Historisches Museum

15. Dezember 2015 15:34; Akt: 15.12.2015 16:15 Print

Basel bekommt ein eigenes «Monkey Island»

Das Historische Museum Basel hat ein Computerspiel entwickelt. Darin schlüpft man in die Rolle eines jungen Arztes, der Basel von der Pest befreien muss.

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Es ist das Jahr 1610. Konrad steht von den Toren Basels. Der junge Arzt will bei Felix Platter sein Studium beenden. Beim Eintritt durch das Spalentor findet er einen Pestkranken. Erst später realisiert er, dass er mitten in die Basler Pestseuche geraten ist. «Basel 1610» heisst das Serious Game. Der Spieler muss darin in der Rolle des jungen Konrad Rätsel lösen, um die Pest aus Basel zu vertreiben. Das Spiel ist im Point-and-Click-Stil gehalten, so wie zum Beispiel das Adventure-Game «Monkey Island».

Das Historische Museum (HMB) hat «Basel 1610» zusammen mit dem Kunsthistorischen Seminar der Universität Basel entwickelt. «Basel 1610» kann im Historischen Museum oder online gespielt werden. Im Rahmen des Jubiläumsjahres des Basler Merian-Stadtplans wollten die Verantwortlichen das Spiel unbedingt noch in diesem Jahr präsentieren. 1615 widmete Matthäus Merian dem Basler Rat seinen Plan der Stadt Basel. Das 400-jährige Original davon befindet sich heute im HMB.

Erst ein Prototyp

«Basel 1610 sollte eigentlich als 3-D-Spiel entstehen, in dem man durch Basel im 17. Jahrhundert laufen kann», sagt Barbara Schellewald, Professorin am Kunsthistorischen Seminar. Die Umsetzung wäre aber zu teuer gewesen. Entstanden ist ein einfach gehaltenes Spiel, das als Prototyp funktioniert. «Im Moment gibt es zwei Points of Interest, die bespielt werden können. Das Spalentor und das Haus von Felix Platter», sagt Daniele Turini, Leiter eCulture im HMB.

Es seien aber bereits weitere vier Handlungsorte ausgearbeitet. «Die Geschichte geht dann zum Beispiel auf dem Marktplatz oder bei der Universität Basel weiter.» Im Moment fehle aber das Geld, um das Spiel komplett zu realisieren. «Basel 1610 wird aber auf jeden Fall fertiggestellt, die Frage ist nur wann», so Turini.

Fokus auf digitale Medien

Das Serious Game – also ein Spiel, das auch Bildung vermittelt – möchte den Stadtplan und die Geschichte Basels neu aufleben lassen. «Merians Stadtplan wird damit bespielt und nicht erklärt», sagt Gudrun Piller, interimistische Direktorin des HMB. Mit dem Game habe man auch die Absicht, jüngeren Generationen die Geschichte Basels näherzubringen.

«Das Spiel birgt viel Potenzial, um in Schulprojekte eingebunden zu werden», so Turini. Es sei ein Meilenstein für das Historische Museum, das in den vergangenen Jahren den Fokus kontinuierlich darauf gelegt hatte, auch digital zu vermitteln. «Wir sind auf einem guten Weg. Und jenachdem, wie das Spiel ankommt, kann die Geschichte auch noch weitergeführt und mehr Handlungsorte dazugefügt werden.»


(mak)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • lozärner am 15.12.2015 16:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    finde ich eine super Idee, so bringt man die Geschichte näher zu menschen die sich sonnst eher wenig bis garnicht mit Geschichte auseinander setzen.

  • Tom Grassu am 15.12.2015 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    Himmel!

    Was haben eure Lektoren eigentlich gelernt? Coiffeur? Das historische Museum Basel HAT ein neues Computerspiel entwickelt, muss das heissen!

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  • 3-Köpfiger Affe am 16.12.2015 00:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    monkey island

    Find die idee cool aber man kann es wohl nicht mit einem klassiker wie monkey island vergleichen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Meistersuppe am 18.12.2015 08:16 Report Diesen Beitrag melden

    Grog

    Geheimrezepte der "schrecklich wichtigen Piraten" - Kerosin - Propylen-Glykol - Künstliche Süßstoffe - Schwefelsäure - Rum - Aceton - Rote Farbe - Scumm - Schmierfett - Batteriesäure - und/oder Pepperonis Gebräu schnell verzehren, da es sich durch jedes Material frist.

  • 3-Köpfiger Affe am 16.12.2015 00:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    monkey island

    Find die idee cool aber man kann es wohl nicht mit einem klassiker wie monkey island vergleichen.

    • Monkey Kombat am 16.12.2015 09:36 Report Diesen Beitrag melden

      Monkey Island

      Wie Guybrush Threepwood sagen würde: "Ich bin Guybrush Threepwood, ein mächtiger Pirat!" - Kein Arzt :)

    • 1d1ot am 18.12.2015 08:15 Report Diesen Beitrag melden

      Spagat

      Also wenn es für Schulprojekte eingesetzt werden kann wird es sicher uncool! Die Romandie hätte "fast" ein cooles Deutschbuch vom Titeuf Zeichner erhalten... leider war es zu Lehrerfeindlich. (Das meine ich mit uncool - es muss prüde und langweilig sein damit es schultauglich unbd PIC ist). Wie Monkey Island wird es wahrscheinlich bestenfalls aussehen. Trotzdem, ich werde das Spiel unterstützen. In dem Sinne : Grog trinken und abwarten.

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  • lozärner am 15.12.2015 16:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    finde ich eine super Idee, so bringt man die Geschichte näher zu menschen die sich sonnst eher wenig bis garnicht mit Geschichte auseinander setzen.

  • Tom Grassu am 15.12.2015 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    Himmel!

    Was haben eure Lektoren eigentlich gelernt? Coiffeur? Das historische Museum Basel HAT ein neues Computerspiel entwickelt, muss das heissen!

    • Sue E. am 15.12.2015 16:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tom Grassu

      Bitte aber nur 13 Monatlöhne ,ist zu wenig,sein Ruf ist ruiniert,

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