Sexbeichten

21. Juli 2014 15:37; Akt: 21.07.2014 16:25 Print

Basler Sex-Geheimnisse auf Facebook

von Valeria Happel - Der Trend zum Sex-Geständnis hat nun auch Basel erreicht. Seit dem 17. Juli gibt es eine regionale Facebook-Gruppe, auf der die Nutzer von ihren erotischen Eskapaden berichten.

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Der am 17. Juli gegründeten Facebook-Gruppe Sexbeichte-Basel sind innerhalb von wenigen Tagen bereits über 600 Nutzer beigetreten. Basler berichten dort über ihre intimsten Sex-Geheimnisse. (Bild: www.facebook.com)

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Gruppen wie «Sexbeichte-Ostschweiz» oder die am 15. Juli gegründete «Sexbeichte-Zürich» haben in den sozialen Medien bereits hohe Wellen geschlagen. 8910 Mitglieder gehören der Ostschweiz-Gruppe inzwischen an und auch die Zürcher Facebook-Seite hat innerhalb von wenigen Tagen 1730 Anhänger gefunden. Es herrscht ein reger Austausch von höchst intimen Sex-Details.

Nun ist der hemmungslose Sex-Trend auch in Basel angelangt. Der am 17. Juli neu gegründeten Gruppe «Sexbeichte-Basel» gehören bereits jetzt über 600 Facebook-Nutzer an.

Ein Anonymitätsversprechen und eine digitale Pinnwand – dies reicht offenbar aus, um Menschen jeder Altersgruppe dazu zu bewegen, ganz offen und überaus detailreich in der Öffentlichkeit von ihren intimsten Momenten zu berichten.

Basler beichten Sex-Abenteuer

Eine 17-Jährige berichtet von einem Liebesspiel mit ihrer Kollegin und einem weiteren «Typen» auf der Toilette: «Bis si uns verwütscht hen, das isch ned toll gsi, aber a geili Nacht gsi.» Ein 53-jähriger Mann erzählt, er habe «geilen Sex» mit seiner Frau gehabt und ein weiteres 17-jähriges Mädchen gesteht:
«Ich 17i getrau mi nid mim fründ eis bloose, ich find das eifach zu hässlich.» Ohne Angabe seines Alters schreibt ein männlicher Nutzer lediglich: «Will widr mol ficke.»

Doch ganz ohne Reaktionen kommen die Beichtenden nicht davon. Denn kaum sind die privaten Botschaften via Social Media in die Öffentlichkeit hinausgetragen worden, folgen auch schon die Kommentare – und die fallen oft genauso hemmungslos aus. So kommentiert ein Facebook-Nutzer den erwähnten Bericht des 53-Jährigen mit: «Und jetz wilsch e Schoggi?» Der Unterschied besteht allerdings darin, dass die Kommentatoren selbst nicht anonym sind. Deren Profile mit allen persönlichen Eckdaten sind für die Öffentlichkeit und somit auch die Beichtenden einsehbar. Ebenso wie die Profile der Personen, welche die Beichten mit einem «Gefällt mir» beurteilen und dadurch wiederum in ihrem Profil sichtbar machen.

Sexualberaterinnen warnen vor Facebook-Beichten

Ganz so harmlos sind die Beichten trotz Anonymität jedoch nicht. Sexologen weisen auf die Gefahren der digitalen Entblössung hin: Zwar können Personen im Prinzip anonym bleiben, dennoch ist es anhand der geschilderten Details – besonders auf regionalen Seiten – oft möglich, die Identität der Beichtenden ausfindig zu machen oder im schlimmsten Fall die Identität einer am Sex-Erlebnis beteiligten Person offenzulegen.

Dies könnte die Menschenwürde der Betroffenen erheblich verletzen. Ausserdem würde Sex als Ware dargestellt, wobei der Bezug zum Menschen verloren ginge, so Sexualberaterin Rita Schriber.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mike Müller am 21.07.2014 16:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unbegreiflich!

    Wie überall wird auch hier geprallt, übertrieben, gelogen. Ich habe auch ein wildes Leben hinter mir, aber das irgendwo zu kommentieren und zu Glauben wie toll ich doch bin ist krank. Schlimm finde ich, dass es Menschen gibt die nur so auf sich aufmerksam machen können, wie andere die nur das Auto haben.

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  • Peitho am 22.07.2014 10:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SEXINFLATION.....

    .....der Bezug zum Menschen ist schon verloren gegangen. Die schönste Sache der Welt...Erotik und Sex....ist zur Ware degradiert und dient zur Selbstdarstellung schwacher Persönlichkeiten. Weil sie sich in ihrem realen Leben selber nicht mehr spüren. Hat die sexuelle Befreiung nur Konsum gebracht? Die meisten können ihre sexuellen Wünsche nicht einmal ihrem Partner gegenüber aussprechen, aber Erlebnisse auf FB posten. Ziemlich unterentwickelt finde ich......lernt erst einmal reden miteinander!

  • T.S.K. am 22.07.2014 07:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hirn einschalten ......

    Bevor man etwas ins Netz stellt, unbedingt Hirn Einschalten, denn was geschrieben ist, ist geschrieben und es ist auch für unbestimmte Lesbar. Facebook ist Schrott und bleibt Schrott...... Einträge ins Netz kann einem durchaus den Job Kosten oder Freundschaften zerstören.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Facebooker am 22.07.2014 19:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gääähhn

    Bisschen erotische Märchen erfinden und posten? Traurig wer das nötig hat..

  • Peitho am 22.07.2014 10:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SEXINFLATION.....

    .....der Bezug zum Menschen ist schon verloren gegangen. Die schönste Sache der Welt...Erotik und Sex....ist zur Ware degradiert und dient zur Selbstdarstellung schwacher Persönlichkeiten. Weil sie sich in ihrem realen Leben selber nicht mehr spüren. Hat die sexuelle Befreiung nur Konsum gebracht? Die meisten können ihre sexuellen Wünsche nicht einmal ihrem Partner gegenüber aussprechen, aber Erlebnisse auf FB posten. Ziemlich unterentwickelt finde ich......lernt erst einmal reden miteinander!

  • Urs Geiger am 22.07.2014 09:05 Report Diesen Beitrag melden

    Extrem

    Extrem - jetzt wird erneut sichtbar, wie primitiv manche Menschen im Land sind. Egal ob in einer Brasil-Favela oder in Basel - die Menschen ticken was Sex anbelangt gleich. Schlimm finde ich, aber auch witzig, dass Jugendliche mitmachen und die haben null Ahnung, was mit ihnen später passiert. ich hatte auch einmal eine junge Dame nicht eingestellt, weil sie im FB Fotos von ihrem Freizeitvergnügen postete: Strippen. Sie ist heute 4 jahre danach immer noch arbeitslos, wie ich gesehen habe. Pech für das Mädchen.

  • T.S.K. am 22.07.2014 07:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hirn einschalten ......

    Bevor man etwas ins Netz stellt, unbedingt Hirn Einschalten, denn was geschrieben ist, ist geschrieben und es ist auch für unbestimmte Lesbar. Facebook ist Schrott und bleibt Schrott...... Einträge ins Netz kann einem durchaus den Job Kosten oder Freundschaften zerstören.

  • Martin am 21.07.2014 20:45 Report Diesen Beitrag melden

    Wie früher auf dem Pausenplatz

    Da hat auch schon jeder 16 Jährige mit 60 Frauen gebumst usw.. Wer's glaubt, wird seelig!