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15.04.2019 Print

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Leben retten mit künstlicher Intelligenz

Ein neuer Masterstudiengang vereint die Disziplinen Medizin, Informatik und Wirtschaft. Damit sollen Studenten fit gemacht werden für eine Karriere im Gesundheitswesen von morgen.

Unsere Gesundheit wird immer digitaler. Sport-Apps, Fitnessarmbänder oder vernetzte Herzschrittmacher sammeln Tag und Nacht Daten über uns. Diese können unser Leben verlängern. Wie das geht, lehrt ab Herbst ein neuer Masterstudiengang der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW in Muttenz. «Studenten erwerben dort die Fähigkeiten, mittels Computer-Code Leben zu retten», sagt Studiengangsleiterin Enkelejda Miho von der Hochschule für Life Sciences FHNW. Der Studiengang heisst Medical Informatics und schafft einen gänzlich neuen Berufszweig. Der Schlüsselbegriff lautet Big Data, also die Analyse von grossen Datenmengen mittels künstlicher Intelligenz. Sie hilft den Ärzten beispielsweise dabei, auf Tausenden von Tomografie-Bildern einen Tumor zu erkennen.

Der Master bringt nicht nur die Fächer Medizin und Informatik zusammen, sondern integriert auch die Wirtschaft. Denn: Die Algorithmen können Erkenntnisse liefern, die sich auf das Business-Modell eines Spitals auswirken oder dessen Kosten senken. Studiert wird darum nicht nur im Hörsaal, sondern die Studenten arbeiten mit Spitälern und der Pharmaindustrie an realen Fallbeispielen. Um Studenten von so unterschiedlichen Disziplinen in einem Studiengang zusammenzubringen, gibt es diverse Vorkurse, etwa in Programmieren oder in Wirtschaft. Damit können allfällige Wissenslücken geschlossen werden. «Unser Vorhaben ist ambitiös. Aber wenn wir im Gesundheitsbereich weiterhin zu den Besten gehören wollen, müssen wir innovativ sein», sagt Miho.