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10. Mai 2019 04:50; Akt: 10.05.2019 13:25 Print

Unigag und Schwiizchiste versuchen sich als Rapper

Die Schweizer Social-Media-Stars Ramin und Julian von Unigag und Robin von Schwiizchiste sind jetzt Rapper: «Te Quiero» heisst ihr erster Track, geschrieben wurde er von Marc Galaxy.

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«I don't fucking kero, featuring Sombrero, dini Meinig juckt mich zero», lauten die ersten Zeilen des Rap-Tracks «Te Quiero», der von den Schweizer Social-Media-Stars Julian Graf (26), Ramin Yousofzai (27), Robin Pickis (25) und Marc Galaxy (20) am Mittwoch veröffentlicht wurde. Auf Youtube hat das dazugehörige Musikvideo 20 Stunden nach Release schon über 20'000 Views geholt.

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Wie findest du den Song «Te Quiero»?

Eigentlich sind Robin, Julian und Ramin für ihre Memes auf den Instagram-Accounts Unigag und Schwiizchiste bekannt. Marc machte sich auf Youtube einen Namen. Dass sich das Quartett nun aber als Gangster-Rapper versucht, entstand durch einen nicht ganz ernst gemeinten Gag mit ihrer Community.

Robin Pickis aka Schwiizchiste erklärt, wie es zum Song «Te Quiero» kam.

Was war die Idee?

«Viele Namen von Rappern enden auf die drei Buchstaben -ero. Deswegen habe ich meine Follower gefragt, wie der nächste Jung-Rapper wohl heissen wird», erklärt Robin.

Über 2000 Antworten erhielt er auf seine Frage. Dann liess er seine Follower abstimmen. Das Ergebnis: I don't Kero und Sombrero waren die beliebtesten, potenziellen Rapper-Namen.

Wie ist der Song entstanden?

Robin dachte sich: «Es wäre megawitzig, wenn sich diese imaginären Rapper – I don't Kero und Sombrero – in echt zusammen schliessen würden und tatsächlich einen Song veröffentlichten.» Kurzerhand produzierte er einen Beat. Pickis veröffentlichte bereits mehrere eigene Tracks und Remixes.

Den zeigte er seinen Freunden Julian und Ramin von Unigag, sie waren begeistert: «Wir entschieden, das müssen wir umsetzen.»

Und wie kam Marc Galaxy ins Boot? «Marc schickte uns eine Sprachmemo, auf der er zu dem besagten Beat rappte. Es klang super. Da war uns klar: Er muss dabei sein», so der Schwiizchiste-Macher. Letztlich haben sie den Song zu viert aufgenommen – in Robins Wohnzimmer.

Wie kommt der Track daher?

«Baby, du bisch alles für mich, würd fast sege, du bisch Gott» – so und ähnlich lauten die Deutschrap-typischen Lyrics, die eine Liebesgeschichte erzählen. Mit den obligaten vulgären Zeilen beigemischt.

Die Kulisse des Musikvideos ist genauso typisch: Auf einem Industriegelände posieren die drei Uni-Absolventen in Trainern vor Luxusautos und markieren die Obermacker – immer mit sichtbarer Ironie.

«Wir haben uns der typischen Deutschrap-Klischees bedient und einen auf krass gemacht – natürlich nur gespielt», erklärt der 25-Jährige den ungewohnten Auftritt. Was schon bei der Namenswahl begann, ziehen sie in Musik und Video weiter: Sie machen das alles mit einem Augenzwinkern.

Was sind die Ziele?

«Wir haben alle vier mega Freude am Song. Wir werden ihn auch auf Spotify stellen. Auf Youtube läuft er schon super», so Robin über das weitere Vorgehen. Liegen sogar die Charts drin: «Witzig wäre es ja schon, wenn der Track in der Hitparade landen würde.»

Wie sind die Reaktionen?

Laut Robin ist das Feedback sehr gut ausgefallen. Den Grund für die positive Resonanz sieht Pickis in der Aktualität des Themas: «Deutschrap-Songs klingen alle sehr ähnlich. So auch die Namen und die Musikvideos der Deutschrap-Künstler. Hinzu kommt, dass sich alle einfach zu krass fühlen.» Dass sie das «hochnehmen, und dass der Song trotzdem auch catchy ist», komme bei der Community sehr gut an.

Und wird es weitere Songs geben?

Darüber hat sie das neue Rap-Kollektiv noch keine Gedanken gemacht. Aber: «Potenzial ist da, um I don't Kero und Sombrero auszubauen. Die Leute hätten sicher Freude daran», sagt Schwiizchiste-Robin.

Von ihren Followern hätten sie auch schon einige Vorschläge zur Fortsetzung ihrer glorreichen Rap-Karriere bekommen: «Viele schrieben uns: ‹Falls Loredana jetzt am Openair Frauenfeld nicht auftritt, dann müsst ihr ihren Platz einnehmen.›»

Er werde sicher weiter Musik produzieren. Robin: «Falls was Gutes dabei rauskommen sollte, dann werde ich es Marc schicken. Mal schauen, ob sich so was ergeben wird.»

(mim)