Uni Basel

19. November 2013 10:44; Akt: 19.11.2013 17:44 Print

«Polizeieinsatz für Flyer-Aktion fragwürdig»

von Jan Hoffmann - Die Polizei duldete eine Flyer-Aktion an der Uni Basel gegen Nestlé nicht. Rund ein Dutzend Personen wurden aus dem Gebäude verwiesen, ein Jungsozialist musste gar auf die Wache.

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Auf Einladung der Statistisch-Volkswirtschaftlichen Gesellschaft hielt Paul Bulcke, CEO von Nestlé, am Montagabend ein Referat in der Aula der Uni. Dies nahmen die Basler Jungsozialisten (Juso) zum Anlass, mit einer Aktion auf die Situation eines in Kolumbien ermordeten Nestlé-Gewerkschafters aufmerksam zu machen. «Wir haben Flyer verteilt und Kerzen angezündet», sagt Beda Baumgartner, Präsident der Juso Basel. Die Polizei sei jedoch mit rund 30 Beamten ausgerückt. «Sie haben zwei unserer Mitglieder festgehalten und für eine Personenkontrolle in einen separaten Raum geführt», erzählt Baumgartner weiter. SP-Grossrätin Sarah Wyss hat bereits eine Interpellation zum Einsatz der Polizei eingereicht. «Einen solchen Polizeieinsatz für eine Flyeraktion erscheint mir fragwürdig. Ich finde es wichtig, der Entwicklung zu einem Polizeistaat Einhalt zu gebieten. Sicherheit ja, Polizeistaat nein.»

Hinweise auf Störaktionen

Die Polizei habe «Hinweise erhalten, dass es während der Veranstaltung zu einer Störaktion kommen könnte», so Sprecher Martin Schütz. Etwa Zwölf Personen seien deshalb aus dem Gebäude verwiesen worden, eine weitere Person wurde gar zu einer Kontrolle vorübergehend auf die Polizeiwache Kannenfeld gebracht

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Recht vor Wirtschaft am 19.11.2013 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn ich gross bin, kauf ich die Polizei

    Aha, die Polizei kann man seit neustem auch für seine eigenen Zwecke kaufen? Auch wenn diese Zwecke dann die öffentliche Beschneidung der Meinungsfreiheit sind? Cool... Wieviel hat Nestlé bezahlt?

  • Mike am 19.11.2013 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    Wo liegt das Problem?

    Das Gebäude der Universität ist privater Grund, wo die Universität das Hausrecht hat. Wenn diese es nicht wünscht dass die Juso das Haus betritt, ist es ihr gutes Recht zum durchsetzen dieses Wunsches die Polizei einzuschalten.

  • Mike Ottiger am 19.11.2013 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Schweinerei

    Grosskonzerne werden von der Polizei vor dem denkenden Bürger geschützt. Zwar sollte "Dein Freund und Helfer" für uns da sein, er hilft jedoch lieber solch blutigen Konzernen wie Nestle. Sehr, sehr bedenkliche Entwicklung.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Recht vor Wirtschaft am 19.11.2013 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn ich gross bin, kauf ich die Polizei

    Aha, die Polizei kann man seit neustem auch für seine eigenen Zwecke kaufen? Auch wenn diese Zwecke dann die öffentliche Beschneidung der Meinungsfreiheit sind? Cool... Wieviel hat Nestlé bezahlt?

  • Megge am 19.11.2013 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    Flyer

    Wer wünscht sich diese Flyer? Diese müssen nachher im Umkreis der Uni von staatspersonal wieder vom Boden aufgesammelt werden und die Steuerzahler berappen die Löhne!

  • Mike am 19.11.2013 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    Wo liegt das Problem?

    Das Gebäude der Universität ist privater Grund, wo die Universität das Hausrecht hat. Wenn diese es nicht wünscht dass die Juso das Haus betritt, ist es ihr gutes Recht zum durchsetzen dieses Wunsches die Polizei einzuschalten.

  • Mike Ottiger am 19.11.2013 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Schweinerei

    Grosskonzerne werden von der Polizei vor dem denkenden Bürger geschützt. Zwar sollte "Dein Freund und Helfer" für uns da sein, er hilft jedoch lieber solch blutigen Konzernen wie Nestle. Sehr, sehr bedenkliche Entwicklung.

    • pascal.Keller am 19.11.2013 21:33 Report Diesen Beitrag melden

      Genau so ist es

      Diese Konzerne dürfen sich alles erlauben. Sie werden ja ganz gros in schutz genommen. Es ist eine Schande das man solches Verhalten noch schützt. Die Menschen sollen wissen wie die Ihr Geld verdienen.

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