Alkoholverbot

20. April 2010 23:12; Akt: 20.04.2010 23:15 Print

Aus für den Harassenlauf

von Jonas Hoskyn - Die Gemeinden Münchenstein und Reinach haben für den 1. Mai auf der Harassenlaufstrecke ein Alkverbot verhängt. Wer am Bierlauf teilnimmt, riskiert eine Busse von mindestens 500 Franken.

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Solche Bilder wie vom Bierlauf 2006 sollen mit dem Verbot der Vergangenheit angehören.

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Seit gestern ist klar, wie die Behörden den Harassenlauf dieses Jahr verhindern wollen: Behörden erlassen ein Alkoholkonsumverbot auf der traditionellen Harassenlaufstrecke vom Schwimmbad Reinach bis in die Grün 80. Dies ist aufgrund des im letzten Jahr verabschiedeten Wegweisungsartikels möglich. «Aufgrund des Verbotes kann eine Busse von mindestens 500 Franken ausgesprochen werden», so Dieter Leutwyler von der Baselbieter Sicherheitsdirektion. Zusätzlich droht den Bierläufern eine Verzeigung. Zudem herrscht am 1. Mai auf gewissen Strassen nahe der Birs ein Fahrverbot. Dies, weil in den letzten Jahren vermehrt Alkoholkuriere mit Lieferwagen die Bierläufer mit Nachschub versorgt haben.

Damit ist die Teilnahme am Harassenlauf, der dieses Jahr zum 17. Mal stattfinden würde, offiziell illegal. «Wir appellieren an alle, gar nicht erst zu kommen», so Leutwyler. «Andernfalls sind wir willens, das Verbot durchzusetzen.» Das Verbot zeichnete sich ab, nachdem niemand das neu nötige Bewilligungsgesuch gestellt hatte. Das verschärfte Gesetz wurde erlassen, nachdem es letztes Jahr zu Schlägereien und Messerstechereien gekommen war.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas am 21.04.2010 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    Dann ist es also soweit,

    Mein Grossvater lernte mich noch, dass ich das Glück habe in einem freien Land zu leben. Das ist jetzt, 46 Jahre später nicht mehr der Fall. Ich verzichte an dieser Stelle, alle Verbote in diesem Land aufzuzählen. Ich schlage deshalb vor, wählt eine legale Route, die Medien zur Verbreitung habt ihr ja.

  • P.P. am 21.04.2010 00:01 Report Diesen Beitrag melden

    Schön.

    Schön, das nun alles verboten wird, was nicht mit dem Strom schwimmt. Verbieten wir doch gleich, ausserhalb der Arbeitszeiten das Haus zu verlassen. Dann verhindern wir die meisten Schlägereien und Messerstechereien.

  • Hagel am 21.04.2010 08:03 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist hier...

    ... die viel propagierte westliche Freiheit? Ddas ist ja schon fast wie im Iran. Führen wir neu auch Sittenwächter ein?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Komplex am 29.04.2010 18:45 Report Diesen Beitrag melden

    WASLAUFT?!

    Da scheinen ein paar Leute nicht verstanden zu haben um wass es geht. Das Problem ist nicht der Abfall, der in riesen Mengen herumliegt. Es sind nicht die Messerstechereien. Nicht die Minderjährigen, die betrunken herumtorkeln. All das gibt es an jedem zweiten Fussballmatch, an der Fasnacht oder am Banntag. Das Problem liegt einzig und allein darin, dass ausser den Bierbrauern keiner Geld mit dem Anlass macht. Stay Sauvage

  • dudelhuhn am 26.04.2010 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    kein kistenlauf?

    ja ne is klar, wenn ich nicht am bierkistenlauf teilnehmen kann, schliesse ich mich halt den randalierern an. ich sorge mit meinen freunden dafür, dass die grössten schäden seit jahren entstehen. vieleich verstehen dann einige leute, dass der kistenlauf viele menschen von vielen dummen ideen fern hält.

  • Sando am 24.04.2010 11:32 Report Diesen Beitrag melden

    Verbot nicht klar definiert

    "Behörden erlassen ein Alkoholkonsumverbot auf..." was ist, wenn ich alkoholfreies Bier transportiere/konsumiere?

  • Sibylle am 23.04.2010 14:58 Report Diesen Beitrag melden

    Hilfs-Idee

    Beim Harrassenlauf handelt es sich doch um einen Wettbewerb. Wer gewinnt, darf so viele Harrassen nach Hause nehmen, wie er transportieren kann. Warum setzt man nicht gleichzeitig eine Prämie auf, für die Leute die am meisten Müll gesammelt haben? So sollte nix liegen bleiben.

  • Ruedi Hediger am 22.04.2010 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur die Jugend trinkt...

    Nicht nur die Jugend trinkt, wer das denkt kann ja mal diverse Quartierkneipen besuchen zwischen 09:00 Morgens bis Abends. Dieses Gesetz zeigt mal wieder das wir in einem Polizeistaat wohnen. Dass der Lauf ein Problem ist, ist bekannt. Dennoch ist dies nicht der richtige Weg ihn zu bekämpfen.