Rheinfelden AG

17. Januar 2019 15:51; Akt: 17.01.2019 17:27 Print

«Warum fotografiert einer Töffli von Schülern?»

Bei einem Schulhaus in Rheinfelden AG wurde ein Unbekannter beobachtet, der Kennzeichen von Schüler-Mofas fotografierte. Der Vorfall wurde den Betroffenen und der Polizei gemeldet.

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«Heute um etwa 15 Uhr beim Schulhaus Engerfeld wurde ein schwarzer Seat mit Zürcher Kennzeichen gesichtet», schrieb am Montag, 14. Januar ein User in der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Rhyfälde, wenn...» in einem Post. «Der Lenker dieses Seats fotografierte die Mofas der Kinder, spezifisch die Kennzeichen der Mofas! Die Polizei und die betroffenen Kinder wurden informiert», heisst es weiter.

Das Kennzeichen und die Beobachtungen wurden der Polizei gemeldet. Die Schule wurde nicht informiert. «An die Kreisschule Unteres Fricktal sind keine Meldungen gegangen, und wir sind mit einem solchem Vorgehen auch noch nie konfrontiert worden», teilte Schulleiter Beat Petermann auf Anfrage mit.

Kein Grund zur Aufregung?

Die Kantonspolizei Aargau bestätigt allerdings, dass eine entsprechende Meldung eingegangen ist. «Vor Ort war niemand anzutreffen, daher können wir nicht bestätigen, dass dies so vorgefallen ist», so Kapo-Sprecherin Barbara Breitschmid auf Anfrage. «Wir können auch keine Aussagen über mögliche Gründe machen, wieso jemand die Mofas fotografieren sollte. Die bisherigen polizeilichen Abklärungen haben keine strafbare Handlung ergeben», sagt sie.

Auf Facebook wird derweil gerätselt, welche Gründe jemand haben könnte, Mofakennzeichen vor einem Schulhaus zu fotografieren. Ist der Fotograf Töffli-Fan oder gibt es Grund zur Sorge um die Schüler?

«Es sah sehr verdächtig aus»

«Er könnte die Kennzeichen der Kids ausfindig machen und so an deren Adressen gelangen», vermutet ein User. Mittels Kennzeichen kann im Kanton Aargau der Halter eines Fahrzeugs online abgefragt werden – auch bei Mofas. Ein anderer vermutet, dass das mit Kindern nichts zu tun habe. «Die Fotos werden gemacht, um zu schauen, wo es sich rentiert zu klauen», so seine Interpretation der Angelegenheit. «Auf jeden Fall sah es sehr verdächtig aus», erwidert der Verfasser des Posts.

(lb)