Basel

23. November 2018 17:23; Akt: 23.11.2018 17:23 Print

Bahnhof wird für Pendler zur Horror-Baustelle

100'000 Menschen steigen täglich am Centralbahnplatz vor dem Basler Bahnhof SBB um. Kommenden Frühling werden dort sämtliche Tramgleise erneuert.

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Für den Erhalt und die Erneuerung der Infrastruktur werden im Kanton Basel-Stadt auch im kommenden Jahr zig Millionen investiert. Eine der grössten Baustellen wird 2019 der Centralbahnplatz sein, auf dem sämtliche Tramgleise erneuert werden müssen. «Es ist eine Baustelle an einem heiklen Ort», sagt Roger Reinauer, Leiter des baselstädtischen Tiefbauamts gegenüber dem «Regionaljournal» von SRF.

In der Tat, wird doch der Centralbahnplatz täglich von rund 100'000 Menschen zum Umsteigen benutzt. Gebaut wird dort von Ende März bis im Herbst 2019, wie es am Freitag an einer Medienkonferenz der Behörden hiess. Investiert werden sollen 14 Millionen Franken.

Die Umgestaltung des von fünf Tram- und vier Buslinien bedienten Centralbahnplatzes liegt 19 Jahre zurück. Nun müssen die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) die stark beanspruchten Tramgleise ersetzen. Gleichzeitig sollen die Tramperrons erhöht werden, damit alle Fahrgäste stufenlos ein- und aussteigen können.

9 Kreuzungen, 17 Weichen und 1100 Meter Gleis

Ausgeführt werden sollen die Arbeiten nach BVB-Angaben im Zweischicht-Betrieb von sieben Uhr früh bis 22 Uhr. Zeitweise ist auch Nachtarbeit vorgesehen. Vom 28. März bis zum 12. Mai kommt es auf der Westhälfte des Platzes zu einer Vollsperrung, der ab 20. Mai bis voraussichtlich Ende Juli Teilsperrungen folgen. Ersetzt werden 1100 Meter Gleis, darunter 17 Weichen und neun Kreuzungen.

Während der Zeit der Vollsperrung können die Tramlinien 1 und 8 nicht über den Centralbahnplatz verkehren.

Gelegenheit macht Baustellen

Die Zeit der Vollsperrung wird genutzt für Arbeiten auf zwei weiteren Baustellen, auf denen der Trambetrieb ebenfalls vorübergehend eingestellt werden muss. Der Fall ist dies auf dem Dorenbachviadukt, wo eine Gleissanierung vorgesehen ist.

Ebenfalls erneuert werden die Tramgleise im St. Alban-Graben, wo im Hinblick auf den Bau des Kunstmuseum-Parkings zudem verschiedene Werkleitungen verschoben werden müssen. Saniert werden im Zuge dieser Arbeiten auch die Trottoirs und die Strasse.


Historische Aufnahmen zeigen, wie Pendeln in Basel anno 1937 vonstatten ging. (Video: Verschwundenes Basel)

Noch mehr historische Bilder vom Centralbahnplatz finden Sie in der Bildstrecke.

(lha/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SEPP am 23.11.2018 17:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was heisst da wird

    Der Bahnhof ist jetzt schon der Horror.

  • Daniel Grieder am 23.11.2018 19:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schon jetzt Horror

    Ich finde es schade, dass hier der Zeitpunkt für eine Umgestaltung bessser eine Optimierung verpasst wird. Der Bahnhofsplatz ist heute schon ein Horrorplatz. Velofahrer, Taxi, Tram und Bus behindern sich gegenseitig. Gefährliche Situationen bis hin zu Unfällen gehören zur Tagesordnung. Dieser Platz war von Anfang an eine Fehlplanung und nun wird wieder Steuergeld in diese investiert ohne, dass es dabei zu einer Verbesserung der Situation kommt.

  • Bebbi 51 am 23.11.2018 18:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    BVB anno dazumal

    Toll diese Nostalgieaufnahmen Bilder und Film. Erinnerungen werden wach

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Odermatt am 23.11.2018 21:05 Report Diesen Beitrag melden

    Logo

    Mann kann den Bären nicht waschen ohne ihn nass zu machen!

  • Malin Husi am 23.11.2018 20:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke für nichts

    Na toll wird heissen noch früher aufstehen um rechzeitig bei der Arbeit zu sein da ich natürlich den 8er nehmen muss danke für nichts...

  • Daniel Grieder am 23.11.2018 19:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schon jetzt Horror

    Ich finde es schade, dass hier der Zeitpunkt für eine Umgestaltung bessser eine Optimierung verpasst wird. Der Bahnhofsplatz ist heute schon ein Horrorplatz. Velofahrer, Taxi, Tram und Bus behindern sich gegenseitig. Gefährliche Situationen bis hin zu Unfällen gehören zur Tagesordnung. Dieser Platz war von Anfang an eine Fehlplanung und nun wird wieder Steuergeld in diese investiert ohne, dass es dabei zu einer Verbesserung der Situation kommt.

  • Noch keine 40ig am 23.11.2018 19:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alte Zeiten

    Wenn ich solche nostalgischen Bilder sehe, wird es mir ganz warm ums Herz. Ja, es war sicherlich nicht alles besser, aber man hatte noch Platz, um zu atmen.

  • guiop am 23.11.2018 19:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kann dass sein ?

    Die Gleise halten nur 20 Jahre lang?!