Basel

22. November 2019 18:12; Akt: 22.11.2019 18:12 Print

Bank im Visier von Klima-Aktivisten

Am Freitagnachmittag machten Aktivisten von Climate Justice bei der Credit Suisse in Basel mit Ballons und Transparenten auf den Börsengang von Saudi-Armaco aufmerksam.

Am Freitagnachmittag marschierten Aktivisten der Klimabewegung Climate Justice mit Transparenten und Ballons in die Credit Suisse am Bankverein Basel. (Video: 20 Minuten/mhu)
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«Credit Suisse cares for climate: Nichts als heisse Luft!» oder: «Wir haben immer Kapital für Ausbeutung und Zerstörung», steht auf den Transparenten der rund 25 Aktivisten der Climate-Justice-Bewegung, die am Freitagnachmittag an bunten Ballons in der Credit Suisse am Bankverein in Basel in die Luft gelassen wurden.

In einer Mitteilung an die Medien schreiben die Aktivisten: «Ein paar Menschen aus der Zivilgesellschaft finden es sehr störend, dass eine der grössten Banken der Schweiz und auch international nach wie vor keine Verantwortung bezüglich der von ihr verursachten CO2-Emission übernimmt.» Denn durch den geplanten Börsengang von Saudi-Armaco würden höchstbedenkliche Fördermengen von Erdöl zugänglich gemacht, heisst es im Mail weiter. Dieses Öl solle nach Aussagen von Wissenschaftlern in der Erde bleiben, wolle man die 1,5 Grad Erderwärmerung nicht überschreiten und irreversible Kipp-Mechanismen in Gang setzen.

«Die Bankangestellten gingen entspannt mit der Situation um»

Es sei also Zeit für eine Erinnerung, so die Aktivisten, die sich gegen 14.30 Uhr vor der Elisabethen-Kirche trafen und von dort aus Richtung Credit Suisse marschierten. Frida Kohlmann von der Climate-Justice-Bewegung ist nach der Aktion zufrieden: «Es verlief alles sehr ruhig und konzentriert. Auch die Bankangestellten gingen entspannt mit der Situation um. Jetzt ist nur noch zu hoffen, dass es so viele Leute wie möglich gesehen
haben.»

Dies ist nicht die erste Aktion der Bewegung auf eine Bank, bereits am 8. Juli dieses Jahres blockierten Aktivisten den Hauptsitz der UBS am Aeschenplatz und versperrten die Eingänge der Grossbank. Nachdem das Unternehmen Strafanzeige eingereicht hatte, beendete die Polizei die Aktion nach einem Ultimatum am frühen Nachmittag. 19 Aktivistinnen und Aktivisten wurden vorläufig festgenommen. Sie hatten das Ultimatum der Polizei ignoriert und den Platz nicht freiwillig geräumt.

Diesen Freitag musste die Polizei nicht eingreifen, wie Toprak Yerguz, Mediensprecher der Kapo Basel-Stadt, auf Anfrage sagte. Die Aktivisten räumten das Feld bereits nach rund zehn Minuten.

(mhu)