Zwischennutzung am Hafen

15. Juli 2014 19:09; Akt: 15.07.2014 19:09 Print

«Alle sollen unsere Fläche kreativ bespielen können»

von Mirjam Rodehacke - Der Verein Shift Mode darf seit anfangs Monat den freien Platz an der Uferstrasse zwischennutzen und baut dort nun schrittweise auf. Zudem will er sich für Freiräume einsetzen.

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Der Verein Shift Mode baut langsam auf - ab Mitte August soll der Betrieb an der Uferstrasse erstmals aufgenommen werden. (Bild: Mirjam Rodehacke)

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«Zurzeit sind wir gerade dabei, zwei wichtige zentrale Elemente – unsere Ankerpunkte – aufzubauen. Dabei handelt es sich um einen Infopavillon und um eine Bar namens Marienkäfer», erklärt Shift-Mode-Sprecherin Katja Reichenstein. Diese Punkte sollen der Bespielung an der Uferstrasse einen ersten Rahmen geben, da vieles noch offen ist und sich erst mit der Zeit entwickeln soll. «Wir arbeiten zudem bewusst mit recycelbaren Materialien, da uns auch Nachhaltigkeit sehr wichtig ist.»

Ab Mitte August soll der Betrieb dann mit einer Bar und Loungemusik sowie Konzerten aufgenommen werden. «Dann werden wir auch Events über die Social-Media-Plattformen bekannt geben und gezielt Projekt aufgleisen», so Reichenstein. Im November sollen dann auch die geplanten vier Hallen für den Holzpark entstehen, in dem auch die Scope stattfinden wird. Voraussichtlich wird deren Bau dann nächsten Frühling abgeschlossen sein.

Jeder soll Teil der Entwicklung sein

«Wir sind generell immer offen für Ideen aus der Bevölkerung. Von Installationen über Ausstellungen bis zu kleinen Märkten können wir uns vieles vorstellen, um den Platz zu beleben», so Reichenstein weiter. Die Events sollen dabei bewusst schrittweise und unter Einbezug der Bevölkerung organisiert werden. «Schliesslich soll der Platz für alle frei zugänglich sein – jeder soll und darf mitwirken.» Alle Interessierten sollen die Möglichkeit haben, die Fläche kreativ zu bespielen zu können.

Vorspiel mit unschönem Ausgang

Zudem will sich Shift Mode laut Reichenstein weiterhin für Freiräume einsetzen und die Politik der Stadtentwicklung kritisch verfolgen. Allerdings wurde der Verein selbst schon zur Zielscheibe radikaler Kreise aus dem linksautonomen Milieu. «Es ist schade, dass wir wegen der Teilräumung des Wagenplatzes einen unschönen Start für das gemeinsame Zusammenleben auf dem Platz haben – vor allem da wir ja eine ähnliche Gesinnung vertreten und viel Wert auf ein gutes Miteinander legen.»