24. März 2011 23:09; Akt: 24.03.2011 21:13 Print

Abzocke mit angeblicher Traumwohnung

von Anna Luethi - Mit fingierten Inseraten locken Betrüger Wohnungssuchende in die Abzockfalle. Momentan kursiert das Angebot einer Topbleibe in der City – die Staatsanwaltschaft warnt.

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Rahel Röthlisberger (l.) und Kathi Degen vor einem Bild der vermeintlichen Traumwohnung. Foto: lua

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100 Quadratmeter an der Freien Strasse 88, Luxusausstattung mit allem Drum und Dran – und das für 1800 Franken monatlich: Mit diesem Wohnungsangebot lockt ein Inserat in Zeitungen und auf Onlineportalen. Die wohnungssuchenden Baslerinnen Rahel Röthlisberger (22) und Kathi Degen (19) reagierten gestern auf das Inserat und wurden prompt in einen regen E-Mail-Austausch verwickelt. «Ich war schon überrascht, als die Inserentin auf Englisch antwortete und rasch nach einer Anzahlung auf die Monatsmiete fragte», so Röthlisberger. Die Fotos erschienen den Frauen verdächtig – «einfach too much» – und sie brachen den Kontakt ab.

Genau richtig, sagt Kriminalkommissär Markus Melzl: «Wenn man ein Objekt nicht anschauen durfte, sollte man nie etwas bezahlen», sagt er. Die Masche würde etwa zwei-, dreimal pro Jahr kursieren. «Die Inserate führen meist nach England – und von dort aus oftmals zur Nigeria-Connection», so Melzl. Dies bestätigt auch Homegate.ch: «Wir hatten seit Anfang Jahr 15 solcher Inserate, die wir nicht freischalteten», sagt Sprecherin Myriam Reinle. Sie warnt: «Die Betrüger wurden raffinierter und verwenden oft auch Schweizer Kontaktdaten.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Simona Schweizer am 26.03.2011 21:13 Report Diesen Beitrag melden

    Wohnung Basel

    Genau dasselbe ist uns auch passier -ebenfalls in Basel. Logischerweise zahlt man nicht ohne etwas zu sehen. Als wir die Wohnung und den Besitzer bei der vermeintlichen Adresse aufsuchen wollten, um das Angebot zu überprüfen, stellte sich heraus, dass es diese Wohnung gar nicht gibt.

  • Silver am 25.03.2011 09:55 Report Diesen Beitrag melden

    Selbst schuld

    Schaltet doch mal den gesunden Menschenverstand ein! Nur ein bisschen nachschauen, vergleichen und überlegen. Dann würden die allermeisten Betrugsversuche in Nichts enden. Aber eben, vielen meinen genau diejenige glückliche Person zu sein, die jetzt das grosse Los gezogen hat und lassen sich auf diese Betrugsversuche ein. Es wird überall davor gewarnt, wer nicht hören will - muss fühlen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Simona Schweizer am 26.03.2011 21:13 Report Diesen Beitrag melden

    Wohnung Basel

    Genau dasselbe ist uns auch passier -ebenfalls in Basel. Logischerweise zahlt man nicht ohne etwas zu sehen. Als wir die Wohnung und den Besitzer bei der vermeintlichen Adresse aufsuchen wollten, um das Angebot zu überprüfen, stellte sich heraus, dass es diese Wohnung gar nicht gibt.

  • Silver am 25.03.2011 09:55 Report Diesen Beitrag melden

    Selbst schuld

    Schaltet doch mal den gesunden Menschenverstand ein! Nur ein bisschen nachschauen, vergleichen und überlegen. Dann würden die allermeisten Betrugsversuche in Nichts enden. Aber eben, vielen meinen genau diejenige glückliche Person zu sein, die jetzt das grosse Los gezogen hat und lassen sich auf diese Betrugsversuche ein. Es wird überall davor gewarnt, wer nicht hören will - muss fühlen.