Undefinierte Liebe

29. Oktober 2018 21:35; Akt: 29.10.2018 21:35 Print

Warum Manuela und Bastian ein Vorbild sind

Sie sind mehr als nur Freunde, aber sie wollen kein Paar sein: Manuela Frey und Bastian Baker lassen ihren Beziehungsstatus offen. Eine Expertin erklärt, warum das gut ist.

Für alle, die es genau wissen wollen: Bastian Baker erklärt seine Beziehung zu Manuela Frey. (Video: 20 Minuten)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Das Model Manuela Frey (22) und der Popstar Bastian Baker (27) «haben etwas miteinander», wie sie am Wochenende erstmals zugegeben haben. Doch die Nachricht kommt mit einem wichtigen Zusatz: Die beiden sehen sich nicht als Paar.

Umfrage
Wie findest du Manuela und Bastians Umgang mit ihrer Beziehung?

Sie würden sich alle drei, vier Wochen treffen, und wenn sie sich sähen, sei es «grossartig», wie Bastian erklärt. Aber beide wollen ihre Karrieren vorantreiben, eine feste Beziehung zu pflegen kommt für sie zurzeit nicht infrage. «Wir wollen nicht als neues Traumpärchen abgestempelt werden, unsere Liebe braucht den nötigen Freiraum, um sich zu entwickeln», sagt Manuela.

Alle gemeinsamen Bilder von Bastian und Manuela
Alle gemeinsamen Bilder von Manuela und Bastian sehen Sie in der Bildstrecke.

Die beiden betreten damit Promi-Neuland: Vor ihnen sind noch keine Berühmtheiten so zu ihrem undefinierten Beziehungsstatus gestanden. Eine Ausgangslage mit Risiken. Aber vor allem mit Chancen.

Die Vorteile:
Manuela und Bastian sind beide beruflich viel und international unterwegs. «Sie können entspannter ihren Jobs nachgehen, sich freier fühlen», sagt die Sexual- und Psychotherapeutin Dania Schiftan. Wichtig sei allerdings, dass die beiden über ihren Beziehungsstand reden würden. «Wenn es für beide stimmt, ist es richtig. Beide müssen sich bewusst sein, was sie eingehen, und das mit ihren Gefühlen zur Übereinstimmung bringen.»

Schiftan ist überzeugt: «Das muss keinen Verzicht bedeuten! Viele möchten gar nichts anderes.» Und die Beziehung könne sogar besser sein als eine im klassischen Modell. Denn: «Die zwei müssen fortlaufend klären, wo sie stehen. Das fehlt in Beziehungen nach klassischem Muster oft.»

Das Risiko:
Die Beziehung funktioniert nur, solange beide dasselbe wollen. «Der grösste Fehler ist, dass man es dem anderen zuliebe macht», sagt Schiftan. Die Erwartungen von beiden müssen klar sein. «Auch wenn es wenig Verbindlichkeiten gibt, gibt es Richtlinien, was geht und was nicht. Das kann man nicht allein ausfantasieren, das muss man aussprechen. Dann ist es fair für beide.»

Die Vorbildfunktion:
Manuela und Bastian können ein Vorbild sein, findet die Expertin. «Wir reden darüber. Das kann Leute anregen und ermutigen, selbst über ihre Beziehungen nachzudenken. Und es ist eine Errungenschaft, dass wir heutzutage zu verschiedenen Beziehungsformen stehen können.»

Früher hätten wohl viele die Fassade einer klassischen Beziehung gepflegt, aber nicht danach gelebt. «Unser Zeitgeist macht es möglich, dass man das explizit benennen kann.» Ein weiterer Pluspunkt: Manuela und Bastian müssen ständig aushandeln, woran sie als Paar sind. «Es würde allen Menschen guttun, wenn sie ihre Beziehung laufend hinterfragen würden», sagt Dania Schiftan.

Die Zukunft:
Manuela und Bastian sagen, dass sie sich über ihre gemeinsame Zukunft keine Gedanken machen würden. «Wir leben im Moment», so Bastian. Und das kann gemäss der Expertin auch noch lange so weitergehen: «Eine Beziehung kann man endlos so führen», sagt Schiftan. Wenn sich beide an die Spielregeln halten.

