Christoph Bürgin

13. März 2011 23:01; Akt: 13.03.2011 22:58 Print

«Anstrengender als aktiv mitzumachen»

von Jonas Hoskyn - Heute startet für Christoph Bürgin seine erste Fasnacht als Obmann des Fasnacht-Comités. Nervös ist der 56-Jährige aber nicht sonderlich.

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Seine erste Fasnacht als Obmann: Christoph Bürgin. (Foto: hys)

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Herr Bürgin, was macht der Comité-Obmann eigentlich das ganze Jahr?
Christoph Bürgin: Im Prinzip nichts anderes als andere Vereinspräsidenten: viel Organisatorisches, viele Sitzungen, bedeutend mehr Repräsentatives und Medienkontakte. In den letzten Monaten wars natürlich ziemlich viel Arbeit – etwa ein 20- bis 30-Prozent-Pensum.

Am Montag grüssen Sie zum ersten Mal als Comité-Obmann die Aktiven – nervös?
Nicht sonderlich. Sehr speziell war die erste Fasnacht als Comité-Mitglied vor zwölf Jahren: erstmals mit Mantel und Hut statt im Goschdyym.

Gibts denn Fettnäpfchen, auf die Sie achten müssen?
Es ist nicht immer ganz einfach, bei dem ganzen Trubel keine Cliquen zu übersehen. Und wir wollen niemanden hervorheben. Es ist viel anstrengender, den ganzen Nachmittag zu stehen und die Cliquen zu grüssen als aktiv mitzumachen.

Welche Gestaltungsmöglichkeiten hat das Comité?
Vieles läuft automatisch. Wir kümmern uns um die Abläufe oder suchen nach Verbesserungen. So bleibt es dieses Jahr am Morgestraich auf Anregung eines Bürgers erstmals auch am Kleinbasler Ufer dunkel.

Machen Sie eigentlich auch selber noch aktiv Fasnacht?
Sonst hätte ich gar nie im Comité mitgemacht. Was we-
gefällt, ist der Montag- und ­Mittwochnachmittag. Dafür mache ich einen extralangen Morgestraich. Und sobald der Cortège fertig ist, heissts: Mantel aus und ab ins Gosch­dyym!