Gefährliche Strassenüberquerung

12. Dezember 2018 18:29; Akt: 12.12.2018 18:29 Print

Fünfmal Fussgänger auf Zebrastreifen verletzt

Innerhalb der letzten Woche wurden in der Region Basel fünf Fussgänger auf Zebrastreifen angefahren und verletzt. Häufen sich die Unfälle in der dunklen Jahreszeit?

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Am 6. Dezember um 21.25 Uhr fuhr ein jugendlicher Velofahrer auf dem Basler Dorenbachkreisel einen Mann an. Dieser wurde leicht verletzt. Der Velofahrer machte sich aus dem Staub, ohne seine Personalien zu hinterlassen. Nur zwei Tage später wurde ein blinder Fussgänger von einem rückwärtsfahrenden Auto bei der Kreuzung Burgfelderstrasse/Luzernerring angefahren und leicht verletzt. Die Fahrerin entschuldigte sich zwar, entfernte sich dann aber ebenfalls, ohne ihre Personalien zu hinterlassen.

Gegen 17.30 Uhr am Dienstag, 11. Dezember, kam es auf der Rheinstrasse in Pratteln zu einem weiteren Unfall. Ein 77-jähriger Autolenker übersah einen Fussgänger, der bei der Bushaltestelle Saline auf dem Zebrastreifen die Strasse überqueren wollte. Der 63-jährige Fussgänger wurde schwer verletzt und musst durch die Sanität ins Spital gebracht werden. Am selben Tag war gegen 11.30 Uhr in Therwil eine Frau auf dem Fussgängerstreifen in der Bahnhofstrasse angefahren worden. Auch sie musste verletzt ins Spital gebracht werden.

Schliesslich erfasste in Möhlin AG ein Auto am Morgen des 12. Dezember gegen 6.15 Uhr einen 43-jährigen Mann, der die Landstrasse auf dem Fussgängerstreifen überqueren wollte. Er wurde mittelschwer verletzt und ins Spital gebracht. Der Autolenkerin, einer 74-jährige Amerikanerin, wurde der ausländische Führerausweis aberkannt.

Dunkelheit, Regen und dunkle Kleidung

Als Fussgänger hat man auf dem Zebrastreifen zwar Vortritt. Zur eigenen Sicherheit sollte man trotzdem nicht einfach auf die Strasse treten, mahnt Adrian Gaugler, Sprecher der Polizei Basel-Landschaft. Vier der fünf Unfälle ereigneten sich bei Dunkelheit. Ob die Unfälle mit der Dunkelheit zusammenhängen, könne er nicht sagen, so der Polizeisprecher auf Anfrage. Die Sichtverhältnisse spielten jedoch sicher eine Rolle. «Dunkelheit ist ein Faktor. Bei Regen sind die Sichtverhältnisse noch schlechter», sagt er.

Besonders wenn Personen dunkle Kleider tragen, würden sie schnell übersehen. Dazu könne die Ablenkung durch Handys kommen – vor allem bei Fussgängern. «Fussgänger denken oft: ‹Ich habe ja Vortritt› und achten dann nicht wirklich auf den Verkehr», so Gaugler. Auch bei einem Zebrastreifen müsse man sich vergewissern, dass man von Autolenkern gesehen werde, bevor man auf die Strasse trete. «Es ist ratsam, Blickkontakt mit anderen Verkehrsteilnehmern herzustellen», sagt er.

(lb)