Unwetter

21. Juli 2014 11:46; Akt: 21.07.2014 15:58 Print

«Die Strasse verwandelte sich in einen Fluss»

Rund 50 Einsätze fuhren die Feuerwehren der beiden Basel nach einem heftigen Gewitter in der Nacht auf Montag. Besonders die Gemeinde Riehen wurde stark betroffen.

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Eine Gewitterfront hat in der Nacht auf Montag in der Region Basel Feuerwehren auf Trab gehalten: Diverse Keller wurden überflutet, einzelne Bäche traten über die Ufer und ein paar Bäume hielten Sturmböen nicht stand. Grössere Probleme wurden nicht vermeldet.

Das Justiz- und Sicherheitsdepartement Basel-Stadt schreibt in einer Mitteilung von rund 50 Einsätzen der Berufs- und Milizfeuerwehren der Stadt und der Landgemeinden. Keller seien vor allem in Riehen und Bettingen überflutet worden. Einzelne Strassen wurden kurz gesperrt. Die Notrufe trafen ab etwa 21.30 Uhr ein; nach Mitternacht beruhigte sich die Lage.

Gäste halfen mit

Unter den Anrufenden war auch Hasan Berisha, Wirt des Restaurant «Sängerstübli» in Riehen: «Plötzlich lief das Wasser rein und das Parkett war überflutet.» Gäste hätten dann eimerweise Wasser rausgeschüttet, bis nach eineinhalb Stunden die Feuerwehr eintraf. «Die Strasse vor unserer Beiz hat sich währenddessen in einen fast knietiefen Fluss verwandelt», sagt Berisha.

Der Schaden ist gross. «Ich schätze, dass alles zusammen zwischen 50'000 und 100'000 Franken kosten wird», so der Wirt. Die Verluste der Einnahmen liessen sich allerdings noch nicht abschätzen – das verschlammte Restaurant muss bis auf Weiteres geschlossen bleiben.

Auch das Baselbiet wurde vom Unwetter versehrt. Die Polizei bezifferte dort die Zahl der Schadenmeldungen auf Anfrage auf gegen 40. Die Gewitterfront war via Laufental und unteres Birstal nordwärts gezogen, wobei sie ebenfalls Keller und Bäume in Mitleidenschaft zog. Zu Überschwemmungen oder grösseren Verkehrsbehinderungen sei es nicht gekommen, sagte ein Polizeisprecher.

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(bro/sda)