Basel

19. März 2020 04:54; Akt: 19.03.2020 04:54 Print

Tote Taube hing an einem Seil vom Balkon herunter

Ein Leserreporter hat während der Arbeit in Basel einen makabren Fund gemacht. Er vermutet, dass ein Taubenhasser am Werk war.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

«So etwas ist Tierquälerei», schreibt der Leser-Reporter entsetzt. Während er vergangene Woche an der Haltingerstrasse in Basel arbeiten war, entdeckte er an dem Balkon der gegenüberliegenden Wohnung plötzlich die tote Taube, die an einem Seil hing, das oberhalb des Balkons befestigt war.

«Ich und mein Arbeitskollege dachten zuerst, dass es sich dabei bloss um ein Plastiktier handelt, doch dann realisierten wir, dass es eine echte Taube ist», erzählt der 39-Jährige. Das Ganze sei ziemlich skurril gewesen, fährt der Handwerker fort. «Es sah aus, als hätte jemand absichtlich eine Falle gebaut. Über dem Balkon war noch so Gitter befestigt.» Er könne nicht erklären wie die Falle funktioniere, aber er vermute, dass die Taube mit Futter hineingelockt wurde, sodass sie sich im Seil verhing und hinunterstürzte.

«Es war ein komischer Anblick», sagt er. «Es gibt dort viele Tauben und die haben sich dann alle um das tote Tier versammelt. Ich vermute, dass ein Taubenhasser, der sich über die Vögel nervt, die Falle aufgestellt hat.» Bewohner der betreffenden Liegenschaft zeigen sich gegenüber 20 Minuten ahnungslos.

Solche Fälle können der Polizei gemeldet werden

«Handelt es sich also tatsächlich um eine echte Taube, die mit einer Falle gefangen und getötet worden ist, ist von einem Tierschutzdelikt auszugehen», schreibt Toprak Yerguz, Mediensprecher der Kantonspolizei Basel-Stadt, auf Anfrage. Diese Art von Tierschutzdelikten werde vom Kanton durch das Veterinäramt verfolgt und mit einer Verzeigung geahndet.

«Derartige Feststellungen aus der Bevölkerung können auch uns gemeldet werden», sagt Yerguz. Fachspezialisten würden dann die notwendigen Massnahmen ergreifen und das Veterinäramt informieren oder beiziehen.

(mhu)