Pornomesse Extasia

04. Dezember 2016 15:35; Akt: 04.12.2016 16:30 Print

«Du stichst heraus, wenn du kein Silikon hast»

Little Caprice und ihr Mann Marcello Bravo sind etablierte Namen der Porno-Szene. An der Extasia in Basel verraten sie ihr besonderes Rezept: Natürlichkeit.

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Das diesjährige Gesicht der Extasia in Basel, der grössten Erotik- und Pornomesse der Schweiz, war Little Caprice. Die 28-jährige Tschechin ist vor zehn Jahren auf der Suche nach Abenteuern ins Business eingestiegen und steht inzwischen sowohl vor als auch hinter der Kamera.

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Zusammen mit ihrem österreichischen Mann Marcello Bravo (38) hat sie eine neue Website gegründet, um ihre eigenen Produktionen zu realisieren. Dabei wollen die beiden vor allem auf Natürlichkeit setzen. «Be yourself», sagt Caprice auf die Frage, wie man in der Masse von Pornodarstellern auf sich aufmerksam machen könne.

Impressionen von der Extasia Basel 2016

Natürlichkeit in einem bewusst künstlichen Business

«Heutzutage stichst du heraus, wenn du kein Silikon hast und nicht von oben bis unten tätowiert bist», erläutert Marcello. «Einfach natürlich sein, keine gespritzten Lippen oder operierten Wangenknochen.» Viele Stars würden sich Operationen unterziehen. Diesem Mainstream wollen die beiden entgegenwirken und ihren Spass am Sex zeigen.

«Es ist die beste Art von Beziehung», sagt Marcello darüber, als Porno-Darsteller mit einer Darstellerin verheiratet zu sein. So könnten sie ihre Zeit zusammen geniessen und alle verrückten Sachen ausprobieren. Diese Lust solle man in ihrer Arbeit auch sehen.

Zudem zeigt Caprice auf ihrer Seite auch Einblicke in ihr tägliches Privatleben. «Ich bin oft mit einer Go-Pro unterwegs und zeige mich im Alltag», sagt sie. Mit diesem ganzheitlichen Bild versuche sie die Grenzen zwischen professioneller Pornografie und natürlichem Alltag zu verwischen. «Damit bieten wir unseren Fans auch etwas Neues», so Marcello.

Operation aus Überzeugung

Für Extasia-Organisator Arnold Meyer ist ein schöner natürlicher Körper wie der von Caprice das höchste Gut. «Das ist einfach der Idealfall», sagt er. Natürlich sei es schwer, sich in der Branche zu behaupten, wenn man nicht dem Schönheitsideal entspreche. Darstellerinnen wie Micaela Schäfer hätten sich aus Überzeugung unter das Messer gelegt, was natürlich immer Risiken berge. «Ich hoffe, dass der Umschwung zum Natürlichen ein Trend ist», so Meyer.

«Tattoos gehören zur neuen Natürlichkeit, nicht so wie früher», findet ein 22-jähriger Baselbieter, der selber auch tätowiert ist. So würden Tattoos für ihn auch einen Teil des Reizes ausmachen. Von Operationen hält er aber nicht viel. Seine zwei Begleiterinnen sind weniger skeptisch. Eine (21) sagt: «Es ist okay, solange es nicht künstlich aussieht.» Die andere (21) zuckt mit den Schultern und konstatiert, dass es einfach dazu gehört.

Ein 30-jähriger Aargauer findet Tattoos ebenfalls schön. Plastische Eingriffe müssten einfach natürlich wirken, dann störe er sich nicht an ihnen. Seine 29-jährige Begleiterin aus Biel sagt, es sei nicht so schlimm, solange es natürlich aussehe. «Manchmal ist die Natur ja auch nicht so toll», ergänzt sie schmunzelnd.

Erneut rund 10'000 Besucher

Mit ihren 50 Stars und zahlreichen Attraktionen wie Shops und Live-Shows wird die Extasia nach Hochrechnung wie im Vorjahr rund 10'000 Besucher anlocken. Weil der Kanton die Messe nicht haben wollte , findet sie statt in der St.-Jakob-Arena in der Messehalle 3 statt. «Eigentlich bin ich froh, denn hier ist alles logistisch und verkehrstechnisch einfacher.»

Auch der Termin für die nächste Ausgabe steht schon fest. Nach zehn Jahren Pause kehrt die Extasia vom 5. bis 7. Mai ins Zürcher Hallenstadion zurück. In Basel gibt es sie dann wieder am ersten Dezemberwochenende 2017.

(las)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ein Leser am 03.12.2016 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    alles Angeber

    Ich finde es immer wieder lustig wie die Leute dort angebeben. In Wirklichkeit bekommen sie keine einzige Frau ins Bett.

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  • Stubentiger am 03.12.2016 10:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr informativ!

    Und was soll uns dieser Minibeitrag sagen? Werbung? Payed Content?

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  • Muli am 03.12.2016 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Abturn hoch 10

    Sorry aber eine Frage, wie kann man so billig sein ?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sil Via am 05.12.2016 12:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also ich stehe

    zu meinem Silikon. Der Installateur hat es im Bad zum Abdichten verwendet und das hält nun schon Jahre.

  • Mirco1982 am 05.12.2016 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    Ware ist interessant

    Also die Messe ansich finde ich super um Neues kennen zu lernen und die eine oder andere Anschaffung zu machen. Die ganzen Darstellerinnen und Shows finde ich persönlich aber too much und unnötig. Die sind lediglich da für diejenigen, die privat zu wenig Action haben und sich nur so aufgeilen können.

  • Versteher am 05.12.2016 09:39 Report Diesen Beitrag melden

    Litte Caprice

    Ist eine wunderschöne und talentierte Frau. Sie war schon in ihren jungen Jahren der Hammer. Seit sie Hardcore macht, ist sie wahrlich eine der besten.

  • LustigLustig am 05.12.2016 09:09 Report Diesen Beitrag melden

    Wirklich Amüsant

    Sie spricht sich gegen Künstlichkeit aus, verdient aber ihr Geld damit, vor der Kamera künstliche Orgasmen vorzuspielen... Jaja.

  • Live is live am 04.12.2016 22:22 Report Diesen Beitrag melden

    Friede, Freude, Eierkuchen

    Das Geschäft blüht. Ist auch gut so. Jedoch das ganze OVERSEXED Geplapper stört. Man spricht nicht darüber, man macht es. Wie eh und je.