Basel

06. Oktober 2008 22:06; Akt: 06.10.2008 21:07 Print

Basler Forscher: Lernen ohne REM

Wer nach dem Lernen schläft, speichert neue Informationen besonders gut. Nun haben Forscher der Universität Basel die weit verbreitete Auffassung widerlegt, dass diese Gedächtnisbildung in der Traum-Phase, dem so genannten REM-Schlaf, passiert.

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Wie die Uni gestern mitteilte, liessen Wissenschaftler Probanden nach einer abendlichen Lernphase Placebo oder ein REM-unterdrückendes Anti-Depressivum einnehmen. Der Mangel an Traumschlaf hatte keinen negativen Effekt auf die Gedächtnisbildung – in einem motorischen Test schnitten die Probanden gar besser ab. «Ich würde aber auf keinen Fall dazu raten, vor Prüfungen abends ein Anti-Depressivum einzunehmen», sagte Studienautor Björn Rasch. Welche Mechanismen für die Lernverbesserung im Schlaf verantwortlich sind, bleibe ein Rätsel.