Buschauffeur legt Pause ein

01. Oktober 2019 17:12; Akt: 01.10.2019 22:09 Print

«Er liess uns stehen und ging einfach zum Bäcker»

Ein Basler Buschauffeur liess am Sonntag sein Fahrzeug samt Fahrgästen an der Haltestelle stehen, um sich beim Bäcker gegenüber ein Znüni zu kaufen. Die Passagiere reagierten belustigt.

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Eine Leser-Reporterin war am Morgen des 29. September mit einem Bus der Linie 36 in Basel unterwegs. «Der Bus war gut gefüllt mit Sonntagsausflüglern», erzählt die Frau. An der Haltestelle Neubad habe der Chauffeur plötzlich den Motor abgestellt und seinen Platz hinter dem Lenkrad verlassen. «Er überquerte die Strasse.» Jeder Schritt sei von den Buspassagieren gespannt verfolgt worden. «Die Fahrgäste beobachteten durch die Busfenster, was der Mann vorhatte und wieso er uns einfach so stehen liess.»

Mit zügigen Schritten habe er eine Bäckerei, den Sutter Begg, angesteuert, die direkt gegenüber der Haltestelle liegt. «Dort stellte er sich mit einer Seelenruhe in die Schlange», schildert die Baslerin. Ein lautes Lachen sei im Bus erschallt. «Mir gegenüber sass ein Seniorenpaar, das rätselte, ob die Bäckereien bei Dienstbeginn des Mannes noch geschlossen gewesen seien und er extra schnell gefahren sei, um noch ein bisschen Zeit übrig zu haben, um sich einen Znüni zu besorgen.»

«Wenigstens stellte er den Motor ab»

Andere Personen witzelten, sie seien froh, dass er wenigstens den Motor abgestellt habe, während alle Fahrgäste zu einer unfreiwilligen Pause verdonnert wurden. «Zum Glück muss ich nicht auf den Zug», sagte ein weiterer Gast.

Vor dem Fahrer hätten bestimmt noch zwei weitere Personen beim Bäcker gestanden, die bedient wurden. «Es vergingen einige Minuten, bis unserer Busfahrer an der Reihe war», so die Leser-Reporterin. Schliesslich wurde er bedient und kehrte mit seinem Znüni zurück in die Fahrerkabine. Die Fahrt sei fortgesetzt worden.

Basler Verkehrs-Betriebe danken geduldigen Passagieren

«Er muss mächtig Hunger gehabt haben. Schliesslich nahm er die Wartezeit in der Bäckerei in Kauf, und er wusste, dass wir alle im Bus sassen und weiterfahren wollten», schliesst die Leser-Reporterin.

Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) bestätigen gegenüber 20 Minuten die Znünipause ihres Angestellten. «Grundsätzlich gilt, dass sich unsere Mitarbeitenden im Fahrdienst während ihrer Pausen oder bei einem Endaufenthalt verpflegen können, insofern der Fahrplan dies zulässt», so Sprecherin Sonja Körkel. Den betroffenen Fahrgästen danke die BVB für ihr Verständnis.

(jd)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • lnasto am 01.10.2019 17:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ERSTE WELT PROBLEME

    Busfahrer, auch Menschen wie wir alle anderen auch!!!! Hoffe ihm hat das Gipfeli geschmeckt :-)

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  • Ursi am 01.10.2019 17:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tamtam um nichts

    Und jetzt? Wieso gleich zu den Medien rennen?

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  • Dki am 01.10.2019 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kein robot

    wir alle sind menschen, kein roboter.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Simon am 02.10.2019 22:33 Report Diesen Beitrag melden

    Sensationell

    Ein Busfahrer hat also ein Znüni gegessen. Wow.

  • ÖV-Profi am 02.10.2019 22:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    z'Nüni nä

    Und jetzt was ist daran so schlimm?Das ist sein gutes recht sich was zum z'nüni zukaufen,wenn dabei der noch der Fahrplan eingehalten wird und keine Verspätung gibt um so besser. Ihr seit ja schon Tüpflischischer im vorgeschrittenen station!

  • Isabel am 02.10.2019 20:28 Report Diesen Beitrag melden

    Voll in Ordnung

    Voll in Ordung und äusserst amüsant. Volles Verständniss lieber Buschauffeur ohne Hungerbauch. Den müsst ihr behalten sympatisch

  • Cinderella am 02.10.2019 20:21 Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt?

    Ist jetzt das echt der volle Ernst dieser Passagierin, dass sie mit dieser Geschichte zu den Medien rennt? Was kommt als nächstes?

  • Martin Langenbach am 02.10.2019 19:01 Report Diesen Beitrag melden

    Bonus!

    Man dollte ihm einen Bonus geben, wril er bei einer Bäckerei 6nd nicht irgendwo in einem Billigladen eingekauft hat!