Grand Basel

04. September 2018 15:49; Akt: 04.09.2018 19:23 Print

«Das sind Meisterwerke, darum geht es hier»

Die Grand Basel inszeniert das Auto als Traum- und Kunstobjekt. Die Show der Superlative öffnet sich am Donnerstag dem Publikum.

Bildstrecke im Grossformat »
Am Donnerstag öffnet die Grand Basel erstmals ihre Tore für die Öffentlichkeit. Das neue Messerformat ist eine Autoshow der Superlative. Gezeigt werden automobile Meisterwerke, die von einem Expertengremium kuratiert wurden. Ein opulente Sammlung von eleganten Ferraris aus den 1960er-Jahren ist zu sehen. Cars and Cubes: Die Autos werden auf über 32'000 Quadratmeter in White Cubes inszeniert, der Logik einer Galerie oder eines Museums folgend. Bei den Exponaten handle es sich um Spitzenfahrzeuge aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die in den Kontext von Kunst, Design, Architektur und Lifestyle gestellt werden. Offiziell dauert die Grand Basel vom 6. bis 8. September. Eine exklusive Klientel hat jedoch zuvor schon an zwei Preview-Tagen Zugang zur Schau in der Halle 1. Präsentiert werden die grossenteils von einem unabhängigen Expertengremium ausgewählten rund 100 Fahrzeuge mit einem Versicherungswert von 300 Millionen US-Dollar auf einer Fläche von rund 32'000 Quadratmetern. Für die Auswahl massgebend waren laut den Veranstaltern unter anderem Design, Herkunft, kultureller Wert und historische Bedeutung der Exponate. Mit der strengen Selektion sollen Einmaligkeit und Echtheit der Fahrzeuge sichergestellt werden. Für die erste Ausgabe der Grand Basel waren Bewerbungen für rund 350 Autos eingegangen. Auch ein Klassiker: Der Fiat Panda, der in authentischem Zustand an der Grand Basel als vom aussterben bedrohte Spezies präsentiert. Der GFG Style Sibylla GG80 aus dem Jahr 2018 kommt aus der Feder des Autodesigners Giorgio Giugiaro, der schon Klassiker wie den Maserati Quattroporte entworfen hat. Der elektrische Bolide wird zusammen mit Kunstwerken der Moderne inszeniert. Der darf an der Grand Basel nicht fehlen: Mit dem Monteverdi ist auch ein Schweizer Supercar vertreten. Macht die fehlenden PS mit Charme wett, der Fiat 500 Ghia Jolly aus dem Jahr 1959. Sogar eine Weltpremiere wurde an der Grand Basel enthüllt. Das Auto des italienischen Architekten und Designers Gio Ponti musste 65 Jahre warten, bis es das Licht der Welt erblickte. Mit diesem Slogan freute sich das Kunstmuseum Basel 1967 über den öffentlichen Ankauf von Picasso-Werken. Der Meister selbst schenkte dem Museum aus Dankbarkeit gleich noch drei Gemälde. An der Grand Basel ist nun sein Auto zu sehen, ein Lincoln Continental.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Draussen ist das Auto meist nur Mittel zum Transport von Menschen und Waren. Hier drinnen in der Messehalle ist es Gegenstand von Träumen und Geschichten, ein Objekt der Begierde und ein Kunstwerk. «Das Gebäude ist gefüllt mit Erwartungen», sagt Paolo Tumminelli, Präsident des Expertengremiums der Grand Basel.

Umfrage
Werden Sie die Grand Basel besuchen?

Eine opulente Auswahl an eleganten Ferraris aus den 1960er-Jahren, modernste Concept-Cars, Oldtimer, Supercars - über 100 aussergewöhnliche Automobile vom Alfa Romeo bis Zagato werden an der Grand Basel ausgestellt. «Das ist nicht noch eine Autoshow, das braucht die Welt nicht», sagt Messechef Mark Backé. «Das sind Meisterwerke, bedeutungsvolle Autos, darum geht es hier.»

