Polizeimeldungen Region Basel

26. Mai 2019 11:38; Akt: 26.05.2019 11:49 Print

«Der Kiosk wurde wegen der Baustelle überfallen»

Am Samstagabend kam es am Centralbahnplatz mitten in Basel zu einem Überfall. Wie kann das an einem belebten Hotspot der Stadt passieren?

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Der Kiosk am Centralbahnplatz in Basel wurde am Samstagabend überfallen. Zur Zeit finden am Platz grosse Bauarbeiten statt. Diese beeinträchtigen die Sicht auf den Kiosk. Für eine Kioskverkäuferin ist klar: Ohne die Baustelle wäre es nicht zum Überfall gekommen, weil der Ort zu exponiert für ein solches Verbrechen am helllichten Tag ist. Durch die Baustelle ist die Sicht eingeschrönkt, von der anderen Platzseite sieht man aktuell nicht zum Kiosk. Ein frisch gewaschener BMW blockierte am Freitagmittag die Tramlinien 10 und 11 am Dreispitz. Der Wagen machte nach der Ausfahrt aus der Autowaschanlage einen Abflug aufs Gleis. Es dauere rund eine Stunde, bis der Unfallort geräumt war und die Strecke für den Tramverkehr wieder freigegeben werden konnte. Über diese Brücke kam ein 21-jähriger Velofahrer am Donnerstagabend, 23. Mai, gefahren, als er unvermittelt stürzte. Der Sturz ist für die Polizei laut Zeugenaufruf «unerklärlich». Allerdings weist die Polizei auch darauf hin, dass der junge Mann angetrunken war, was des Rätsels Lösung sein könnte. Der Renault einer Frau wurde am Montag, 20. Mai von einem ausser Kontrolle geratenen Anhänger zerstört. Die Frau musste verletzt ins Spital gebracht werden. Der Anhänger war aus noch unbekannten Gründen auf die Gegenfahrbahn der schmalen Landstrasse geraten. Die Frau korrekt fahrende Frau konnte nicht mehr ausweichen. Dieser Seat machte einen Ausflug ins Grüne, als sein Lenker auf der Ausfahrt Frick der Autobahn A3 nicht mehr Herr der Lage war und von der Strasse abkam. Der 22-jährige Lenker war auch nicht mehr ganz Herr seiner Sinne, als er verunfallte. Ein Atemalkoholtest der Polizei ergab einen Wert von 1,2 Promille. Der Unfall geschah am Sonntagmorgen, 19. Mai, um 8 Uhr. Den Führerausweis des junge Blaufahrers hat die Polizei gleich eingezogen. Diese Lieferung kam nicht an. Ein Sattelschlepper verlor am Montagmorgen, 20. Mai, seine Ladung auf der Autobahnausfahrt Rheinfelden Ost, unweit der Brauerei Feldschlösschen. Der Lastwagen verlor die Harassen wegen ungenügender Ladungssicherung. Nachdem das Heck des Wagens in einer Linkskurve ausgebrochen war, kam ein BMW am Sonntag, 19. Mai in Läufelfingen von der Unteren Hauensteinstrasse ab und stürzte acht Meter in die Tiefe. Der BMW erlitt Totalschaden, der 38-jährige Lenker blieb derweil unverletzt. Der BMW wurde geborgen. Nun untersuchen Spezialisten der Baselbieter Polizei die Unfallursache. Am Donnerstagabend, 16. Mai, wurde eine verletzte Frau mit einem Hubrettungsfahrzeug aus dem Basler Spalentor geborgen. Sie war gestürzt und konnte nicht mehr gehen. Aufgrund des engen und steilen Treppenhauses, entschieden sich die Einsatzkräfte für den Weg der Bergung über ein 15 Meter hoch gelegenes Fenster. Capo mit seinem Chef Kpl Claudio Vetsch: Der sechjährige Diensthund der Baselbieter Polizei hat in der Nacht auf Donnerstag, 16. Mai, in Reinach zwei Einbrecher gestellt. Am Mittwochmorgen, 15. Mai, wurde ein Frau beim Gassi gehen mit ihrem Hund an der Baselstrasse in Münchenstein von einem Velofahrer zu Fall gebracht. Der Mann flüchtete, ohne sich um die Verletzte zu kümmern. Am Dienstag, 14.Mai, übersah ein Autofahrer in Sissach beim Linksabbiegen einen entgegenkommenden Velofahrer. Dieser wurde beim Sturz verletzt und musste ins Spital gebracht werden. Die Schuldfrage ist auf Facebook rasch geklärt. Vor allem: Viele nerven sich, dass Autofahrer beim Abbiegen notorisch die Kurve schneiden. Ein 27-jähriger Autolenker verursachte am Dienstagabend, dem 14. Mai auf der A22 bei der Ausfahrt Füllinsdorf/Frenkendorf einen Selbstunfall. Aus bis anhin nicht restlos geklärten Gründen verlor er die Kontrolle über seinen Wagen und kollidierte seitlich mit