Miss-Wahl ohne SRG

03. Oktober 2011 07:30; Akt: 03.10.2011 09:35 Print

Von Miss «Aldi» bis Miss «Dolder Grand»

von Bettina Bendiner - Die SRG zieht der Miss-Schweiz-Wahl den Stecker. Doch wie geht es weiter? Für den Wettbewerb der Schönsten gibt es verschiedene - wenn auch nicht allzu vielversprechende - Optionen.

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Ist Alina die letzte Miss Schweiz? Noch ist alles offen.

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Nie wieder weint eine frischgekürte Miss Schweiz im staatlichen Live-TV. Die SRG will nach vielen Jahren nichts mehr von der Schönheitskönigin wissen – und kippte die Show am Freitag, 30. September 2011 aus dem Programm. Was für Ex-Miss-Schweiz Kerstin Cook «ein Skandal» ist, war für andere längst überfällig. Dem zarten Damen weht ein eisiger Wind entgegen – wohin sie dieser bläst? Das ist zurzeit unklar.

Umfrage
Was soll mit der Miss-Schweiz-Wahl geschehen?
10 %
8 %
5 %
77 %
Insgesamt 737 Teilnehmer

Show kostet rund eine Million Franken

Christoph Locher, Chef der Miss-Schweiz-Organisation und sein Team überlegen, diskutieren und wägen ab, wo die Reise hingehen soll. «Es ist alles möglich, wir prüfen sämtliche Optionen», sagt er zu 20 Minuten Online. Und: «Es geht nicht darum, die Wahl um jeden Preis ins Fernsehen zu bringen. Der Rahmen muss einfach stimmen», ergänzt Locher. Dieser Rahmen ist teuer. Experten schätzen die Kosten der Schönheitsshow auf rund eine Million Franken. Die Hälfte finanzierte die SRG angeblich mit Gebührengeldern, die andere Hälfte kam aus Miss-Schweiz-spezifischem Sponsoring, Werbung und den Einnahmen aus dem Televoting.

Die Fernsehshow ist nicht nur eine Frage des Kanals, sondern vor allem der Finanzierung. Anders als in Deutschland oder Italien verdienen sich Schweizer Privatsender wie 3+ noch keine goldene Nase. Für die «Kleinen» bleibt nicht viel übrig. Mindestens 500 000 Franken – und ein paar gute Ideen – wären laut Insidern nötig, um die Show ohne grosse Qualitätseinbussen im Privatfernsehen zu zeigen. Ob ein Sender wie 3+ diese Summe aufbringen könnte bzw. ob die Miss-Schweiz-Sponsoren mitmachen würden, ist zurzeit schwierig einzuschätzen.

Ist Alina die letzte Miss?

Und ob die halbe Million reicht, steht sowieso in den Sternen. Das Defilee der Eitelkeiten könnte auch als Casting-Show à la «Germany’s Next Topmodel» über den Bildschirm flimmern. Ob das der Marke Miss, die nach wie vor exklusiv und nicht ganz von dieser Welt sein soll, entgegen kommt, bleibt zu diskutieren. Dem käme schon die Planung einer hochexklusiven Krönung im kleinen, edlen Kreis näher. Das wäre auch eine Option: Die Miss Schweiz unter Ausschluss der gemeinen Öffentlichkeit in einem Luxushotel nach Wahl zu krönen. Der Vorteil: Die Wahl hat was mysteriöses, exklusives. Der klare Nachteil: Kaum einer kriegts mit.

Zum Schluss bleibt noch eine drastische Lösung: Die Miss-Organisation macht zu. Und Alina Buchschacher geht als letzte Miss Schweiz in die Geschichte ein.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Daniel am 03.10.2011 09:05 Report Diesen Beitrag melden

    Liegt nicht mehr im Trend

    Der Trend geht kalr weg von den Magermodels und Schönheitskönigennen. Ob es den Hochglanzmagzinen passt oder nicht, wir Männer bevorzugen naturlich schöne Frauen astatt herausgeputzte Schönheitspüppchen.

  • Nathalie am 03.10.2011 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Immer

    es wird immer eine Miss geben. das finde ich schön so!

  • Denise am 03.10.2011 10:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hasta la vista!

    Das einzig richtige: Abschaffen! Und die 500'000.-- spenden, tausendmal sinnvoller!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Danke am 05.10.2011 07:48 Report Diesen Beitrag melden

    Ideologische Misswahlen sind Misserfolg

    Schön, das war zu erwarten. In den letzten Jahren hat man zunehmend mit den Missen der Schweiz ein Bild vorgeben wollen, was dem Bild der Schweiz nicht entspricht. Nichts gegen exotische Schönheiten: Aber die Schweiz besteht nicht nur Exoten. Vielleicht schafft ein privater Sender was SRG und Co nicht hinbekommen haben: Ein Wahl, in der "Ursprüngliches" nicht zum Malus und exotisches nicht zum Bonus wird.

  • B.Ambiel am 04.10.2011 00:27 Report Diesen Beitrag melden

    Miss

    Wie währe es mit Miss RED BULL?

  • norrin radd am 03.10.2011 18:03 Report Diesen Beitrag melden

    idee

    Wie wäre ein Misswahl über Internet.Die Show wird auf Youtube hochgeladen und abstimmen über Twitter oder Facebook.Anschauen kanns dann jeder der will.

  • Susi Sorglos am 03.10.2011 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Welch ein Drama

    Wer würde es merken? Hat die CH noch andere Probleme?

  • andi am 03.10.2011 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    bitte einfach nicht...

    bitte einfach nicht auf pro7 oder sat1 schweiz ausstrahlen, während eigentlich eine gute sendung laufen würde, die wir dann in der schweiz nicht zu sehen kriegen. lieber ganz abschaffen!