Sexismus-Debatte

07. Oktober 2019 04:57; Akt: 07.10.2019 07:46 Print

«Für mich werden es immer Meitlibei sein»

Der Basler Sutter Begg verkauft Meitlibei wegen sexistischer Sprüche nur noch unter dem Namen «Glücksbringer». So denken die Leser von 20 Minuten darüber.

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Beim Basler Sutter Begg, einer Grossbäckerei mit 26 Filialen in der Region, heissen Meitlibei seit vergangener Woche Glücksbringer. Es ist nicht die erste Bäckerei, die dem Nussgipfel-ähnlichen Gebäck diesen Namen gibt. Der Namenswechsel führte zu einem grösseren medialen Echo und vor allem zu teils auch deftigen Reaktionen bei Unternehmen selbst. Geschäftsführerin Kattharinwa Barmettler sprach gegenüber dem Regionaljournal von Radio SRF von einem «Shitstorm».

Umfrage
Sollen Maitlibei nur noch Glücksbringer heissen?

Dabei entschloss sich Barmettler für den Namen «Glücksbringer», nachdem Verkäuferinnen von anzüglichen Sprüchen berichteten. «Wir haben also aus Respekt unserem Personal gegenüber den Namen des Gebäcks gewechselt», betonte sie.

Für die überwiegende Mehrheit der Leser von 20 Minuten ist indes klar: Meitlibei sollen Meitlibei bleiben. Dieser Ansicht sind über 80 Prozent der mehr als 2000 Teilnehmer einer Leserumfrage. Für den Glücksbringer sprachen sich bis am Sonntagabend nur gerade 9 Prozent aus. Auch im Talkback wurde der Namenswechsel kontrovers debattiert. Eine Auswahl von Leserbeiträgen finden Sie in der Bildstrecke.

(lha)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mona am 07.10.2019 06:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verdrehte Ansichten

    Jawohl unsere Traditionen werden uns Stück für Stück abgesprochen. Nur weiter so! Sexismus- ich lach mich kaputt.

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  • Neutroman am 07.10.2019 07:24 Report Diesen Beitrag melden

    Herrje

    Das verwirrt mich jetzt. Obwohl ich dieses Gebäck seit meiner Kindheit als "Meitschibei" kenne, bin ich kein Sexist und habe Frauen als gleichwertig zu respektieren gelernt.

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  • Rosmarie Wüthrich am 07.10.2019 07:28 Report Diesen Beitrag melden

    Inkonsequente Gesellschaft

    Da gäbe es vieles umzubenennen:Fluss Po, Google; die skurrilsten dorfnamen, was ist mit Virgin olio? Müssen in Museen nun die Bilder mit nackten Frauen abgedeckt werden? Langsam komme ich vor, als ob ich in einer etwas sehr speziellen Gesellschaft lebe, die gegen alte Namen sind, jedoch mit dem ganzen Followerzeug (was noch obszöner ist) kein Problem hat.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Päuli am 07.10.2019 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    Welche Sprüche wurden gemacht?

    Mich würde interessieren, was denn da für Sprüche gekommen sind. Ich habe ja auch meine kreativen Momente und bin selten um einen (auch mal blöden) Spruch verlegen. Aber zu den Maitlibai fällt mir jetzt echt nix unanständiges ein. Treiben wir es nicht zu weit mit der politischen Korrektheit, während Imame in CH das Frauenzüchtigen propagieren. Sollte nicht bei sowas eher angesetzt werden und Empörung herrschen?

  • Basler08 am 07.10.2019 15:33 Report Diesen Beitrag melden

    welche Sprüche?

    Warum das Gebäck so heisst habe ich nie verstanden, hat mit auch nicht interessiert. Was mich aber jetzt interessiert ist; wie denn die Sprüche gelauten haben, welche Sutter Begg dazu bewogen eine Umbenenung vorzunehmen.

  • Hugo Münger am 07.10.2019 15:20 Report Diesen Beitrag melden

    Glücksbringer

    Voll ins Fettnäpfchen getrampelt. Es soll tatsächlich Gefängnisinsassen geben die Meitlibei als Glücksbringer ansehen.....

  • Misanthrop am 07.10.2019 15:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tja

    was stellt ihr euch so quer? also wäre es schlimm dass dieses gebäck nun anders heisst. kenne es sehr gut wenn gewisse kunden einfach nicht höflich und normal bleiben können also selbst schuld! Bravo nummer 6&7!

  • W.S. am 07.10.2019 14:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tradition

    Ich frage mich wohin das führen soll. Ist der Spitzbueb zu maskulin, chicken nuggets zu frauenfeindlich, Mohr im im Hemd zu rassitisch, das Messer in die Scheide zu sexistisch usw? Die Bezeichnungen haben oft Jahrzehntelang Tradition auch wenn sich unser Sprachgebrauch immer wandelt.. Muss Othello umgeschrieben werden, weil von einem Mohr gesprochen wird? Nein muss es nicht und vieles andere auch nicht. Jeder ohne Ausnahme verhaltet sich nicht nicht wie gefordert und wird es nicht bleiben.