Zoo Basel

17. April 2019 11:48; Akt: 17.04.2019 11:49 Print

Hier versteckt sich ein Erdmuttersöhnchen

Doppelt gemoppelt: Was da eingerollt aus einer Erdmännchen-Mama herausschaut, ist das neue Mitglied der Erdmännchen-Gang des Basler Zollis.

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In der Raubtieranlage des Basler Zollis gibt es Nachwuchs: Ein junges Erdmännchen zeigt sich in der Anlage des Etoschahauses. Nach einer zehnjährigen Nachwuchs-Pause ist es das vierte Junge innerhalb von sieben Monaten, wie der Basler Zoo berichtete.

Bereits am 20. März stellte ein Tierpfleger fest, dass das Erdmännchen-Weibchen bei der Fütterung fehlte. Dabei beobachtete er auch, wie die anderen Tiere Futter in den Bau brachten. Am 6. April tauchte das Erdmännchen-Baby schliesslich auf der Anlage auf, und bestätigte die Nachwuchs-Vermutungen. Im letzten Drittel des vergangenen Jahres hatte die Mutter bereits drei Erdmännchen-Babys zur Welt gebracht.

Allerdings lässt sich nicht genau ausmachen, wer der Vater des Jungen ist. Vor einem Jahr hatte die Erdmännchen-Dame zwei neue Partner bekommen. Von Eifersucht kann jedoch keine Rede sein: Das Trio verstand sich auf Anhieb sehr gut, und wie das bei Erdmännchen so üblich ist, kümmern sich alle Erwachsenen um den Nachwuchs. So lernt es alles, was es für ein Leben als Erdmännchen wissen muss.

Erdmännchen sind Fleischfresser

Erdmännchen kommen im südlichen Afrika, in offenen und trockenen Landschaften vor und leben in grossen, sozialen Gruppen. Wer jetzt aber glaubt, dass sie keiner Seele etwas zu Leide tun können, irrt sich. Erdmännchen gehören nämlich zur Ordnung der Raubtiere. Am liebsten verspeisen sie Insekten und manchmal auch kleinere Wirbeltiere. Weil das Fangen aber gar nicht so einfach ist, sind die Erdmännchen-Kinder bei der Nahrungssuche der Erwachsenen bereits dabei. Dabei lernen sie, wie man Nahrung sucht, Steine dreht und kleine Beutetiere fängt.

Auch das Erkennen von Gefahren will gelernt sein: Ob aus der Luft oder an Land, es muss geübt werden. Zu diesem Zweck richten sich die Jungen, genau wie die Erwachsenen auf, und beobachten aufmerksam die Umgebung. Bei Gefahr stossen die Wächter einen Alarmschrei aus und in Null-Komma-Nichts verschwinden die Erdmännchen im Bau.

Geschlecht ist unbekannt

Im Basler Zoo leben zurzeit sieben Tiere. Unter den Drei Jungen des letzten Jahres sind zwei Weibchen, und ein Männchen. Das Geschlecht des aktuellen Jungtiers ist noch nicht bekannt.

(jes)