«Diese Autos brauchen kein Marketing»

Die Autos mit einem Versicherungswert von insgesamt über 300 Millionen US-Dollar werden auf 32’000 Quadratmetern der Messehalle 1 wie Kunstobjekte in einer Galerie inszeniert. Die Architektur ist zurückhaltend, nirgends ist Werbung zu sehen. «Diese Autos brauchen kein Marketing», so Backé. Die Autos wurden vom Gremium um Tumminelli sorgfältig kuratiert. Wie für eine Kunst-Auktion wurden Herkunft, Design oder historische Relevanz bewertet.


Kurzer Rundgang durch die Grand Basel gefällig? (Video: sda/Keystone)

Die Grand Basel hat als Zielgruppe vor allem Sammler im Fokus. Diese haben denn auch schon zwei Tage vor dem normalen Publikum Zutritt zur Preview. Denn natürlich wird hier auch gehandelt. Das «begehbare Autoquartett» dürfte auch Influencer wie Supercarblondie anziehen, die den Hashtag #grandbasel in die Welt hinaustragen.

Fast dreimal so teuer wie Autosalon Genf

Die Show selbst wird ebenfalls um die Welt gehen. Bereits bestätigt ist der nächste Halt der Grand Basel in Miami Beach im Februar 2019. In Basel ist der Supercar-Salon von Donnerstag bis Sonntag geöffnet. Ein Tagesticket kostet 45 Franken. Zum Vergleich: Der Eintritt zum Autosalon Genf kostet regulär 16 Franken. Dafür sind Traumautos dort auch einiges dünner gesät als an der Grand Basel.


Was gibt dem Auto die Seele? Schauspieler Idris Elba stand für die Grand Basel vor die Kamera. (Video: Grand Basel)

(lha)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marius am 04.09.2018 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist keine Messe

    "Neue Messe"? Das ist ja gar keine Messe sondern einfach nur eine Ausstellung.

    einklappen einklappen
  • Mäni Rouge am 04.09.2018 16:45 Report Diesen Beitrag melden

    Messe oder nicht

    hahaha... Eure Kommentare sind teilweise echt lustig... ob es jetzt eine Messe oder eine Ausstellung ist, ist doch egal. Es gibt schönes Fahrzeuge zu sehen und wer das mag geht hin, alle anderen sollen fern bleiben... ist doch ganz einfach...

  • elotor am 04.09.2018 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Klientel

    der Investor und Auto-Kenner weiss wo und in welchen Händen sich entsprechende Objekte befinden. Er weiss auch ob damit zu handeln wäre.... daher überflüssige Ausstellung mit ganz sicher überrissenen Eintrittspreisen

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Burebueb am 01.10.2018 07:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es gab sie noch .....

    ich besitze in meinen Erinnerungen ein STEYR CABRIO 1938 mit Kinderwagenverdeck ! Mit Kotflügeln mit grossen Lampen und geschütztes Reserverad auf dem Kofferraumdeckel! Der herrliche Wagen gehörte meinem Vater und wurde zu meinem Leidwesen ca. 1952 verschrottet!

  • Peter Müller am 06.09.2018 15:49 Report Diesen Beitrag melden

    Messer

    Beim ersten Bild wird ein "Messer-Format" angekündigt. Sicher ist eher eine "Messe" gemeint. Eine katholische? ;-)

  • Siegfried Huemer am 05.09.2018 14:14 Report Diesen Beitrag melden

    Wunderschöne Autos

    Ich möchte einfach Wunderschöne Autos sehen. Einfach ansehen und dann kritisieren. LG aus Österreich

  • Fritz02 am 04.09.2018 22:56 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Flop

    Das ist für Leute die nach Geld stinken. Man bedenke dass ein Automechaniker der den Erhalt dieser Autos ermöglicht nur 4-5 tausend Franken Lohn hat. 45 Fr. Eintritt. man will das normale Volk nicht. Hoffentlich wird diese Messe ein Flop.

    • Giaraa am 04.09.2018 23:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fritz02

      Ich glaube kaum das ein Ferrari aus den 60er Jahren in einer normalen freien Werkstätte unterkommen wird, wer das Geld für so ein Auto hat lässt nicht jeden daran schrauben.

    einklappen einklappen
  • Marcel am 04.09.2018 19:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ästhetisch und wunderschön

    Tönt interessant. Ich liebe alte Autos und kenne mich auch ein bisschen aus. Ist zwar eher für ein Klientel der oberen Zehntausend. Zudem wohne ich in Übersee und somit hat sich das erledigt.