21. April 2005 04:50; Akt: 20.04.2005 22:22 Print

30 Meter hoher Kamin im Kleinbasel gesprengt

Punkt 14 Uhr wurde gestern an der Breisacherstrasse 1 der Kamin einer ehemaligen Chemiefabrik gesprengt. Dafür wurden Häuser evakuiert und Strassen gesperrt.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ein Knopfdruck, und 150 Tonnen Backsteine fielen in sich zusammen: Der Abluftkamin der alten Chemiefabrik war gesprengt. Sprengmeister Marco Zimmermann, der auch das alte Berner Wankdorf-Stadion einstürzen liess, zeigte sich zufrieden. «Die Sprengung war recht anspruchsvoll – nicht wegen der Höhe des Kamins, sondern wegen der engen Platzverhältnisse.» Für die Sprengung brauchte Zimmermann 3,2 Kilo Gelatine-Sprengstoff.

Die Feuerwehr hatte zuvor das Gelände mit Wasser bespritzt, um die Staubentwicklung zu minimieren. Die Nachbarschaft war zudem angewiesen worden, Fenster und Läden zu schliessen. 60 Polizisten sperrten dann um 13.30 Uhr die von parkierten Autos geräumten Strassen. Rund hundert Bewohner der Liegenschaften an der Klingenthalstrasse 7 bis 19 wurden vorübergehend evakuiert. «Während dieser Zeit bewachten wir die Eingänge der Häuser, um Plünderungen zu verhindern», sagte Polizeisprecher Klaus Mannhart. Die Leute durften unmittelbar nach der Sprengung wieder in ihre Wohnungen. Auf dem Gelände der ehemaligen Fabrik soll nun ein Mehrfamilienhaus mit 13 Wohnungen entstehen.

(lvi)