Schnee im Basler Zoo

20. November 2018 15:57; Akt: 20.11.2018 15:57 Print

«Die frieren sich doch sicher einen ab, oder?»

Am Montag hat es in Basel zum ersten Mal geschneit. Facebook-User wundern sich über Bilder, die Löwen und Elefanten im Zolli im Schnee zeigen. Doch der Zoo hat einen Trick.

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Am Montag fielen die ersten Schneeflocken in diesem Winter in Basel. Auch im Zoo hat es geschneit. Facebook-User ergötzen sich sich an Löwen und Elefanten im Schnee. «Die frieren sich doch sicher einen ab, oder? Die sind doch Temperaturen von über 20 Grad gewohnt. Wie macht ihr das?», so die Frage unter dem Post vom ersten Schnee im Zolli.

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Der Zolli kann die Bedenken mit seiner Antwort zerstreuen: Tiere der gemässigten und kalten Zonen störe die Kälte nicht. Auch solche, die aus wärmeren Gebieten der Erde stammen, passten sich im Allgemeinen gut an unser Klima an. «Den Geparden und Löwen stehen im Zoo Basel eigens geheizte Felsen als Bauchwärmer zur Verfügung und so verbringen sie die Tage trotz klirrender Kälte im Freien», heisst es.

Wie eine Bodenheizung

Die Heizfelsen funktionierten im Prinzip wie eine Bodenheizung, so Zoo-Sprecherin Tanja Dietrich. Sie könnten individuell eingestellt werden. «Wenn das Tierpflegepersonal sieht, dass die Tiere nicht mehr so gern rausgehen, kann es die Heizungen einschalten», sagt Dietrich. Wenn kein Bedarf mehr da ist, werde wieder abgeschaltet. Die Heizfelsen würden nur minimal wärmer als die Umgebung. Auch seien sie nicht ganz neu: Schon seit der Eröffnung der Etoscha-Anlage im Jahr 2001 stehen die geheizten Flächen den Raubkatzen zur Verfügung.

Die Löwen und Geparde seien die einzigen Tiere, die solche Spezialheizungen haben. «Den Tieren stehen Ställe zur Verfügung», sagt Dietrich. Sollte es etwa den Elefanten doch einmal zu kalt werden, würden sie sich einfach in die Ställe zurückziehen.

(lb)