Liestal

14. Mai 2019 16:54; Akt: 14.05.2019 16:54 Print

Künstler verwandelt Wohnsilo in Blickfang

Insgesamt 105 Fahnen aus aller Welt säumen die Betonbrüstungen eines Wohnhochhauses im Fraumatt-Quartier. Die Liestaler- Facebook-Gemeinde ist angetan.

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Die Baselbieter Kantonshauptstadt Liestal hat ein neues Wahrzeichen. Vom Zug aus ist der Blickfang ebenso sichtbar wie von der Rheinstrasse aus. Die Fassade eines der markanten Wohnblocks im Fraumatt-Quartier säumen ganz viele Landesflaggen. «Ich bin fast von der Strasse abgekommen», schreibt eine Userin auf Facebook, wo ein Foto des Hauses bereits hundertfach kommentiert und fleissig geteilt wurde.

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«Ich finde, dass das eine ganz tolle Idee ist. Ich freue mich immer, wenn ich es sehe», meint eine Userin. Die Flaggen für das Projekt haben dabei einen ganz konkreten Hintergrund: Ein Teil der Länder und Organisationen, die an den Betonbrüstungen zu sehen sind, vertreten die Nationalitäten der Hochhausbewohner.

Pro Stockwerk ist es eine 15 Meter lange Strecke, die von insgesamt 105 Fahnen von Ländern der ganzen Welt umgeben ist. Abschnittweise werden die Landesfahnen von Spruchbändern mit den Worten «all together», «alle zusammen» und «mir» getrennt.
Die Flaggen sowie die Worte sind dabei Teil des Projekts «Flagge zeigen», das im Rahmen der Outdoor-Ausstellung «Visionen 19» noch bis zum 9. Mai 2020 zu sehen sein wird.

«Total lässig»

Die Facebook-Community freut es. Über 200 Likes und Kommentare wie: «coole Idee» oder «finde ich total lässig» sprechen für sich. Einige geben in ihren Beiträgen sogar an, dass sie das Projekt zum Nachdenken bewegt hat: «Ein sehr interessanter Beitrag, er schärft mein Bewusstsein für Liestal als ganzes», findet etwa ein User.

Viele der User haben selbst einst in einem der Wohnblöcke im Quartier gelebt. Nicht alle erinnern sich gerne daran zurück. Das Fraumatt-Quartier hat nicht den besten Ruf und galt wegen des hohen Ausländer-Anteils von über 50 Prozent lange als Problemquartier Liestals.

Das letzte Werk des Künstlers

Die Idee stammt von Christoph Flückiger. Das Projekt wurde zum Vermächtnis des Künstlers, der im Juli 2018 im Alter von 72 Jahren verstorben ist. Seine Vision war es, das friedliche multikulturelles Zusammenleben mit dem Projekt zu thematisieren. Das Konzept übergab er schliesslich an Kitty Schaertlin und Peter Thommen, die das Konzept und die Ausstellung verwirklichten.

(jes)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • errare humanum est am 14.05.2019 20:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel schöner

    wäre eine Begrünung gewesen

  • Türke am 14.05.2019 18:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Blickfang

    Und was soll daran Blickfang sein?

  • Olga am 14.05.2019 18:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was hat das mit Kunst zu tun

    die Schweizerfahne fehlt zum Glück nicht habe sie 2 mal gezählt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Michael.dot am 14.05.2019 20:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie Spreitenbach

    Sieht aus wie in Spreitenbach. Da ist auch fast an jedem Balkon eine Fahne.

  • Herr Max Bünzli am 14.05.2019 20:25 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    die Behörden werden da keine all zu große Freude zeigen, wie immer.

  • errare humanum est am 14.05.2019 20:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel schöner

    wäre eine Begrünung gewesen

  • Putzsportkungfu am 14.05.2019 20:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    coooollll

    Mega cooollll

  • Sarek vom Vulkan am 14.05.2019 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bin mal

    Ehrlich. Es ist Hässlich!^^