Filmparodie

23. Oktober 2017 18:12; Akt: 24.10.2017 14:03 Print

Basler Museum bekam Ärger mit Hollywood

Das Naturhistorische Museum wirbt derzeit mit einer Parodie des Films «Nachts im Museum» für seine Abendangebote. Dass dabei auch die Produktionsfirma veräppelt wurde, ging dieser zu weit.

Das heikle Intro wurde entfernt: Mit dieser Parodie des Hollywood-Blockbusters wirbt das Naturhistorische Museum Basel für Abend-Events. (Video: nmbs.ch/Fadeout)
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Das Naturhistorische Museum Basel möchte seine Abendangebote bekannter machen und liess dazu einen Videoclip produzieren. Anstelle eines konventionellen Werbefilms setzte man auf eine kurze Parodie des Blockbusters «Nachts im Museum». Der Basler Schauspieler Joel von Mutzenbecher mimt darin Ben Stillers Part als Museumswache-Anwärter. Beim Intro des Streifens haben sich die Macher allerdings die Finger verbrannt.

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Nachdem das Video auf Facebook innert zwei Tagen knapp 100'000-mal angeschaut wurde, bekam das Museum ein böses Telefon aus Hollywood. Der Produktionsfirma von «Nachts im Museum» 20th Century Fox ging das Intro zu weit. «Dass ihr Logo mit einem Baslerstab nachgebaut wurde, ging nicht», erklärt Museumsdirektor David Alder auf Anfrage.

Das Video, das zumindest in der Region Basel viral ging, wurde prompt entfernt. «Ja, es lief wirklich sehr gut», sagt Alder. Am Donnerstag legte das Museum nach mit einem Video, aus dem das Intro entfernt wurde. Allerdings wurde es nur noch diskret auf Youtube platziert. «Die erste grosse Welle war ohnehin schon durch, auf Facebook rutscht so etwas ja ganz schnell nach unten», erklärt Alder.

Museum wusste um das Risiko

Die Parodie selbst, deren Cast geballte Basler Schauspielprominenz versammelt und in der auch Ex-FCB-Präsident Bernhard Heusler einen Auftritt als Museumsexponat hat, war für die Hollywood-Produktionsfirma kein Problem. «Sie fanden sie sogar gut», so Alder. Dass das Intro aber zum Problem werden könnte, damit hatte das Museum allerdings gerechnet. Das sei im Vorfeld mit einem Juristen abgeklärt worden. Dabei sei auch klar geworden, dass rechtlich Interpretationsspielraum bestehe. «Wir sagten uns, wir riskieren es.»

Basler Museum bekam Ärger mit Hollywood

(lha)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patrick Bender am 23.10.2017 18:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    10 Punkte

    Medienaufmerksamkeit Erreicht, Gratis Werbung in der Zeitung.... Ziel erreicht, 10 Punkte

  • D.G am 23.10.2017 18:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ungenügende Recherche

    unten in der Bildstrecke: ist Ben Stiller nicht Ben Affleck der in Nachts im Museum den Zoowärter spielt!

  • LUZ93 am 23.10.2017 18:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schöne Receptionistin

    Die Frau finde ich das schärfste an diesem Clip den mit diesen fast 45 bis 50 Jahren muss ich als junger Mann sagen sieht die echt scharf aus und gutaussehender den manch junge Frauen in meinem Alter...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Biker am 24.10.2017 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    Doppelt falsch

    Auch in der Print-Ausgabe steht Ben Affleck statt Ben Stiller. Mittlerweile ist es online ja korrigiert.

  • Claudia W. am 24.10.2017 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Wunder

    Erstaunt nicht, dass Hollywood erbost ist, sicher auch noch wegen der "schauspielerischen Hochglanzleistung" der beiden Hochglanzhauptdarstellern Rasser und Mutzenbecher, pardon: "von" Mutzenbecher. Von mir aus.

  • Blender Render am 24.10.2017 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    Blender Intro

    Das Template fürs Intro kann sich jeder bei Ballyweg frei herunterladen. Blender selbst ist ebenfalls frei verfügbar. Danach muss man noch 8-20h Zeit fürs Rendering mitbringen und fertig. Ob sinnvoll oder nicht, zumindest bietet dies einen niederschwelligen Einstieg in den ambitionierten Umgang mit 3D modeling Tools und bringt vielleicht den einen oder anderen auf den Geschmack. In Schulen wird das Tool teilweise auch für Video u/o Gameprojekte eingesetzt.

  • Anakena am 24.10.2017 06:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es is halt schon so:

    Dick angeben, keine eigenen Ideen haben und dann aus dem Ausland kopieren. Und wer bezahlts?

    • Danny am 24.10.2017 13:17 Report Diesen Beitrag melden

      @Anakena

      Die Idee war zu kopieren. Also doch eine eigene Idee.

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  • Broetli am 24.10.2017 00:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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    Das Ziel wurde wohl erreicht.