Crowdfunding-Projekt

23. Mai 2017 18:52; Akt: 23.05.2017 20:19 Print

Basel soll das erste Lokal für E-Sportler bekommen

In Basel soll mit der Mana-Bar ein erstes Spielkulturzentrum enstehen. Die Christoph-Merian-Stiftung unterstützt das Pionierprojekt.

Fernando Studer, Christian Schlauri und Tom Barylov wollen Spielkultur mit Bar-Betrieb verbinden.
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«Spielkultur braucht ein Zuhause!» steht in grossen Lettern auf der Website der Mana-Bar, einem Kickstarter-Projekt des Vereins für Aufklärung über Internet und Spielkultur (VAISk). Spielkultur bedeutet für die 14 Mitglieder des Vereins alles von E-Sports von sogenannten Pen-and-Paper-Rollenspielen bis hin zu Cosplay. All diese Spielarten sollen sich zusammen mit einem Restaurationsbetrieb möglichst in der Innenstadt in einem Lokal fix versammeln.

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Es soll gemeinsam gespielt und getrunken werden und eine Plattform für Vorträge und Fokus-Abende entstehen. Das Programm soll umfangreich sein und immer etwas anderes bieten. Die finanziellen Mittel dafür sollen unter anderem via Crowdfunding zusammengebracht werden.

Präventionsgedanke ist wichtig

Fernando Studer (28), Vize-Präsident des Vereins, erklärt: «Als wir 2015 gemeinsam in einer Bar sassen, hatten wir die spontane Idee, eine eigene Bar für Spielkultur zu eröffnen.» Gemeint sind der angehende Biologie-Lehrer Studer, IT-Fachmann Christian Schlauri und Gamedesign-Student Tom Barylov, die 2016 den Verein gründeten und zusammen mit der Start-Up-Academy einen Businessplan für ihre Bar ausarbeiteten. Ziel des Lokals sei es, möglichst viele Communities einzubinden, den verschiedensten Sparten der Spielkultur eine Plattform zu geben und die Besucher dabei in das Projekt miteinzubeziehen.

Auch der Präventionsgedanke spiele eine grosse Rolle. «Ein Medienpädagoge ist in dem Projekt dabei, um auf die Gefahren des Spiele- und Internetkonsums aufmerksam zu machen», so Studer. So bekam der Verein im letzten Jahr etwa vom städtischen Erziehungsdepartement den Auftrag, die Mitarbeiter über das Smartphone-Spiel Pokémon-Go aufzuklären.

Einmalig in der Schweiz

Die Nachfrage nach einer eigenen Gamer-Bar sei gross gewesen, als man das Projekt an der Fantasy Basel erstmals öffentlich promotete. «So etwas in dieser Art gibt es in der Schweiz meines Wissens noch nicht», erklärt Studer. Die Christoph-Merian-Stiftung (CMS) sah dies gleich und unterstützte das «Pionierprojekt» mit 15'000 Franken. «Das Projekt ist innovativ und bringt ein relevantes Thema auf, das in dieser Art noch nicht behandelt worden ist», begründet Sprecher Toni Schürmann.

Ob die Stiftung noch mehr Geld in die Bar stecken wird, entscheidet sich im Juni. Dann wird evaluiert, ob der Verein die von der CMS gesteckten Ziele erreicht hat. Studer zeigt sich diesbezüglich zuversichtlich. Ein weiter benötigter Betrag von mindestens 15'000 Franken soll ab dem 28. Mai via Crowdfunding auf Kickstarter zusammenkommen.

(rob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nacktmull am 23.05.2017 22:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klingt erstmal gut

    Nett...ich bleib trotzdem zu Hause :) teamspeak lässt grüßen :p trotzdem viel Erfolg !

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  • r.f. am 23.05.2017 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht ganz richtig

    es wäre bei weitem nicht das erste e-sport zentrum in der schweiz aber es könnte das erste werden dass mehr als ein paar monate überlebt... doch das mag ich stark zu bezweifeln.

  • Schwachstrom Hirni am 23.05.2017 19:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hä ?

    Wiso fehlt bei der Umfrage die Möglichkeit Konsolen und Brettspiele ?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Robert am 25.05.2017 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    erstes Lokal für E-Sportler? hmm?

    Nun das erste ist es wohl eher weniger. Es gab schon vor 15 Jahren ein E-Sport Center in Basel. (Birsigparkplatz?) Auch in Zürich das Riesen Teil.. bei den Kino's (Name ist mir entfallen) danach die i-lounge in Bern, das e-land direkt beim Bahnhof, dann die Gamearea Winterthur, bis vor kurzem das lanforge e-sportcenter in Bern. In der Zwischenzeit keines mehr... Viele haben es versucht und sind an den Gamern, für die die ganzen Center eigerichtet wurden, gescheitert. Trotzdem viel Glück Jungs... ihr seid zwar definitiv nicht die Ersten, aber vielleicht klappts bei Euch.

  • Mike am 24.05.2017 09:59 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich

    Cool, wurde aber auch Zeit. Gibt es in anderen Städten schon lange.

    • ManaBar Berry Buh am 25.05.2017 10:42 Report Diesen Beitrag melden

      Sicher? :D

      Nicht mit einem medienpädagogischen Hintergrund. Wir haben vor da noch einiges vor, aber was genau wird noch in Videos erklärt :D

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  • E. Lastic am 24.05.2017 09:26 Report Diesen Beitrag melden

    Wirte

    Wer nichts wird, wird Wirt. Scheint immer noch zu stimmen.

    • ManaBar Berry Buh am 25.05.2017 10:43 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht nur

      Oooooder Pädagoge xD Wir haben da unterschiedliche Arbeitsbereiche :D

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  • schweiz/suisse/svizzera am 24.05.2017 08:59 Report Diesen Beitrag melden

    Spenden?

    Kann man auch Chips spenden?

  • m4rc am 24.05.2017 07:28 Report Diesen Beitrag melden

    schon gescheitert

    Wie viele Start-Ups geht auch dieses hier viel zu breit. P&P, Video-Spiele, Spiele-Entwickler, Hochschulvorträge.. da hat jemand das Canvas Business Model aber nicht ehrlich angewandt.