01. April 2005 03:43; Akt: 31.03.2005 23:37 Print

Basler Hilfsprogramm für Kiffer wird kaum genutzt

Vor rund einem halben Jahr startete das Suchtberatungsprojekt Realize It. Bislang ist das Programm aber erst wenigen Kiffern bekannt.

Fehler gesehen?

Rund fünf Prozent der 15- bis 30-Jährigen konsumieren täglich Cannabis. «Mit dem Projekt wollen wir Leute, die mehr kiffen als sie wollen, oder solche, die bereits Probleme wie Ängste oder Gedächtnislücken haben, zu einer Konsumreduktion oder einem Stopp bewegen», erklärt Projektkoordinatorin Simone Rindlisbacher. Es sei allerdings schwierig, die Betroffenen zu erreichen. Rindlisbacher: «Rund 40 Personen haben bisher mit dem Projekt angefangen.»

Das Programm Realize It besteht aus fünf Einzelberatungen sowie einer Gruppenberatung. «Die Teilnehmer sollen in einer ersten Sitzung ihre persönlichen Ziele definieren und wir helfen ihnen, diese zu erreichen», so Rindlisbacher. Als Grundlage für die Kurzberatung dient ein Begleitbuch. Dieses ist Infobroschüre und Konsumtagebuch. Rindlisbacher: «So lernen die Leute ihr eigenes Verhalten kennen.»

Interessierte können sich bei der Beratungsstelle Drop in an der Mülhauserstrasse 113, bei der Drogenberatung Baselland in Reinach oder bei der Suchthilfe AVS in Rheinfelden melden oder sich auf der Projekt-Webseite informieren. Dort können sie zudem in einem Cannabistest ihre Abhängigkeit prüfen.

Christian Degen