Verkehrszunahme

13. Mai 2015 13:27; Akt: 13.05.2015 13:27 Print

Am Euroairport gibt es nachts mehr Fluglärm

Die Verkehrszunahme auf dem Euroairport hat 2014 zu mehr nächtlichem Fluglärm geführt. Insgesamt blieb die Lärmbelastung laut einem Bericht aber unverändert.

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Der Euroairport verzeichnet mehr Fluglärm in der Nacht. (Bild: Keystone/Georgios Kefalas)

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Im Südwesten des Flughafen Basel-Mülhausen gab es 2014 mehr nächtlichem Fluglärm. Das geht aus dem Bericht der Fluglärmkommission hervor, den die Regierungen beider Basel zuhanden der Parlamente verabschiedet haben. Insgesamt sei die Lärmbelastung aber auf Vorjahresniveau geblieben.

Die Zahl der Starts und Landungen auf dem Euroairport stieg 2014 um 2,5 Prozent auf 89'473 Flugbewegungen. Die Nachtflüge zwischen 22 und 6 Uhr nahmen dabei um knapp 7 Prozent auf 8331 zu, wie es in dem am Mittwoch vorgelegten Bericht heisst: Starke Zunahmen habe es zwischen 22 Uhr und Mitternacht gegeben, einen minimen Rückgang dagegen am frühen Morgen.

So habe die Zahl der Flugbewegungen von 22 bis 23 Uhr um 6 Prozent und jene von 23 bis 24 Uhr um 17 Prozent zugenommen. Zwischen 5 und 6 Uhr waren es derweil 0,5 Prozent weniger. Dies widerspiegle das grössere Flugangebot in den Randstunden mit mehr Landungen heimkehrender Maschinen und mehr Starts von solchen, die ihre letzte Rotation in Basel beginnen.

Mehr Lärm gegen Mitternacht

Ausgewirkt hat sich dies auch auf den Lärm. Insbesondere in Allschwil BL sowie Häsingen und Buschwiller im Elsass stiegen die gemessenen Fluglärmwerte von 22 bis 23 Uhr an; einzig in Binningen BL nahmen sie wegen der tieferen Landequote von Süden ab. Von 23 bis 24 Uhr zeigten dann fast alle Messstationen deutlich höhere Werte an.

Zudem stiegen die Messwerte im Süden und Westen des Flughafens stärker an als im Norden. Zwar finde nachts der Verkehr nach wie vor überwiegend, nämlich zu 93 Prozent, im Norden statt, hält die Kommission dazu fest. Doch die Verkehrszunahme mache es betrieblich schwieriger, die Nordausrichtung nachts immer umzusetzen.

Auf 93 (Vorjahr: 70) gestiegen ist 2014 im übrigen die Zahl der Ausnahmebewilligungen für Flüge während der Sperrzeiten. Dabei handelte es sich etwa um Sonderflüge während grosser Messen, private Geschäftsflüge, Frachtflüge oder verspätete Linienflüge kurz nach Beginn der Sperrzeit. Letztere seien Folge des Mehrverkehrs in den Randzeiten.

Grenzwerte nicht überschritten

Insgesamt sei die Lärmbelastung aber trotz eines grösseren Flugaufkommens auf dem Niveau der Vorjahre geblieben, hält die Kommission fest. Der Immissionsgrenzwert nach Schweizer Lärmschutzverordnung sei tagsüber und nachts nicht überschritten worden, dies mit Ausnahme von Bartenheim (F) nordwestlich des Flughafens, wo er zwischen 23 und 24 Uhr übertroffen wurde.

Allerdings gab es einzelne Spitzenlärmwerte. So wurden 2014 insgesamt 10 (Vorjahr: 6) sehr laute Flüge mit über 90 Dezibel und zwischen 22 und 6 Uhr zudem 2776 (Vorjahr: 1940) Flüge mit über 70 Dezibel verzeichnet. Die sehr lauten Flüge wurden an den Messstationen Allschwil und Häsingen registriert, Urheber waren grosse Frachtflugzeuge.

(cs/sda)