einer Betonwand. Dabei kam er erst nach mehreren Metern vor einem Kreisel zum Stehen. Zwei Iraker wollten in der Nacht von Sonntag auf Montag zwei Tonnen Coiffeur-Produkte in die Schweiz schmuggeln. Die beiden fielen der Zollverwaltung auf und wurden kontrolliert. Sie wurden wegen Verstosses gegen das Strassenverkehrsgesetz angezeigt. Ausserdem müssen sie eine Busse bezahlen und Zoll- und Mehrwertsteuerabgaben in der Höhe von mehreren Tausend Franken nachzahlen. Am 14. Mai kam es an der Horburgstrasse zu einem Unfall zwischen einem Tram und einem Personenwagen. Die Lenkerin des Wagens (58) übersah mutmasslich das nahende Tram, als sie auf der Höhe der Liegenschaft 13 nach links abbiegen wollte.Sie wurde nach dem Unfall durch die Sanität ins Spital gebracht. Der 40-jährige Lenker des Lieferwagens kam am 13. Mai in Dittingen unterwegs zum Steinbruch von der Strasse ab. Er blieb beim Unfall unverletzt. Der Lieferwagen stürzte die Böschung hinunter, nachdem der Lenker mangels Aufmerksamkeit das rechtseitige Strassenbord touchierte, worauf das Fahrzeug nach lnks ausbrach. In Rheinfelden kam es am Montagmorgen, 13. Mai, zu einem Schweröl-Austritt auf dem Rhein. Mutmasslich verlor ein Grossschiff im Hafen von Rheinfelden (D) Öl, es wurden flussabwärts mehrere Sperren errichtet. Ein 76-Jähriger wurde bereits im April am Grenzübergang Basel/Weil am Rhein (D) mit 114'000 Euro erwischt. Hätte der Mann das Geld deklariert, würde ihm jetzt nicht eine Busse von 30'000 Euro drohen. Am Mittwoch, 8. Mai musste ein Busfahrer der Linie 34 in Binningen BL eine Vollbremsung einleiten, weil ihm ein Auto den Weg abgeschnitten hatte. Dabei wurden drei Personen verletzt und mussten ins Spital gebracht werden. In der Nacht auf den Dienstag war in Hegenheim (F) ein Schaf, zusammen mit einem weiteren Schaf und einem Hund ausgebüxt. Während seine zwei Kameraden bereits Mitternacht wieder eingefangen werden konnten, begab sich das dritte Schaf noch über die Grenze in die Schweiz. In Allschwil gelang es der Polizei schliesslich, das Schaf wieder einzufangen. Ein 22-jähriger Eritreer wurde am Montagvormittag, 6. Mai, in Stein von einem Senior vom Sattel geholt. Der 88-jähriger Autolenker kollidierte aus noch unklaren Gründen beim Rechtsabbiegen mit dem Velofahrer. Dieses Auto landete im Wald, nachdem sein Lenker am 5. Mai in Grellingen einem Reh ausgewichen war. Das Fahrzeug wurde die Böschung hinuntergeschleudert. In einem Linienbus in Weil am Rhein schockte ein angeblicher Toter am Freitagabend, 15. März, die Passagiere. Die Polizei konnte den Mann schliesslich durch die «Setzung eines Schmerzreizes» aus dem Tiefschlaf wecken. Am frühen Samstagmorgen, 16. März, wurden zwei junge Schweizer in flagranti von der Polizei erwischt, nachdem sie in der Lehenmattstrasse in Basel bei mehren Autos die Aussenspiegel abgeschlagen hatten. Ein Passant beobachtet die Täter und alarmierte die Polizei. Am Dienstagabend, kurz vor Mitternacht, brannte ein Personenwagen an der Hofackerstrasse in Muttenz vollständig aus. Die Brandursache ist noch unklar und ist derzeit Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Am Montagmorgen fuhr ein E-Bike-Lenker auf dem Trottoir in der Basler Gundeldingerstrasse und stiess einen Fussgänger um. Dieser fiel zu Boden und wurde verletzt. Die Polizei sucht Zeugen. Am Dienstag, 12. März wurden bei Birsfelden BL zwei Ruderer im Rhein unter einen Binnenfrachter gezogen. Ihr Ruderboot war mit dem Frachtschiff kollidiert. Sie kamen mit dem Schrecken davon. In der Nacht auf den 11. März brannte in der Basler Hebelstrasse eine Dachstockwohnung. Drei Personen mussten ins Spital, darunter ein dreijähriges Mädchen. Gegenüber 20 Minuten erzählte ein Anwohner des Hauses, wie er die Brandnacht erlebte. Wegen des Lärms sei er zunächst davon ausgegangen, dass Betrunkene im Treppenhaus seien Der Feuerwehr war es rasch gelungen, den Brand in einem Zimmer der Dachwohnung zu löschen. Laut Kriminalkommissar Peter Gill ist die Wohnung im Dachstock «völlig ausgebrannt».

