Sandras Letzter

14. Januar 2012 22:35; Akt: 15.01.2012 03:24 Print

Didier Cuche ist «Schweizer des Jahres»

Am Lauberhorn versagten ihm die Nerven, aber am Abend triumphierte Didier Cuche doch noch. Sandra Studer durfte bei ihrer Moderations-Derniere den 37-Jährigen zum «Schweizer des Jahres» küren.

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Gruppenbild mit Damen: Die ausgezeichneten Schweizer und Schweizerinnen posieren am Ende des «SwissAward» 2011 vom 14. Januar 2012. Doch der wichtigste fehlte ... Der neue «Schweizer des Jahres» heisst: Didier Cuche. Weil das Ski-Ass am Lauberhorn weilte und kurz zuvor bei der längsten Abfahrt der Welt auf den 15. Rang gefahren war, wurde er dem Publikum im Zürcher Hallenstadion nur via Leinwand zugeschaltet. Heimlicher Star des Abends war aber sowieso eine andere ... Die 82-Jährige erhielt des SwissAward für ihr Lebenswerk. Lachend posierte die Schauspielerin mit dem Solar-Impulse-Pionier Bertrand Piccard, ... ... der zusammen mit seinem Partner Andre Borschberg (rechts) den Preis in der Kategorie «Gesellschaft» abräumte. In der Kategorie «Show» setzte sich Freddy Nock gegen seine Konkurrenten durch. Nock verwies damit die Rapper Bligg und Stress auf die Plätze. Der Preis in der Kategorie «Wirtschaft» ging an Carl Elsener, den Patron von Victorinox, der eines seiner scharfen Objekte präsentierte. Politikerin des Jahres ist Karin Keller-Sutter, die St. Galler FDP-Ständerätin, für ihr Engagement gegen Gewalt. Karin Keller-Sutter und Carl Elsener strahlen um die Wette. Den Preis in der Kategorie Kultur räumten Floriana Frassetto und Bernie Schürch für ihre 40-jährige Karriere als Figurentheater Mummenschanz ab. Sie nahmen den Preis aber nicht persönlich entgegen, weil sie einen Auftritt in Lugano hatten und diesen auch für den «SwissAward» nicht absagen wollten.

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Nach dem Titel «Sportler des Jahres» 2011 nun auch noch «Schweizer des Jahres» 2011: Didier Cuche steht in der Gunst der Schweizerinnen und Schweizer ganz oben. Der Skirennfahrer ist am Samstagabend in der Fernsehshow «SwissAward - Die Millionengala» für seine Leistung auf der Piste ausgezeichnet worden.

Ein besseres Trostpflaster hätte sich Cuche nach seiner Niederlage am Lauberhorn nicht vorstellen können: Während es wenige Stunden vorher nur für den 15. Rang gereicht hatte, holte er sich am Abend den ersten Preis in Sachen Beliebtheit.

21,86 Prozent der Fernsehzuschauerinnen und -zuschauer gaben dem 37-jährigen Sportler ihre Stimme. Er sei überwältigt, sagte er während einer Videoschaltung aus Wengen. «Ein Riesendankeschön an alle.» Der Preis sei seine grosse Genugtuung.

Der Name des jüngsten Preisträgers wird nun an einem Gedenkstein auf der Älggi-Alp im Kanton Obwalden, dem geografischen Mittelpunkt der Schweiz, verewigt. Bereits eingraviert sind auf dem Metallschild unter anderem die Haiti-Helfer Marianne Kaufmann und Rolf Maibach, Kinderherzchirurg René Prêtre, Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, Schwinger Jörg Abderhalden und Fussballtrainer Köbi Kuhn.

Lifetime-Award für Lilo Pulver

Der Preis für das Lebenswerk wurde an die Schauspielerin Lilo Pulver verliehen, die sich mit ihrem typisch herzlichen Lachen dafür bedankte. Sie sei sehr glücklich darüber, sagte die 82-Jährige. «Das ist ein glanzvoller Höhepunkt in meinem Leben.»

