Luna Wedler über ihren Erfolg

14. November 2018 13:18; Akt: 14.11.2018 13:55 Print

«Meine Instagram-DMs beantworte ich nicht»

von Schimun Krausz - «Das schönste Mädchen der Welt» hat Luna Wedler im deutschsprachigen Raum bekannt gemacht. Am wohlsten fühlt sich die 19-Jährige aber immer noch zu Hause in Zürich.

Die 19-Jährige verrät uns ihre liebsten Ecken in Zürich. (Video: Schimun Krausz)
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Luna, du hast gerade eine Hauptrolle in einem deutschen Kinofilm gespielt, die nächste steht bereits an. Wie empfindest du den neuen Rummel um deine Person?
Ich merke schon manchmal, dass die Leute mich kennen, vor allem auf Filmpromo in Deutschland – da entsteht auch Druck. Es ist jedoch auch sehr schön, Anerkennung zu bekommen. Aber wenn ich in Zürich bin, dann bin ich zu Hause und kann einfach Luna sein.

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Was hältst du von Zürich?

Kannst du Komplimente annehmen?
Nein, darin bin ich ganz schlecht. Natürlich bedanke ich mich aber.

Was erdet dich?
Meine Freunde, meine Familie – Zürich halt. Hier kann ich ich selbst sein, muss nicht immer über Filme und was ich mache sprechen, sondern kann einfach Zeit mit meinen Freunden verbringen, Kaffee trinken und über ihre Schul- und Liebesprobleme sprechen.

Sie wollen aber sicher wissen, was bei dir abgeht.
Ja, aber sie löchern mich nicht. Das macht richtige Freunde ja auch aus: Sie freuen sich für dich, wenn du Erfolg hast und es dir gut geht, vergessen dabei aber nicht das normale Leben.


Der Trailer zu «Das schönste Mädchen der Welt». (Video: Tobis/Impuls)

Erfolge im Schweizer Kino, Durchbruch im deutschen – musst du trotzdem noch normal an Castings gehen?
Klar, das muss jeder Schauspieler. Ausser, ein Drehbuch wird genau auf ihn zugeschnitten. Auch für «Das schönste Mädchen der Welt» hatte ich zwei Castingtermine.

Wie gehst du mit einer Absage nach einem Casting um?
Weinen tu ich jedenfalls nicht.

Was dann?
Eine Zigi rauchen.

Für Castings und Dreharbeiten reist du oft herum. Wie vertreibst du dir dabei die Zeit?
Mit Schlafen und Lesen.

Bist du jemand, der überall problemlos schlafen kann?
Schon, aber im Flugzeug schläfst du ja immer scheisse. Und Hotelzimmer finde ich ab und zu recht creepy. Ich glaube ja nicht an Energien und so, aber trotzdem. Durchs Herumreisen wird die Schauspielerei manchmal schon zu einem einsamen Beruf. Du fliegst für ein Casting nach Berlin, kommst am Abend zurück nach Zürich und am nächsten geht es für zwei Tage nach Köln ...

Wie bekämpfst du dieses Gefühl des Alleinseins?
Das bin ich noch am Herausfinden und Lernen. Ich trage das meistens nicht nach aussen, weil ich meine Familie und Freunde nicht damit belasten möchte.


Im gefeierten Schweizer Drama «Blue My Mind» spielte Luna 2017 ebenfalls die Hauptrolle. (Video: Frenetic Films)

Der erste Post auf deinem Insta-Account ist von November 2017 …
Den Account habe ich damals neu aufgesetzt. Ich habe schon auch einen privaten – aber der bleibt privat. Ich habe den öffentlichen Account auch erstellt, weil Follower heutzutage halt auch zählen – auch wenn ich daran glaube, dass das Talent ausschlaggebend ist.

Du hast bald 20’000 Follower. Also bekommst du wohl eine Menge Nachrichten – liest du sie?
Ich lese die DMs, aber – und da muss ich mich bei meinen Fans, wenn ich sie denn so nennen darf, entschuldigen – ich beantworte sie nicht. Damit fange ich gar nicht erst an, das würde zu viel Zeit verschlingen. Aber es sind mega herzige Nachrichten dabei.

Wie viel Zeit wendest du für deine Social-Media-Kanäle auf?
Kein Blaze. Wirklich nicht. Ich checke und füttere Instagram einfach immer mal wieder, wenn ich gerade Bock oder eben was zu sagen habe. Ich bin aber kein Influencer, der jeden Tag ein Foto hochlädt und dafür stets auf der Suche nach einer guten Location ist. Instagram macht mir Spass, es ist kein Job für mich.


Mit «Amateur Teens» begann 2015 Lunas Kinokarriere. (Video: Look Now!)

Social Media nehmen also keinen bedeutenden Teil deiner Freizeit ein. Was treibst du denn, wenn du mal Zeit für dich hast?
Ich kann nicht stillsitzen. Wenn ich einfach daheim hocke, stellt sich bei mir schnell Stress ein – ich muss irgendwas machen. Im Sommer gehe ich gern in die Badi oder lese etwas. Ich versuche auch, Neues zu lernen, weil ich schon länger nicht mehr in eine klassische Schule gegangen bin.

Wie bildest du dich denn selbst weiter?
Ich versuche, viel zu lesen. Sowieso Zeitung. Ich würde gern Italienisch und Französisch lernen. Ich habe ganz viele Listen auf meinem Handy mit Dingen, die ich noch lernen will. Auch Geschichte ist dabei, Kunst.

Du hast eine To-learn-Liste?
Schon irgendwie. Oder mehr eine Liste von Dingen, die mich interessieren. Und wenn ich ein Thema bearbeitet habe, hake ich es ab.

«Das schönste Mädchen der Welt» läuft zurzeit noch in ausgewählten Deutschschweizer Kinos und erscheint im Februar fürs Heimkino und On Demand.