Basel

02. März 2011 23:09; Akt: 21.03.2011 17:13 Print

Ämter rüsten gegen Libyen-Flüchtlinge auf

von Jonas Hoskyn - Momentan merkt man in der Region noch nichts von der unsicheren Lage in Nordafrika. Doch die Ämter rüsten sich, falls es zu einer Flüchtlingswelle kommen sollte.

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Kommt nun die Flüchtlingswelle? An den Grenzen Libyens herrscht Gedränge. (Reuters)

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«Im Moment herrscht noch Normalbetrieb», sagt der Baselbieter Asylkoordinator Rolf Rossi. «Aber wir beobachten die Situation genau.» Denn wenn eine Flüchtlingswelle aus Nordafrika anrollen sollte, wollen die Baselbieter Stellen bereit sein: «Wir nehmen die Kosovo-Konzepte aus den 90er-Jahren aus der Schublade und passen sie, wo nötig, an», so Rossi. Damals beherbergte der Kanton Baselland 4500 Asylsuchende, mehr als doppelt so viele, wie jetzt nach Schätzungen des Bundes erwartet werden. Im Baselbiet sind noch rund 300 Plätze in Asylwohnheimen sofort verfügbar, weitere Plätze können bei Bedarf geschaffen werden. Enger wird es in Basel-Stadt. «Wir haben nur noch wenig Spielraum», so die kantonale Asylkoordinatorin Renata Gäumann. Knapp 80 Prozent der Plätze seien belegt.

Es laufen Abklärungen für zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten oder notfalls Zivilschutzanlagen. «Aber im Moment ist es sehr schwierig, eine Prognose zu stellen», so Gäumann. Nicht nur kurzfristig müssten Lösungen gefunden werden: «Unter den Flüchtlingen wäre wohl ein hoher Anteil an Schutzbedürftigen, die auch länger bleiben würden», so Gäumann. Auch die Beratungsstelle für Asylsuchende rechnet mit zusätzlicher Arbeit: «Wir sind jetzt schon am Limit», so Geschäftsleiter Michel Meier. Notfalls müsse man schauen, ob man Freiwillige rekrutieren könne.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • pit almeida am 03.03.2011 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    geld ist vorhanden

    zapfen wir die "eingefrorenen" gelder des ghadaffi-clans an, dann haben wir genug mittel, um libysche flüchtlinge in unserem land angemessen unterzubringen.

  • Kasimir am 06.03.2011 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    Aufrüstung an der Grenze ist gefragt

    Asylsuchende müssen bereits an der CH - Grenze zurückgewiesen werden, dann erübricht sich alles andere. Die Flüchlinge muss man umgehend wieder in ihr Heimatland zurück schicken, und vor Ort unterstützen.

  • Ruth am 04.03.2011 20:24 Report Diesen Beitrag melden

    Die Milliarden-Ghaddahfi-Lybien-Gelder

    die weltweit im Umlauf sind, sollte man jetzt für die Flüchltlinge vewenden, damit diese ihr Heimatland nicht verlassen müssen, und somit auch nicht anderen Staaten zur Last fallen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kasimir am 06.03.2011 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    Aufrüstung an der Grenze ist gefragt

    Asylsuchende müssen bereits an der CH - Grenze zurückgewiesen werden, dann erübricht sich alles andere. Die Flüchlinge muss man umgehend wieder in ihr Heimatland zurück schicken, und vor Ort unterstützen.

  • Abbas Schumacher am 05.03.2011 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    Diese Leerdenker...

    ...diskutieren bis sie da sind! Aber was machen, dass sie nicht kommen! Auf solche Ideen kommen die erst gar nicht! Jetzt vor Ort helfen und den Leuten sagen, dass es hier Null Chancen gibt Geld zu verdienen. Calmy-Rey am Fernsehen! Man sende Leute vor Ort um zu sehen was zu machen sei? Wie bitte? Die brauchen Wasser und Zelte. Transport in ihre Heimatländer. Es braucht Leute die denen sagen, dass die Chancen in Europa zu Arbeit gleich Null sind. Alternative muss man anbieten. z.B. Ausbildung vor Ort, in ihrem Land. Da sind Ideen gefragt nicht erst, wenn sie hier sind!

  • B. Kerzenmacher am 05.03.2011 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    Und damit glaubt man die Arbeit suchenden Migrante

    davon abzuhalten weiter nach Norden zu wandern wenn man die Ämter aufrüstert? Das löst bei diesen "Flüchtlingen" lediglich ein müdes Lächeln aus. Im Übrigen bringt es ohnehin nichts wie die "Flüchtlinge" aus Ex-Jugoslawien zeigen, die nämlich alle immer noch hier sind. Diese Ressourcen würde man besser den zurückgebliebenen Frauen und Kinder zukommen lassen da diese es sind die das Land wieder aufbauen müssen da die dazu fähigen jungen Männer jetzt fehlen. Im Übrigen, wurden schon Frauen und Kinder gesichtet unter den "Flüchtlingen" Ja, wie? Nein? Nur nicht zu gschämig es einzugestehen

  • Ruth am 04.03.2011 20:24 Report Diesen Beitrag melden

    Die Milliarden-Ghaddahfi-Lybien-Gelder

    die weltweit im Umlauf sind, sollte man jetzt für die Flüchltlinge vewenden, damit diese ihr Heimatland nicht verlassen müssen, und somit auch nicht anderen Staaten zur Last fallen.

  • pit almeida am 03.03.2011 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    geld ist vorhanden

    zapfen wir die "eingefrorenen" gelder des ghadaffi-clans an, dann haben wir genug mittel, um libysche flüchtlinge in unserem land angemessen unterzubringen.