(fim)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Minni am 30.10.2018 05:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorbild???

    Ich finde nicht, dass das eine vorbildliche Beziehung ist. Es spiegelt nur die Grundhaltung heutzutage, dass man den Batzen und s Weggli will und keine Kompromisse eingehen will. Ich bin seit 14 Jahren glücklich verheiratet. Mein Mann folgte mir beispielsweise für meine Karriere ins Ausland, legte seine eigene Karriere 5 Jahre auf Eis. Jetzt ist er an der Reihe und ich fahre zurück. So und nur so hat eine Beziehung die Möglichkeit jahrelang zu bestehen. Aber heutzutage hat man ja auch daran kein Interesse mehr. Fliegende Wechsel sind so viel einfacher.

    einklappen einklappen
  • Future am 29.10.2018 22:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    2018

    Passt zur heutigen Gesellschaft, ja keine Verpflichtungen eingehen. Es zählt nicht das miteinander, sondern das nebeneinander in dieser sogenannten offenen Beziehung. Eine ebenfalls sogenannte Expertin will das noch als vorbildlich ansehen? Na toll.

  • Der Dude am 30.10.2018 03:37 Report Diesen Beitrag melden

    So einen...

    Was für einen Schmarren, aber Hauptsache man kann alles schön reden und zu tode analysieren, obwohl nicht viel mehr als Karrieregeilheit und Bequemlichkeit dahinter stecken. Wenn man sich bloss alle paar Wochen kurz sieht, dann wird bestimmt nicht über die Beziehung gequatscht. Für alles gibt es unterdessen sog. Möchtegern-Experten, welche jedoch nicht selten meilenweit von der simplen Wahrheit entfernt sind.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mirella Morandi am 31.10.2018 18:20 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn ich verliebt bin, dann möchte ich

    mein Liebesobjekt nicht bloss alle 3 Wochen sehen - so selten geht das gar nicht.

  • Ruth am 31.10.2018 14:25 Report Diesen Beitrag melden

    Bastian es gibt bessere Partien als Frey

    Es kommt schon noch die richtige Prinzessin - nur keine Torschluss-Panik

  • Bartli am 30.10.2018 16:51 Report Diesen Beitrag melden

    Auch Experte von Fernbeziehungen

    Hier wird eine wirtschaftlich ideales Karrierebild eines Lyfstilpaares vorgetragen. Man stelle sich nur einmal vor, wie es Rome und Julia ergangen wäre, wenn sie heute total verarmt, für ihr Geld arbeiten, zumsammen Kochtöpfe einkaufen müssten und Kindergeschrei ertragen. Mammamia. In dem Fall sieht es eher so aus: Ferne sehnt sich Nähe und Nähe ersehnt sich wieder Ferne. Wenn die dauernd zusammen wären, sähe ihre Beziehung etwas anders aus. So werden heute Traumpaare erschaffen. itt der heutigen Scheidungsrate kann man sich in etwa denken, wie deren Chance bei naher Beziehung aussähe.

  • Adelheid am 30.10.2018 16:48 Report Diesen Beitrag melden

    Heutige Zeit

    Ich lese hier so oft ' es spricht für die heutige Zeit das...' Das Einzige was wirklich für die heutige Zeit spricht ist die Tatsache, dass -zich Menschen sich anmassen öffentlich zu urteilen, was nun geht, was nicht, sich als angebliche Moralapöstelchen aufspielen, am Ende aber keine Ahnung haben, was Sache ist und was nicht. Dass es in den Medien ist, liegt doch wohl allein an den Medien und daran dass zwei Menschen keine Lust hatten von diesen, in eine Schublade gestopft zu werden...Legitim.

  • Kungfu Panda am 30.10.2018 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    Wohl eine Alterserscheinung

    Die beiden sind noch sehr jung und noch nicht in einem Alter, in dem sie sich festlegen möchten oder bräuchten. Völlig normal mit Anfang 20. In 10 Jahren schon wird es wahrscheinlich bei beiden anders tönen. Ob diese jetzige Sichtweise in jedem Lebensabschnitt angebracht ist, wage ich zu bezweifeln.