Vergewaltigung in Basel

13. Februar 2020 12:03; Akt: 13.02.2020 16:39 Print

«Er hat sich freiwillig der Polizei gestellt»

Der 31-jährige Portugiese, der an der Vergewaltigung in Basel vom 1. Februar beteiligt gewesen sein soll, hat sich der Polizei gestellt. Er soll den Tatvorwurf bestreiten.

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Dieser 31-jährige Portugiese soll am 1. Februar zusammen mit einem jüngeren Mittäter an der Elsässerstrasse in Basel eine Frau in einem Hauseingang vergewaltigt haben. Dem Tatverdächtigen wird ein problematischer Alkoholkonsum nachgesagt. Er streamte seine Party-Exzesse der Tatnacht auf Facebook und teilte auf Social Media auch sonst nicht zu knapp Fotos und Videos von Trink-Gelagen. Der Tatverdächtige stellte sich am 12. Februar freiwillig bei der Polizei. In Begleitung von Angehörigen erschien er am Vormittag auf der Clara-Wache. Der zweite Tatverdächtige ist ein 17-jähriger Portugiese. Er hält sich nach wie vor in Portugal auf. Nach ihm fahndet die Basler Staatsanwaltschaft noch. Unweit der Tramhaltestelle Voltaplatz an der Elsässertrasse kam es am Morgen des 1. Februar zur Vergewaltigung in einem Hauseingang. Zwei Tage nach der Tat meldete eine Person aus dem Umfeld der Familie die Tatverdächtigen bei der Polizei. Es handelt sich demnach um zwei Portugiesen im Alter von 17 und 31 Jahren. Der 31-Jährige bestreitet den Tatvorwurf, wie 20 Minuten aus sicherer Quelle erfahren hat. Nach dem zweiten Tatbeteiligten, bei welchem es sich mutmasslich um einen Jugendlichen handeln soll, wird nach wie vor gefahndet. Gemäss Informationen von 20 Minuten hält sich der Teenager in Portugal bei seiner Familie auf. Die Staatsanwaltschaft hat Untersuchungshaft für den Tatverdächtigen beantragt. Ermittler beschlagnahmten nach der Tat Aufzeichnungen der Überwachungskamera eines indischen Quartierladens. Ob darauf belastendes Material zu sehen ist, ist aber unklar. Auch Aufzeichnungen der Videoüberwachung im Tram wurden ausgewertet.

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Am Mittwoch um 9.30 Uhr betrat der 31-Jährige die Clara-Wache der Basler Kantonspolizei. In Begleitung von Familienangehörigen stellte sich der Portugiese den Behörden. «Er hat sich freiwillig der Polizei gestellt», sagt eine Person aus dem Umfeld des Mannes. Dieser wird verdächtigt, am 1. Februar an der Vergewaltigung einer Frau in der Elsässerstrasse beteiligt gewesen zu sein. Die Tat ereignete sich im Morgengrauen in einem Hauseingang.

Die Basler Staatsanwaltschaft suchte seither nach zwei Männern, bei denen es sich gemäss Angaben des Opfers um Portugiesen handeln soll. Neben dem 31-Jährigen soll ein 17-Jähriger an der Tat beteiligt gewesen sein.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte am Donnerstagmorgen die Festnahme des älteren Tatverdächtigen. Nach dem zweiten Tatbeteiligten, bei dem es sich mutmasslich um einen Jugendlichen handelt, wird nach wie vor gefahndet. Gemäss Informationen von 20 Minuten hält sich der Teenager bei seiner Familie in Portugal auf.

Alkohol-Exzesse und kaputte Ehe

Der 31-jährige Portugiese ist Familienvater und seit kurzem geschieden. Er lebte zuletzt in Saint-Louis an der Grenze zu Basel. In der Tatnacht soll er das spätere Opfer in einem Club kennengelernt haben. Dies erzählt ein Landsmann des Tatverdächtigen, der früher mit ihm befreundet war: «Es wird erzählt, sie sei dann mit den beiden Männern mitgegangen», sagt er.

Diese Schilderung widerspricht allerdings der Version der Ermittler, wonach die Täter die Frau entweder im Tram oder erst nachdem sie am Voltaplatz ausgestiegen war angesprochen hatten. Bekannt ist zudem, dass die beiden Männer in der Tatnacht wild gefeiert hatten und ihre Party-Exzesse teilweise sogar auf Facebook streamten.

Dem 31-Jährigen wird zudem ein problematischer Alkoholkonsum nachgesagt. «Er war eigentlich ein ruhiger Typ, aber nach zwei Bier war er ein anderer Mensch», sagt sein ehemaliger Kollege. Seine Party-Exzesse sind auch auf Facebook ausführlich dokumentiert.

Verdächtiger bestreitet Tatvorwurf

Wie 20 Minuten weiter weiss, soll der 31-Jährige, für den die Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft beantragt, den Tatvorwurf bestreiten. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

(lha)