Karriere in Basel

12. März 2015 16:36; Akt: 12.03.2015 16:36 Print

«Please Disturb» – Hotels werben für Lehrstellen

Am 15. März findet ein Tag der offenen Tür der etwas anderen Art statt. Mehrere Basler Hotels möchten Junge für Ausbildungen in der Hotellerie begeistern.

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Dieses Programm hat mehr zu bieten als die konventionellen Berufsinformationstage: Kommendes Wochenende findet eine Veranstaltung statt, die sich vor allem an junge Schulabgänger, Lehrstellensuchende, aber auch allgemein an am Hotelwesen Interessierte richtet.

Insgesamt öffnen acht Hotels in Basel zwischen 11 und 17 Uhr die Türen, um Informationen rund um die Berufe innerhalb der Hotels vorzustellen. Es geht nicht nur darum, Berufsgruppen zu erläutern und Arbeitsabläufe zu präsentieren, sondern auch darum, tiefere Einblick zu gewähren.

Swissôtel Plaza und Hotel Euler nehmen teil

Mit dabei ist etwa das am Centralbahnplatz ansässige Hotel Euler. Zu drei verschiedenen Zeiten werden hier Workshops angeboten, in denen Jugendliche sowohl einen informativen als auch einen praktischen Einblick in Küche, Housekeeping und Empfang gewinnen können.

Brigitte Fritz, General-Managerin des Swissôtel Plaza, sieht ihr Hotel als eine der besten Adressen in Basel als Botschafter der gesamten Branche. Es gehe für sie bei dem Anlass nicht primär darum, Personal zu finden: «Wir haben keinen Personalmangel und machen nicht deshalb bei Please Disturb mit.» Gerne hätte man auch schon letztes Jahr teilgenommen, jedoch war der Event für Basler Betriebe während der Uhren- und Schmuckmesse unglücklich terminiert. «Wir freuen uns darauf, von Besuchern überrumpelt zu werden», schmunzelt Fritz. Die 19-jährige Administrativ-Assistent Diana Strub wird am Eingang bereit stehen, um jungen Interessierten die Vorteile ihres Berufs in einem grossen Betrieb zu erklären.

Aufstiegschancen

Das Hotelwesen bietet gute Chancen für eine betriebsinterne Karriere. Khaled Khmili, Rezeptionist des Hotel Euler, absolvierte in seiner Heimat Tunesien erst eine Ausbildung als Landwirtschaftstechniker, entschied sich Ende 2007 jedoch dazu, in die Schweiz auszuwandern und hier Fuss zu fassen. Ein paar Monate später hatte er bereits eine Anstellung als Portier. «Stück für Stück habe ich Fortschritte erzielt und wurde stets dabei unterstützt. An meiner heutigen Arbeit als Rezeptionist gefällt mir besonders der Kontakt mit den Gästen, denen ich hilfsbereit zur Seite stehen kann»

Es werden auch erstmals Ausbildungsplätze als Koch angeboten. Der gegenwärtige Praktikant Cédric Froemke, der sich bereits jetzt vorbereitet, wird der erste Lehrling sein. «Mir macht besonders die Vielfältigkeit des Berufs und die Teamarbeit viel Freude. Ich habe Spass am Kochen und mache gerne Menschen damit glücklich».

(me / mak)