Akademinkerinnen

11. April 2011 11:24; Akt: 13.04.2011 15:48 Print

Die Missen werden gebildeter

von Bettina Bendiner - Für das neue Missenjahr haben sich so viele Studentinnen angemeldet wie noch nie.

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Schön waren sie schon immer, unsere Missen. Jetzt werden sie auch immer gescheiter.

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Erstmals in der Geschichte der Miss-Schweiz-Wahlen kommt ein Drittel der Bewerbungen für die Nachfolge von Kerstin Cook (die mit Verwirrungen um ihre Ausbildung Schlagzeilen machte) von angehenden Akademikerinnen. Das gab es laut Wahl-Veranstalterin Karina Berger noch nie. Insgesamt gingen bis jetzt schon über 350 Anmeldungen ein. Auch das ein Rekord: «So viele gab es zu einem vergleichbaren Zeitpunkt noch nie», sagt Karina Berger zu 20 Minuten.

«Früher konservativer»

Sie hat den guten Start ins neue Missen-Jahr analysiert: «Die Mädchen haben realisiert, dass sie ihr Studium problemlos unterbrechen und nach einem Jahr wieder aufnehmen können. Früher war da die Haltung konservativer.» Dass dies klappen kann, hätten Christa Rigozzi oder Amanda Ammann bewiesen. Erstere hat ihr Studium in Medien- und Kommunikationswissenschaften, Kriminologie und Strafrecht abgeschlossen und letztere ist gerade an die HSG zurückgekehrt, um ihren Master in Internationalen Beziehungen zu machen. Auch die Kooperation mit «students.ch» habe sicherlich viel gebracht.

Andere Qualitäten zählen

Doch Berger betont: «Ein Studium macht keine Miss besser. Manche unterstellen zu schnell, sie seien nicht gebildet. Ob eine junge Frau ihr Miss-Jahr mit Bravour besteht, hat nichts mit der Ausbildung zu tun.» Da zählen andere Qualitäten. Trotzdem: Warum sind so viele junge Frauen bereit, ihr Studium für eine Krone temporär hinzuschmeissen? «Manche sehen das als Chance, sich ein Netzwerk aufzubauen oder sehen das als Lebensschule. Andere wollen einfach schnell Geld verdienen und berühmt werden», vermutet Berger.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • josef am 11.04.2011 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    mal wieder typisch

    wenn interssiert wie irgendein politiker heisst. das sind alles austauschbare marionetten bei dene der name egal oder austauschbar ist. beim studieren lernt man ausser dem wissenszuwachs auch akademisches und zielgerichtetes arbeiten. by the way. die, bis jetzt geposteten kommentare zeigen nicht gerade grossen wissen, geschweige denn toleranz aus. wieder mal typisch chauvinistisches geschwätz.

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  • A. Berner am 11.04.2011 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    Gescheiter?

    Um zu studieren, muss man nicht unbedingt intelligent sein, Fleiss ist noch fast wichtiger. Wer intelligent und faul ist hats sogar meist schwerer im Leben als wer dumm und fleissig ist.

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  • Gutmensch, inkl. MwSt. am 11.04.2011 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Miss-verständnis

    Der Zusammenhang zwischen Studium und Intelligenz wage ich in der heutigen Zeit arg anzuzweifeln. Die meisten meiner Studenten studieren einfach, weil ihre Eltern studiert haben oder weil sie aus "gutem/reichem" Hause kommen. Ausserdem kann mit Komm.wiss./Pädagogik/etc. heutzutage eh jeder an die Uni... So gesehen habe ich eher das Gefühl, dass die Studenten (und natürlich auch Missen) generell dümmer werden. Aber seit "Intellektueller" zu einem Schimpfwort verkommen ist, kann man das auch als Kompliment werten ;) btw: "Idiocracy" --> toller Film!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • ausser konkurenz am 13.04.2011 22:53 Report Diesen Beitrag melden

    blo-bra-ro

    für eine Misswahl muss man nicht studiert haben ein bisschen allgemeinwissen und Schweizergeograpie gemisch mit nachdenken würde schon reichen.

  • Dani am 12.04.2011 07:39 Report Diesen Beitrag melden

    Oder so

    Werden nun die Missen gebildeter oder unsere Studentinnen einfach auch mehr und mehr zu hirnlosen Werbe-Konsumenten?

    • liatia am 12.04.2011 10:36 Report Diesen Beitrag melden

      wie wahr

      leider Letzteres, denn wer genügend Grips hat, weiss, dass einen ein Missentitel nirgends hinbringt ausser in die Fantasie eines Männerhirns - oder wieviele Ex-Missen sind wirklich erfolgreich, und wieviele versumpfen als Möchtegernschauspielerin/Model/Moderatorin?

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  • Waden Beisser am 12.04.2011 07:04 Report Diesen Beitrag melden

    What's up

    Oh je - seit dem Plagiator zu Guttenberg ist "Studium" noch lange kein Blanko-Scheck für Intelligenz!?

  • Ivan am 11.04.2011 23:46 Report Diesen Beitrag melden

    Frauentauglich

    Die Universitäten sind ja Frauentauglicher als für Männer.. :-)

  • Bruno am 11.04.2011 21:48 Report Diesen Beitrag melden

    Was heute viele wollen

    Es ist typisch für die heutige Zeit, dass man gleich alles will. Schön und intelligent sein, schauspielern und singen können, prominent und reich werden um sich dann arrogant vom Pöbel abzuschotten und völlig naiv zu glauben, dass einem die Leute dafür bewundern.