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Am Samstagabend wurde der Kiosk am Centralbahnplatz Basel überfallen. Um etwa 19 Uhr betrat ein unbekannter Mann den menschenleeren Kiosk, lief direkt auf die Verkäuferin zu und bedrohte sie mit einer Stichwaffe. Sie solle ihm das Geld aus der Kasse geben. Die Verkäuferin öffnete die Kasse und der Räuber nahm mehrere hundert Franken daraus.

Daraufhin verliess er den Kiosk schnell wieder und flüchtete in Richtung Elisabethenanlage. Die Polizei, die kurz darauf eintraf, fand nur noch die unter Schock stehende Kioskverkäuferin vor. Die sofort eingeleitete Fahndung blieb erfolglos, wie die Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilte.

«Meiner Kollegin geht es den Umständen entsprechend gut», sagt eine Kioskverkäuferin am Sonntag gegenüber 20 Minuten. Doch wie kann es sein, dass ein Überfall an einem belebten Hotspot der Stadt gelingt, währenddem es hell ist? Die Kioskverkäuferin verweist auf die Baustelle direkt vor der Ladenzeile am Centralbahnplatz. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass es ohne die Baustelle zu diesem Überfall gekommen wäre», erklärt sie.

Die Absperrungen bieten optimalen Sichtschutz

Tatsächlich verändert die Baustelle die Situation am Platz markant. Einerseits wird die Fluchtmöglichkeit durch die Baustellengitter stark eingeschränkt. Andererseits bieten die Absperrungen einen optimalen Sichtschutz. Ohne Baustelle ist der Kiosk am Platz exponiert. Ein Überfall bliebe normalerweise wohl kaum unbemerkt.

Die Baselstädtische Staatsanwaltschaft möchte das nicht bestätigen: «Wir können nicht sagen, ob die Baustelle einen Einfluss auf die Entscheidung des Täters hatte», so der Mediensprecher Peter Gill. Allerdings: «Am Bahnhof kommt es wenig zu Überfallen auf Geschäfte. Es gibt aber auch nicht so viele Läden dort, die überfallen werden könnten.»

Die Kriminalpolizei sucht nach Zeugen des Vorfalls und hat folgende Beschreibung des Täters veröffentlicht:
Gesucht wird ein magerer Unbekannter zwischen 25 und 30 mit weisser Hautfarbe, der etwa 1,8 Meter gross ist. Der Räuber hatte eine gepflegte Erscheinung, kurze braune Haare, ein schmales, längliches Gesicht und trug dunkelblaue Jeans und einen ebenfalls dunkelblauen Pullover. Der Mann sprach Schweizerdeutsch.

(kom/20 Minuten)