Stein-Säckingen AG

18. November 2017 16:46; Akt: 19.11.2017 16:51 Print

«Plötzlich krachte die Leitung in die Zugscheibe»

Fahrgäste eines IC-Zugs zwischen Basel und Zürich kamen mit dem Schrecken davon. Mehrere Scheiben gingen zu Bruch.

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Beschädigte Fenster: Der IC-Zug im Bahnhof Stein-Säckingen. (17. November 2017) (Bild: Leserreporter 20 Minuten)

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Am Freitagmorgen erschreckte eine Erschütterung die Pendler eines IC-Zugs zwischen Basel und Zürich. In Stein-Säckingen AG hatte eine S1 einen Fahrleitungsdefekt verursacht. Der nachfolgende IC, der ab 6:33 in Basel losgefahren war, riss die beschädigte Fahrleitung mit sich.

«Wir dachten zuerst, ein anderer Zug sei in uns gefahren», sagte eine Leserreporterin gegenüber 20 Minuten. Die heruntergerissene Leitung sei gegen die Zugscheibe gekracht und habe Funken gesprüht. Zu diesem Zeitpunkt sei der Wagen gerappelt voll gewesen. Personen seien zum Glück keine zu Schaden gekommen.

Zum Glück Doppelverglasung

Bei dem Zwischenfall wurden mehrere Scheiben eines Waggons beschädigt. Ein anderer Augenzeuge sprach gegenüber «Online Reports» von einem Riesenglück, dass niemand verletzt wurde. Die Doppelverglasung konnte vom Kabel nicht durchschlagen werden. «Undenkbar, wenn es sich um einen Wagen mit einfacher Verglasung gehandelt hätte.»

Bei der SBB bestätigte man den Vorfall gegenüber 20 Minuten. Die Ursache für den Defekt werde noch abgeklärt, sagte Sprecher Reto Schärli. Wichtig war ihm zu betonen, dass im Falle eines Stromschlags das Wageninnere der sicherste Ort sei. Deshalb hätten die Leute den Zug auch erst verlassen können, als sichergestellt war, dass sich kein Reststrom mehr in der Fahrleitung befand.

Dies hatte zu langen Wartezeiten für die Pendler geführt. Erst drei Stunden später hätten sie die Fahrt nach Zürich fortsetzen können, so Schärli. Für die entstandenen Umstände seien die Fahrgäste mit Gutscheinen entschädigt worden.

(chi)