Basel

01. Dezember 2011 22:57; Akt: 01.12.2011 22:14 Print

Arbeitsplätze für behinderte Menschen

von Susan Pedrazzi - Die Stadt Basel geht in Sachen Arbeitsintegration behinderter Menschen voraus: Bis Ende 2012 will das Projekt Charta hundert zusätzliche Arbeitsplätze auf dem freien Markt schaffen.

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Sinnstiftendes Arbeiten: Angestellte in den geschützten Band-Werkstätten. (Foto: sup)

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Am Samstag findet unter dem Motto «Arbeit – ein Menschenrecht» der Internationale Tag der Menschen mit einer Behinderung statt. Zu diesem Anlass informierte die Fachstelle Gleichstellung von Menschen mit einer Behinderung gestern über ihr einmaliges Förderungskonzept: «Nur in Basel werden die Gleichstellungs­probleme nicht punktuell, sondern gut vernetzt angegangen», so Martin Haug, Leiter der Fachstelle. Die Vernetzung betrifft auch das Projekt Charta, das bis Ende 2012 total 100 Arbeitsplätze für behinderte Menschen schaffen will – auf dem freien Arbeitsmarkt. «Stellen in geschützten Werkstätten gibt es schon genug», so Haug, «es geht darum, dass mehr Firmen voll erwerbsfähige Menschen mit Behinderung regulär einstellen.»

Seit 2009 hat die Charta bereits 42 behinderten Menschen eine Anstellung verschafft. Ein Unternehmen, das diesen November bei Charta unterschrieben hat, ist die Stiftung Band-Werkstätten. Die Institution bietet acht integrative Arbeitsplätze an. «Wir hoffen darauf, dass die Firmen, für die wir arbeiten, geeignete Mitarbeiter von uns übernehmen», so Leiter Roland Rüegg.