Neuer Song

07. Dezember 2018 09:33; Akt: 07.12.2018 09:33 Print

Nemo meldet sich zurück – und klingt ganz anders

Nemo legte einen steilen Aufstieg hin, dann nahm er sich eine Auszeit vom Rampenlicht. Nun veröffentlicht der Bieler Erfolgsmusiker einen neuen Song.

Nemo erklärt Ende 2017 gegenüber 20 Minuten, warum er sich eine Bühnenauszeit nimmt. (Video: Philipp Stirnemann / Schimun Krausz / Interview: Katja Fischer)
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Der Erfolg

Als 15-Jähriger begeisterte Nemo 2015 bei «Die grössten Schweizer Talente», dann gelangen ihm mit «Ke Bock» und «Du» zwei nationale Ohrwürmer, die es auf mehrere Millionen Streams brachten, und bei den Swiss Music Awards setzte er als vierfacher Preisträger neue Massstäbe.

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Die Auszeit

Vor gut einem Jahr entschied der Bieler trotzdem oder deswegen: Er braucht eine Pause vom Rummel und dem Rampenlicht. «Wenn man ständig Output liefert, kommt das kreative Auftanken zu kurz. Ich will mir mehr Zeit nehmen zum Schreiben und Musikmachen. Mal schauen, was aus mir raussprudelt», sagte er damals zu 20 Minuten.

Die Rückkehr

Nun, es hat gesprudelt, Nemo ist wieder da. Ohne Ansage veröffentlicht der 19-Jährige heute einen neuen Song. Er sagt: «Es tat gut, dem Studio und dem Schreiben mal wieder Zeit widmen zu können.»

Der neue Sound

Auf «Crush uf di» ist Nemo kaum wiederzuerkennen. Seine Stimme ist vom Autotune verzerrt, die Produktion kommt reduziert und verspielt daher, weg vom gewohnten Pop-Raster.


So klingt Nemo auf «Crush uf di».

Will er Erwartungen brechen, sich neu erfinden? «Nein. Ich bin sehr dankbar, dass ich im Moment die Freiheit habe zu experimentieren. Das Verlangen, meinen Stil schon komplett zu definieren, habe ich nicht. Wer weiss: Vielleicht wird ja bald ein Song nach Heavy Metal tönen», erklärt er lachend.

Der Song

Der Song ist von A bis Z von Nemo selbst produziert. Und null autobiografisch, wie Nemo erklärt. Die Idee sei gewesen, das viel und positiv benutzte Wort Crush (auf Deutsch: verschossen sein in jemanden) in einem düsteren Track und in einer traurigen Story zu brauchen.

Zum Schaffensprozess sagt Nemo: «90 Prozent vom Song ist in einer Nacht vor etwa einem halben Jahr entstanden. Es gab den Beat und ich fing an, darüber zu improvisieren. So kam immer mehr zusammen, die Rohidee stand um 4 Uhr morgens.» Danach verpasste er dem Song mit Produzent Big J den Feinschliff.

Und weiter?

Ob nach «Crush uf di» noch mehr kommt, will Nemo zurzeit nicht verraten. Seine letzte EP «Fundbüro» erschien im November 2017. «Jetzt ist mal dieser Song draussen. Ich bin gespannt auf die Reaktionen und freue mich, wieder unterwegs zu sein mit Dr. Mo.» Der Produzent seines Vertrauens hat übrigens vergangene Woche mit «Nie meh» sein Solodebüt gegeben.

(fim)