Model-Alltag

02. Februar 2011 23:08; Akt: 02.02.2011 23:08 Print

Warum sieht Julia Saner so müde und traurig aus?

von Bettina Bendiner - Dior, Chanel, Valentino – die Designer liegen Julia Saner zu Füssen. Doch der Knochenjob hinterlässt Spuren – und macht müde.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ein Termin jagt den nächsten, Julia Saner sprintet in Paris von Laufsteg zu Laufsteg. Valentino, Dior oder Chanel – Julia verzaubert die ganz grossen Namen des Mode-Business. Doch der Stress geht an der 18-Jährigen nicht spurlos vorbei. Julia wirkt auf Bildern jenseits des Rampenlichts müde und fast ein bisschen traurig.

Schlaf ist Mangelware im hektischen Alltag eines Topmodels. Da muss eine kurze Pause zwischen zwei Shows reichen. «Ich versuche manchmal Power-Schläfchen zu machen», sagt Julia zu 20 Minuten. «Das macht mich wieder fit.» Doch Saner will nicht jammern: «Es ist nicht leicht, den Leuten klarzumachen, dass hinter den schönen Bildern in teuren Kleidern harte Arbeit steckt.» Sie betont: «Mir geht es sehr gut. Ich geniesse die Reisen und dass ich so viele spannende Leute kennen lerne», schwärmt sie.

Trotzdem: Viele Fans sorgen sich um die zarte Schönheit. Sie sei zu dünn, solle mehr essen, raten etwa Leser eines US-Fashionblogs. Ihre Bedenken lacht Julia weg: «Ich achte darauf, gesund zu essen. Ohne Energie könnte ich mein Programm niemals durchstehen.» Saner hat ihre Grenze klar definiert: «Wenn ich hungern müsste, dann würde ich aufhören. Ich mache den Job, solange ich mich gut dabei fühle.» Sie habe ihre Matura – «das gibt mir Sicherheit».