Verliehen wurden an diesem Abend auch Auszeichnungen in den Kategorien Politik, Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft und Show. Den Politik-Preis holte sich die St. Galler Justizdirektorin und Ständerätin Karin Keller-Sutter, die wegen ihres konsequenten Vorgehens gegen Fussball-Hooligans in der ganzen Schweiz bekannt wurde.

Der Gesellschafts-Preis ging an die beiden Solar-Impulse-Pioniere Bertrand Piccard und André Borschberg. Sie wurden für ihren ersten erfolgreichen Europaflug mit einem Solarflugzeug ausgezeichnet.

Mummenschanz und Freddy Nock

Die Macher des Figurentheaters Mummenschanz holten sich die Trophäe in der Kategorie Kultur. Floriana Frassetto und Bernie Schürch wurden für ihre 40-jährige Karriere ausgezeichnet - holten den Preis aber nicht selber ab, weil sie einen Auftritt in Lugano hatten und diesen auch für den «SwissAward» nicht absagen wollten.

Auch ein Wirtschaftsführer wurde geehrt: Carl Elsener, Chef der Taschenmesserfirma Victorinox, weil dieser mit der Expansion der erfolgreichen Marke ein Stück Swissness in der ganzen Welt verbreite.

Hochseilartist Freddy Nock durfte die Trophäe in der Kategorie Show entgegennehmen. Er brach im letzten Jahr sieben Weltrekorde an sieben Tagen und sammelte damit Geld für ein Hilfsprojekt in Bangladesh.

Ganz am Ende gab es noch einen Abschied: Moderatorin Sandra Studer hat nach zehn Jahren zum letzten Mal den SwissAward moderiert.


Der grosse Moment
SwissAward vom 14.01.2012

SwissAward vom 14.01.2012(Videos: SF)

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ein Fan am 14.01.2012 23:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gratuliere

    gratuliere!!!

  • Overtoom Richard am 14.01.2012 23:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Ich finde Cuche sehr sympathisch und ein überragender Athlet. Dennoch frage ich mich, weshalb (erneut) ein Sportler zum Schweizer des Jahres gewählt wird. Gibts denn keine Menschen, welche anderen die in Not sind helfen oder bahnbrechende Medikamente erfinden? So gerne ich Sport mag, zu Tränen gerührt wurde ich durchs zuschauen noch nie...

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  • Martha Eggenberger am 14.01.2012 23:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    grossartig

    super,Gratulation. Didier hats verdient

Die neusten Leser-Kommentare

  • hebert am 16.01.2012 12:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was ist mit roger federe??

    was ist mit roger federe er hätte es verdient schweizer des jahres zu werden was er ihm tennis geleistet hat und schweiz im sport vertreten hat...... didier chuce hats nicht verdient

    • Claudia Hagmann am 16.01.2012 16:24 Report Diesen Beitrag melden

      Roger Federer war schon Schweizer des J.

      Ich denke Du hast die Sendung gar nicht gesehen, denn sonst würdest Du wissen, dass Roger Federer scho Schweizer des Jahres war und zwar 2003 als zweiter der diesen Award gewonnen hat.

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  • Marcel M am 16.01.2012 11:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die ganze Schweiz ?

    Als halb Romand finde ich die Sendung sowieso lächerlich denn sie vertritt nur die deutsche Schweiz. Ausserdem wie kann man sich als nicht Sanktgaller mit Frau Keller-Sutter identifizieren ?

  • Stephan Molnar am 15.01.2012 22:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut gemacht

    Ich finde das hat Didier Cuche gut gemacht! Bravo!!!

  • michu am 15.01.2012 19:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ....gähn

    LANGWEILIG....die Schweiz ist nicht für grosse Shows gemacht, da wir keine Stars haben... Cervelatsalat sag ich da nur!

  • Juerg Billeter am 15.01.2012 17:48 Report Diesen Beitrag melden

    Es lebe der Sport!

    Ich schätze Didier als Sportler sehr hoch ein, dass er den Sport-Award gewann hat mich gefreut. Aber ist die Schweiz derart arm an herausragenden Persönlichkeiten, dass der bereits geehrter Sportler auch noch als Schweizer des Jahres gekührt wird?

    • Patrick Klugesherz am 15.01.2012 17:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Doch, doch...

      z.B. Philipp Hildebrand hätte es mehr verdient! ;)

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