Basel

03. März 2016 11:55; Akt: 03.03.2016 14:44 Print

Abgewiesene Migranten in Kirche festgenommen

Im Auftrag des Migrationsamtes Basel-Stadt sind am Donnerstag die Besetzer der Matthäus-Kirche kontrolliert worden. Acht Personen wurden festgenommen.

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«Die Kirche wurde nicht geräumt», betont Polizeisprecher Andreas Knuchel auf Anfrage von 20 Minuten. Bei der Aktion am Donnerstagmorgen habe es sich nur um eine Personenkontrolle gehandelt. Die Aktivistengruppe «Wir Bleiben» besetzt seit einem knappen Monat die Kleinbasler Matthäuskirche, wo sie abgewiesenen Asylbewerbern Schutz bieten wollte. Die Gruppe verbreitete am Donnerstag auf Facebook die Meldung, alle Personen in der Kirche seien abgeführt worden.

Laut Mitteilung der Polizei handelt es sich bei sechs der festgenommenen Personen um ebendiese Asylsuchenden mit rechtskräftigen Asylentscheiden im Rahmen des Dublin-Out Verfahrens. Sie sollen nach Italien ausgewiesen werden. Die zwei weiteren ausländischen Personen konnten sich ebenfalls nicht mit einem gültigen Identitätsausweis ausweisen.

Das Migrationsamt nimmt in diesen Fällen noch weitere Abklärungen vor. In den Räumlichkeiten unterhalb der Matthäuskirche wurden drei weitere Personen angetroffen. Die drei Schweizerinnen und Schweizer wurden kontrolliert, aber vor Ort belassen. Ihnen droht eine Verzeigung wegen Diensterschwerung.

Für Donnerstagabend haben die Aktivisten eine Demonstration vor der Kirche angekündigt.

(aj)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nick am 03.03.2016 12:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klarer Fall

    Adios und keine weiteren Abklärungen, oder wird wieder ein Jahr darüber Diskutiert, in der Schweiz kenne ich bald nichts anderes mehr...

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  • Ugly am 03.03.2016 12:09 Report Diesen Beitrag melden

    was für eine Farce

    Die lachen über uns und tanzen uns alle auf der Nase rum und wir sagen auch noch schön brav dafür: Herzlich Willkommen im Paradies!

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  • Ernst Moser am 03.03.2016 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    1000 Franken

    Würde 1000 Franken wetten, die erwähnten Aktivisten sind alles Sozialhilfebezüger und haben Zeit, sich bei "Wir bleiben" zu engagieren, da sie wohl kaum einer geregelten Arbeit nachgehen müssen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Cavi33 am 03.03.2016 18:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles sehr mühsam

    Da fallen doch wieder kosten bis diese Migranten endlich ausgewiesen sind. Irgendwie klemmt es in diesem Departement einfach immer . Dass die Kirche das mit meinen Steuergelder macht stört mich gewaltig, der Pfarrer hätte doch andere Aufgaben.

  • Darth Vader am 03.03.2016 15:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo!!

    Gut so... genau so muss es sein!! Wer die Regeln nicht einhaltet soll gehen!

  • Gerold Felber am 03.03.2016 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Glück & Pech

    Wir trinken ihnen das Wasser weg, fahren mit ihrem Öl durch die Gegend, haben ihr Geld bei uns auf den Banken, verkaufen ihnen die Waffen, mit denen sie getötet werden und ihr seit zu egoistisch, ihnen einen Platz zu geben, wenn dieser Kreislauf schlichtweg nicht mehr aufgeht. Vergesst nie dass es ausschliesslich Glück ist, in einem Land wie unserem geboren zu werden.

    • eh nöd am 03.03.2016 16:21 Report Diesen Beitrag melden

      Jein.

      Zum Teil haben Sie sicher Recht mit Ihrer Aussage. Aber wenn sich z.B. ein Robert Mugabe in Luxus wälzt und sein Volk verhungert - können wir da wirklich etwas dafür? Oder wenn Startkapital, welches für einen Existenzaufbau gedacht gewesen wäre einfach in einer grossen Party verlocht wird? Ich glaube, man muss schon beide Seiten sehen - warum genau hat ein Land ohne Rohstoffe wie die Schweiz Geld und Länder mit sehr vielen haben keines?

    • pb am 03.03.2016 16:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gerold Felber

      Der Fakt, dass es zufall ist, in welchem Land man geboren wird übersehen viele. Miteinander > Gegeneinander

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  • Refermierte Basler am 03.03.2016 14:52 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist die Frage

    Wieso wir so viele Kirchenabgänger haben. Dieses Beispiel in Basel ist eine der Antworten. Die Kirche soll sich wieder mehr um ihre eigenen Sorgen bekümmern und nicht noch 4. Welt spielen. Für solche Spielereien habe und bezahle ich keine Kirchensteuer mehr.

  • David Krejci am 03.03.2016 14:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Skandal

    Das heisst ja die Polizisten konnten während dieser Zeit keine Radar-Abzocke betreiben und auch keine Parkbussen verteilen? Ein Skandal sondergleichen in der Autofahrer-Hölle Namens Basel.

    • Nigolas am 03.03.2016 14:56 Report Diesen Beitrag melden

      Thema?

      hattest anscheinend erst gerade eine Busse erhalten... sonst würdest du nicht über ein ganz anderes Thema schreiben als dieses..

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