Unbeleuchtete Treppe

03. September 2019 04:46; Akt: 03.09.2019 08:01 Print

«Diese Passerelle ist eine Katastrophe»

Ein Bahnübergang in Liestal BL stelle ein Sicherheitsrisiko dar, kritisieren Anwohner. Grund des Anstosses ist die fehlende Beleuchtung. Bei Dunkelheit seien die Stufen nicht zu erkennen.

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Wer von der einen Seite der Geleise auf die andere wechseln möchte, kommt nicht an ihr vorbei: Der Schwieri-Passerelle in Liestal. Doch sobald das Tageslicht schwindet, sei die Überquerung ein regelrechtes Problem, finden die Anwohner. «Die steile Treppe ist nachts ein echtes Sicherheitsrisiko», schreibt ein Mann in der Facebookgruppe «Liestal vernetzt». Denn: Die Passerelle ist zurzeit nicht beleuchtet.

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Bei der Überführung handelt es sich um ein Provisorium. Die SBB informiert auf einem Aushang, dass die neue Passarelle voraussichtlich im Sommer 2021 in Betrieb gehen wird.

«Wartet bis der Winter kommt»

Solange wollen die Liestaler ihr Schicksal aber nicht hinnehmen. Die Passerelle sei eine «Katastrophe», klagt eine Anwohnerin gegenüber 20 Minuten. Auch die steile Treppe wird kritisiert, die auf das Provisorium führt. «Wartet ab, bis der Winter kommt. Man kann die Passerelle nicht mal mehr mit einem Einkaufswagen nutzen, geschweige denn mit einem Kinderwagen», so die Frau. Es sei schlichtweg eine «Frechheit».

Doch es gibt auch besänftigende Stimmen. «Logisch ist es eine Einschränkung, aber noch lange keine Katastrophe und auch keine Frechheit, sondern ein Kompromiss», schaltet sich eine Userin in die Diskussion ein. Passanten könnten sich schliesslich bei Dunkelheit mit ihrem Smartphone den Weg leuchten, schreibt eine andere Userin. «Es hat sowieso immer jeder sein Handy in der Hand. Wieso also beleuchten», fragt sie. Die Frau wird jedoch in die Schranken gewiesen. Man könne nicht davon ausgehen, dass jedermann ein Handy mit Taschenlampenfunktion besitze.

«Na super. Wenn du eine Tasche trägst und dich am Geländer festhalten musst, kannst du das mit dem Handy vergessen», lautet die Antwort einer Drittperson. «Wir sprechen mal darüber wenn sie nicht mehr so gut zu Fuss sind, dann werden sie es mit anderen Augen betrachten.»

SBB verspricht Licht

Bei der SBB gingen schon mehrere Beschwerden wegen der dunklen Überführung ein. «Ich habe vor zehn Tagen der Projektleitung geschrieben und noch keine Antwort erhalten», nervt sich ein Anwohner auf Facebook.

Mehr Glück hatte ein anderer Liestaler, der in der gleichen Sachen bei der SBB vorstellig wurde und eine Mail des Projektleiters erhielt. Dieser antwortet ihm, dass die Passerelle künftig beleuchtet werden soll. «Es werden Beleuchtungselemente im Bereich des provisorischen Aufganges installiert. Der Auftrag wurde bereits freigegeben und wird demnächst umgesetzt», verspricht er.

Gegenüber 20 Minuten sagt die SBB, dass sie auf eine Beleuchtung verzichtet hätte, da die umliegende Strassenbeleuchtung bis jetzt ausgereicht habe. Nun werde man sich jedoch um eine angemessene Lichtquelle kümmern.

(jd)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beat am 03.09.2019 05:55 Report Diesen Beitrag melden

    Kleinlich

    Sind wir Schweizer verwöhnt! Warum ist die SBB so teuer, weil wir alles pseudo perfekt wollen und immer wieder über alles beschweren. In vielen Länder wäre man froh, überhaupt eine Überführung zu haben!

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  • Marssohn am 03.09.2019 05:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwierig

    Schwierig, das mit der Schwieri-Passerelle. Es gibt halt nichts.Dauerhafteres als ein Provisorium.

  • Bitte hilf mir am 03.09.2019 08:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selbstbestimmung & Selbstverantwortung

    Da ein Stolperschutz, hier ein Sicherheitslicht, dort eine Einstiegshilfe und hintendran noch tausende Apps, welche einem durchs das ach so gefährliche Leben helfen. Mein Gott, manche sind einfach unfähig eigenständig zu leben.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kück am 03.09.2019 17:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gewusst

    Eine Baustellen Strassen Tafel kostet Fr. 1000.- Miete pro Tag.

  • Rebell am 03.09.2019 13:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Land der Akademiker

    Man erlebt es nicht zum 1. Mal, sondern sieht es oft genug selbst oder liest es immer öfters, das Verkehr- u Baustellenplaner von wo auch immer, völlig unlogische Provisorien errichten, welche teilw. richtig sogar ins Geld gehen, wenn schlichte, zweckdienliche u einfache Lösungen sinnvoller u mitunter auch günstiger sind. Doch wie es meist mit vielen studierten Köpfen so ist, können diese nicht mehr logisch denken u neigen oft zu gedanklichen Umwegen, welche eben zu solchen Murks führen. In einem Land voller Akademiker muss man sich nicht mehr wundern...

    • Fidel Castro am 03.09.2019 13:46 Report Diesen Beitrag melden

      Rebell für IMMER!

      Stimmt! Hätte lieber jemand der keinen akademischer Abschluss hat und versteht, dass der Ganze Bahnhof Liestal umgebaut wird und Platz für die Zukunft geschaffen wird. Bin mir sicher, dass dieser Projektleiter dies nicht berücksichtig hat und nur eine schnelle Lösung finden wollte. UNGLAUBLICH diese Akademiker!

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  • a moor am 03.09.2019 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schliessen

    dann ist das problem Problem gelöst und öffentliche Gelder gespart

  • Gent, Intelli Gent am 03.09.2019 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Chaos

    Und was ist auf der anderen Seite der Baustelle, die PW Unterführung zur Oristalstrasse? Wer hat sich dort für ein Veloweg entschieden? Man hätte in der Bauphase locker die Strasse 2 Spurig lassen können, statt so ein Veloweg das niemand benützt! Hauptsache Verkehrs Chaos verursachen in Liestal.

  • Gent, Intelli Gent am 03.09.2019 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Chaos

    Und was ist auf der anderen Seite der Baustelle, die PW Unterführung zur Oristalstrasse? Wer hat sich dort für ein Veloweg entschieden? Man hätte in der Bauphase locker die Strasse 2 Spurig lassen können, statt so ein Veloweg das niemand benützt! Hauptsache Verkehrs Chaos verursachen in Liestal