Basel

13. November 2018 15:37; Akt: 13.11.2018 15:37 Print

«Das Volk ist leider mehrheitlich zu blöde»

Am Kleinbasler Rheinbord stehen seit Neustem modernste Müllpressen. In den kleinen Behälter passt so viel Abfall wie in einen Container, wenn er denn darin landet.

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Dieser Abfallkübel hat eine integrierte solarbetriebene Presse und Füllstandanzeige. Der kleine Schwarze ist State of the art, moderner und stilvoller lässt sich Abfall kaum entsorgen. Die schmucke Tonne schmückt seit kurzem das Kleinbasler Rheinbord und steht also dort, wo im Sommer der Littering-Brennpunkt Basels ist. Der Kübel schluckt dank der integrierten Presse so viel Müll wie ein ganzer Container. Ist der High-Tech-Kübel die Lösung des Abfallproblems auf der Basler Allmend?

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Die Stadtbevölkerung ist da skeptisch. Auf Facebook melden sich zwar mehrere Bürger zu Wort, die das «eine coole Sache» finden, aber es bleiben erhebliche Zweifel an der Wirksamkeit. «Jetzt muss der Abfall nur noch reingetan werden, was einigen schwerfällt», kommentiert eine Userin. Ein anderer meint: «Leider ist das Volk am Rheinbord mehrheitlich zu blöde, um den richtig anzuwenden.»

Stresstest im abfallarmen Winter

«Es wäre nice», findet auch der Administrator der Seite #Rhyläx, wenn der Kübel den Abfall selbst auflesen würde. Die Facebook-Seite, auf der der neue Kübel der Stadtreinigung angepriesen wird, wird von der Stadtentwicklung betreut. Immerhin: Man kann dem Kanton nicht vorwerfen, nichts unversucht zu lassen, um der Abfallproblematik am Kleinbasler Rheinufer Herr zu werden. Allerdings: Die Test im Winterhalbjahr ist nicht gerade ein Stresstest für die neue Müllpresse.

(lha)