Influencerin Leutenegger

06. November 2019 10:30; Akt: 06.11.2019 10:30 Print

Sara ist hässig auf Insta – und setzt jetzt auf Tiktok

Wegen eines neuen Instagram-Algorithmus hat Sara Leutenegger viel Reichweite eingebüsst. Die Schweizer Top-Influencerin hat darum ein neues Pferd im Stall.

Wie geht mein Tiktok-Video durch die Decke? Influencerin Sara Leutenegger gibt Profi-Tipps. (Video: S. Leutenegger)
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«Der Moment, in dem alles im Arsch ist», lässt sich Sara Leutenegger (25) in einem Instagram-Video aus. Und es ist nicht zu übersehen und -hören: Die sonst so gut gelaunte und hochmotivierte Influencerin ist hässig. «Du hast dir mega Mühe gegeben, um etwas aufzubauen. Und plötzlich pusht dich Instagram einfach nicht mehr, zeigt deine Bilder nicht, schränkt dich ein und gibt dir keine Reichweite mehr.»

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Vor einem Jahr hat die Zürcher Ex-«Germany's next Topmodel»-Kandidatin ihren Job als Bauzeichnerin aufgegeben und voll auf die Influencer-Karte gesetzt. Inzwischen gehört sie in der Schweiz zu den Communitystärksten ihrer Zunft, auf Insta hat sie 112'000 Follower.

Insta vs. Influencer

Nun soll Sara den Zenit erreicht haben. Das zeigt zumindest ihre Insta-Statistik. Während sie beispielsweise für ein Rezept-Video einst um die 40'000 Views erreicht habe, verzeichne sie heute nur noch rund 4000 Views, beklagt sie in ihrem Post.

Sie habe untersucht, wann der Sinkflug eingesetzt habe, auch bei Influencer-Kollegen. Bei vielen habe die Kehrtwende um den gleichen Tag herum im August stattgefunden. «Das zeigt mir, dass Instagram wieder mal den Algorithmus angepasst hat. Und nicht zu unseren Gunsten.»

«Feeling you»

Mit ihrem Wut-Post scheint Sara ihren Berufskollegen aus der Seele zu sprechen. Einige haben sich unter dem Video geäussert. «Feeling you», pflichtete Fashion-Bloggerin Michèle Krüsi (26) bei. Bei Model Jennifer Stein hätten sich die Likes halbiert, kommentiert diese. «Hab mich schon gefragt, was auf einmal passiert ist.» Travel- und Beauty-Influencerin Angelina bedankt sich, dass Sara das Problem thematisiert. «Meine Posts werden nur eingeschränkt angezeigt.»

Auch Ex-Bachelor und Lifestyle-Influencer Joel Herger (36) liess kürzlich Dampf ab. «Warum schränkt Instagram unsere Reichweite ein und erwartet von uns zu zahlen, um unsere Freunde wieder zu erreichen?», empörte er sich in einer Story.

Kurz später legte er nach: «Instagram ist einfach geldgeil.» Er habe die Zuständingen deshalb schon mehrfach kontaktiert, aber keine Antwort bekommen.

2,2 Millionen Views

Sara Leutenegger gibt sich kompromissbereit. Sie wäre durchaus bereit, für gesponserten Content zahlen, um mehr Leute zu erreichen, sagt sie zu 20 Minuten. «Wenn es aber Alltagsbilder oder -videos sind und kein Produkt oder Brand dahintersteckt, sehe ich das nicht ein.»

Sie will sich die Freude an Social Media aber nicht nehmen lassen. Und mittlerweile konnte sie ihre Community auch wieder vergrössern – zumindest abseits von Insta.

Seit kurzem ist sie zusätzlich auf Tiktok unterwegs. Erfolgreich: Ein Kurzvideo, in dem sie einen Schneeball nach ihrem Ehemann wirft, hat sie 2,2 Millionen Views erreicht (Stand 5. November).

Superstars springen auf

«Tiktok macht richtig Spass», sagt Sara über ihr neues Standbein. «Es geht authentischer zu und her als auf Insta. Hier gehts nicht um das perfekte Leben, sondern um pure Unterhaltung.» Sie ist überzeugt: Tiktok ist nicht nur die App der Stunde, sondern der Zukunft. «Der Hype ist jetzt auch bei einigen Superstars angekommen.»

Bei Heidi Klum zum Beispiel. Sie ist erst seit wenigen Wochen Userin. «Meine Tochter Leni sagte, ich solle mir Tiktok zulegen», so das Topmodel bei ihrer Premiere. Und ebenso bei Will Smith dürften die Kinder bei seinem kürzlichen Einstand ihre Finger mit im Spiel gehabt haben: «Ich befürchte, ich bin jetzt auf Tiktok», so der Schauspieler in seinem ersten Clip.


«Was ist eigentlich los mit Instagram?»: Sara Leutenegger regt sich über die Social-Media-Plattform auf. (Video: Insta)

(kfi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • wirzwei am 06.11.2019 10:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gefährliche Selbstdarstellung

    Influencerinnen sind halt nun mal vergänglich. Die ist ja nur eine Selbstdarstellerin und dies ist kein Beruf.

  • Baerentoeter am 06.11.2019 10:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So what?

    so what? Das ist jetzt aber nicht wirklich wichtig, oder? diese selbsternannten influencerinnen und influencer vermüllen doch meistens nur das Netz und die Social-Media-Plattformen! Wie wäre es mit ehrlicher Arbeit?

  • RommyFriedel am 06.11.2019 10:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kenne ich nicht

    Äh... Sara... wer?

Die neusten Leser-Kommentare

  • IchDuWir am 06.11.2019 19:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Scheinwelt

    Macht eine Ausbildung und geht arbeiten.....Diese Influencer haben den Boden unter den Füßen verloren!

  • Goofy am 06.11.2019 19:01 Report Diesen Beitrag melden

    Arbeiten

    Anstatt sich zu ärgern, könnte man es ja auch mal mit "ehrlicher" Arbeit versuchen. Viele dieser Internet-"Grössen" sind ja eigentlich nur einfache Tagediebe !

  • Nela am 06.11.2019 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    Schneeballschlacht

    "Ein Kurzvideo, in dem sie einen Schneeball nach ihrem Ehemann wirft, hat sie 2,2 Millionen Views erreicht". Toller Satz! Zum Glück hat diese Frau ihren Spass bei Tiktok. Eine normale Arbeit (ok, bin eifersüchtig, ich möchte auch mit Schneebällen mein Geld verdienen :-) ) wäre wahrscheinlich zu viel für sie. Die Viewer sind keinen Deut besser, wer schaut sich das an?

  • pretty_licka am 06.11.2019 16:48 Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • popi am 06.11.2019 16:12 Report Diesen Beitrag melden

    Es muss der Algorithmus sein

    Es kann ja nicht sein, dass man als Influenzerin Lemminge verliert.