom Benzin? Drei Schluck Bleifrei 95 trank er angeblich. «Aus Versehen füllte jemand Benzin in meine Flasche.» Doch Luca gibt sich auch selbstkritisch: «30 Prozent von allem, was ich sage, ist zum Lachen. Ich weiss, dass ich zu viel Raum brauche. Ich werde an mir arbeiten.»

Wer wird «Mister Schweiz 2011»? Stimmen Sie hier ab!