Safer Clubbing

16. Dezember 2008 23:02; Akt: 16.12.2008 22:13 Print

Basler Clubs im Kampf ­gegen das Komasaufen

von Leonie Kaiser - Immer mehr Basler Clubs lassen betrunkene Jugendliche gar nicht mehr rein. Drinnen sollen nun die Barkeeper Grenzen setzen.

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«Immer mehr junge Partygäste decken sich ausserhalb des Clubs mit Alkohol ein und betrinken sich vorher», sagt Georgios Antoniadis vom Verein Safer Clubbing. Viele Basler Clubs wehren sich gegen besoffene Gäste: «Wer an der Türe schon lallt oder schwankt, kommt bei uns gar nicht hinein», sagt Sudhaus-Geschäftsführer Dani Jansen.

Auch drinnen wird dem Komasaufen der Kampf angesagt. Gestern stellte Safer Clubbing dazu ein neues Konzept vor. «Ein Kommunikationsexperte hat die Barkeeper im Umgang mit Betrunkenen geschult», sagt Antoniadis. So soll das Personal den Jugendlichen klare Grenzen setzen können, ohne dass sich diese angegriffen fühlen. Das Konzept gilt neu für alle Lokale, die bei Safer Clubbing mitmachen – in Basel sind das der Allegra-Club, das Volkshaus, das Sommercasino und das Sudhaus. «Wenn jemand kaum mehr in der Lage ist, zu bestellen, müssen wir sagen: ‹Für dich ist jetzt Feierabend›», so Antoniadis. Und auch bei Clubs, die noch nicht bei Safer Clubbing dabei sind, findet die Idee Anklang: «Das ist eine sehr gute Sache», sagt Peter Schmitt vom A2.