09. Januar 2008 11:56; Akt: 20.07.2013 18:26 Print

Alkohol erst ab 18

Sie saufen und saufen: Bei Jugendlichen liegt Rauschtrinken im Trend. Neue Gesetze sollen dem nun einen Riegel vorschieben. Die Basler wollen besonders weit gehen.

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Die Baselbieter Regierung will gegen den Alkoholverkauf an Jugendliche schärfer vorgehen. Mit einer Teilrevision des Gastgewerbegesetzes sollen drei Punkte neu geregelt werden: So sollen die Altersgrenze erhöht und der Bier- und Weinverkauf generell wieder bewilligungspflichtig werden. Zudem wird die private Weitergabe mit Bussen bis 600 Franken neu strafbar. «Der Alkoholkonsum ist und bleibt legal», sagte Justiz- und Polizeidirektorin Sabine Pegoraro gestern vor den Medien. Verringert werden müsse aber die Verfügbarkeit.

Mit ihren restriktiven Massnahmen, die nun in der Vernehmlassung sind, will die Regierung über das geltende Bundesrecht hinausgehen. Dort gilt derzeit ein Verkaufsverbot für Bier und Wein an unter 16-Jährige. Einzig im Tessin und im Kanton Zug liegt die Altersgrenze bei 18 Jahren. Das Verbot der privaten Weitergabe wurde 2007 im Kanton Bern eingeführt.

Im Baselbiet ist vorgesehen, dass das Gesetz Anfang 2009 in Kraft tritt. «Verbote sind zwar nicht alles – wir hoffen aber, so die besorgniserregende Steigerung des Alkoholkonsums bei Jugendlichen reduzieren zu können», so Pegoraro.

Denise Dollinger


Soll Alkohol nur an über 18-Jährige verkauft werden?

Adrian Seiler 19, Bünzen (AG)

Ich denke, für manche Jugendliche ist diese Änderung ungerechtfertigt, da sie keinen Alkoholmissbrauch betreiben. Doch es gibt halt viele Junge, die zu oft betrunken sind. Dort halte ich diese Einführung für sinnvoll.


Silvana Gratzler 17, Zwingen (BL)

Ich finde diese Idee gut, denn es gibt viel zu viele, die mit dem Alkoholkonsum übertreiben. Doch irgendwie kommen die Jugendlichen immer zu Alkohol. Mich selbst würde dieses Gesetz nicht wirklich stören, da ich bald 18 werde.